Ende April 2012 waren beim AMS Vorarlberg insgesamt 9.624 Personen (4.849 Männer und 4.775 Frauen) arbeitslos vorgemerkt, um 184 bzw. 1,9% mehr als im April des Vorjahres. Damit liegt die Zahl der Arbeitslosen erstmals wieder leicht über dem Vorjahreswert. Im Bundesländervergleich weist Vorarlberg allerdings den kleinsten Zuwachs aus. Die Arbeitslosigkeit ist bei Frauen um 1,4% angestiegen, bei Männern um 2,5%. Knapp über 28% aller aktuell arbeitslos Vorgemerkten haben aber bereits eine Einstellzusage in der Tasche. 2.643 Personen befinden sich in diversen Schulungs-programmen. Das sind um 84 oder 3,3% mehr als im Vorjahr.
Bundesweit hat die Arbeitslosigkeit gegenüber dem April 2012 um 15.519 oder 6,6% auf jetzt 251.853 zu-genommen. Mit +11,8% ist die relative Zunahme im Burgenland am höchsten, gefolgt von der Steiermark (+11,3%), Tirol (+10,2%), Niederösterreich (+8,7%), Salzburg (+8,5%), Oberösterreich (7,6%), Wien (+3,1%) und Kärnten (+2,9%). Mit einem Plus von 1,9% verzeichnet auch Vorarlberg wieder einen leichten Anstieg bei den Arbeitslosenzahlen.
In der Altersgruppe der unter 19-Jährigen ist die Zahl der arbeitslos Vorgemerkten um 15 (-4,1%) geringer als im Vorjahr, bei den 19- bis 25-Jährigen allerdings um 52 (+4,3%) höher. In der Altersgruppe der 25- bis 45-Jährigen ist die Zahl der arbeitslos Vorgemerkten um 133 (+2,9%) angestiegen und bei der den über 45-Jährigen um 14 (+0,4%). Der relativ moderate Anstieg bei den über 45-Jährigen ist darauf zurück zu führen, dass für diese Altersgruppe im Vergleich zum Vorjahr Schulungsmaßnahmen deutlich ausgeweitet (+117 bzw. +27,4%) wurden.
Weiter zugenommen hat die Arbeitslosigkeit in den Hilfsberufen, in denen aktuell um 165 Personen (+10,0%) mehr auf Jobsuche sind als im Vorjahr. Auch in den Reinigungsberufen ist die Arbeitslosigkeit um 34 oder 10,1% höher als im Vorjahr, und in den Verkehrsberufen sind jetzt 21 (+7,4%) Personen mehr ar-beitslos. Nach Ende der gut verlaufenen Wintersaison sind in den Tourismusberufen aktuell 132 Personen (+6,9%) mehr in der Arbeitslosenvormerkung als Ende April 2011. Dagegen haben die Arbeitslosenzahlen in den Technikerberufen (-50 bzw. -18,1%), in den Textilberufen (-44 bzw. -19,2%), in den Gesundheitsberu-fen (-21 bzw. -7,1%) und in den Holzberufen (-22 bzw. -19,0%) kräftig abgenommen.
Die durchschnittliche Vormerkdauer beträgt aktuell 76 Kalendertage und liegt damit um 8 Tage bzw. 9,4% unter dem Niveau des Vorjahres. Die Vormerkdauer steigt mit dem Alter der arbeitslos vorgemerkten Perso-nen an. Während die unter 25-Jährigen im Durchschnitt lediglich 44 Kalendertage arbeitslos vorgemerkt sind, sind es bei Personen zwischen 25 und 45 Jahren bereits 73 und bei Arbeitslosen über 45 Jahren sogar durchschnittlich 97 Kalendertage.
Während das Stellenangebot bundesweit um 11,1% abgenommen hat, stehen in Vorarlberg aktuell mit 1.972 um 66 oder um 3,5% mehr Jobangebote zur Verfügung als im Vorjahr. Die Nachfrage nach Arbeitskräften in den Hilfsberufen (-45 bzw. -26,9%) liegt deutlich unter dem Vorjahresniveau. Hingegen besteht eine ver-stärkte Nachfrage nach Arbeitskräften in den Metall- und Elektroberufen (+82 bzw. +17,2%) und in den Tourismusberufen (+29 bzw. +19,0%).
Die Zahl der sofort verfügbaren Lehrstellensuchenden ist mit insgesamt 197 (98 Burschen und 99 Mädchen) gegenüber dem Vorjahr (-17 bzw. -7,9%) doch merklich gesunken. Diesen Lehrstellensuchenden stehen 168 sofort verfügbare Ausbildungsplätze gegenüber, um 36 Lehrstellen bzw. 27,3% mehr als im Vorjahr.
Ende März 2012 waren beim AMS Vorarlberg insgesamt 8.331 Personen (4.501 Männer und 3.809 Frauen) arbeitslos vorgemerkt, um 136 bzw. 1,6% weniger als im März des Vorjahres. Während die Arbeitslosigkeit bei den Frauen um 3,5% zurück gegangen ist, ist sie bei Männern fast genau gleich hoch wie im Vorjahr. 2.499 Personen befanden sich Ende März 2012 in Schulungsprogrammen. Das sind um 136 oder 5,2% weniger als im Vorjahr.
Bundesweit hat die Arbeitslosigkeit gegenüber dem März 2012 um 11.187 oder 4,4% auf jetzt 263.774 zugenommen. Mit +9,0% ist die relative Zunahme in der Steiermark am höchsten, gefolgt von Niederösterreich (+7,3%), Burgenland (+6,6%), Oberösterreich (+6,1%), Salzburg (+5,3%), Wien (3,6%) und Kärnten (+1,6%). In Tirol ist die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr um 4,5% und in Vorarlberg um 1,6% zurück gegangen.
Während die Arbeitslosigkeit bei Frauen gegenüber dem Vorjahr deutlich reduziert ist (-136) ist sie bei Männer fast gleich hoch (+1). In der Altersgruppe der unter 25-Jährigen ist die Zahl der arbeitslos Vorgemerkten um 47 (+3,4%) gestiegen, was aber damit zusammen hängt, dass die Zahl der Schulungsteilnehmer in dieser Altersgruppe um 119 zurück gegangen ist. In der Altersgruppe der 25- bis 45-Jährigen ist die Arbeitslosigkeit um 1,9% zurück gegangen und bei den über 45-Jährigen um 3,6%.
Stark zugenommen hat die Arbeitslosigkeit in den Hilfsberufen, in denen aktuell um 133 Personen (+8,1%) mehr auf Jobsuche sind als im Vorjahr. Auch in den Reinigungsberufen ist die Arbeitslosigkeit um 78 oder 24,8% höher als im Vorjahr, und in den Bauberufen sind jetzt 36 (+6,7%) Personen mehr arbeitslos. Dagegen haben die Arbeitslosenzahlen in den Tourismusberufen (-148 bzw. -15,8%), in den Metall- und Elektroberufen (-47 bzw. -15,2%), in den Gesundheitsberufen (-30 bzw. -11,6%), in den Technikerberufen (-41 bzw. -14,7%) kräftig abgenommen. Aber auch in den Handelsberufen (-28 bzw. -3,0%) und in den Büroberufen (-43 bzw. -3,6%) liegen die Vorgemerktenzahlen unter denen des Vorjahres.
Die durchschnittliche Vormerkdauer betrug am Monatsende 92 Kalendertage und lag damit um 8 Tage bzw. 7,2% unter dem Niveau des Vorjahres. Die Vormerkdauer steigt mit dem Alter der arbeitslos vorgemerkten Personen. Während die unter 25-Jährigen im Durchschnitt lediglich 55 Kalendertage arbeitslos vorgemerkt bleiben, sind es bei Personen zwischen 25 und 45 Jahren bereits 89 und bei Arbeitslosen über 45 Jahren sogar durchschnittlich 115 Kalendertage.
Die Zahl der sofort verfügbaren Stellenangebote lag Ende März 2012 mit 1.875 um 217 bzw. 13,1% wieder markant über dem Niveau des Vorjahres. Die Nachfrage nach Arbeitskräften in Büroberufen (-27 bzw. -26,0%) und auch in den Hilfsberufen (-64 bzw. -33,5%) liegt deutlich unter dem Vorjahresniveau. Hingegen besteht eine verstärkte Nachfrage nach Arbeitskräften in den Gesundheitsberufen (+43 bzw. +10,4,9%), in den holzverarbeitenden Berufen (+27 bzw. +52,9%), in den Bauberufen (+45 bzw. +23,3%), in den Metall- und Elektroberufen (+53 bzw. +12,5%) und in den Technikerberufen (+25 bzw. +23,8%). Auch in den Handelsberufen (+17 bzw. +15,0%) und in den Tourismusberufen (+25 bzw. 18,8%) hat die Nachfrage nach Arbeitskräften gegenüber dem Vorjahr zugenommen.
Die Zahl der sofort verfügbaren Lehrstellensuchenden ist aktuell mit insgesamt 252 (129 Burschen und 123 Mädchen) gegenüber dem Vorjahr (+24 bzw. +10,5%) doch merklich angestiegen. Diesen Lehrstellensuchenden stehen 164 sofort verfügbare Ausbildungsplätze gegenüber, um 19 Lehrstellen bzw. 10,4% weniger als im Vorjahr. Darüber hinaus sind beim AMS aber bereits 1.704 Ausbildungsplätze gemeldet, die ab den Sommermonaten zu besetzen sind.
Am Samstag, dem 10. März findet anlässlich des internationalen Frauentages im Landhausfoyer in Bregenz von 10-14 Uhr das 4. Vorarlberger Frauen-Info-Fest statt. Das AMS ist dort mit den beiden Frauenreferentinnen Mag.a Kamila Simma von der Landesgeschäftsstelle und Monika Holzknecht vom AMS Feldkirch vertreten. Nutzen Sie diese Chance, sich über Themen wie Wiedereinstieg, Ausbildung in nicht traditionellen Berufen, Weiterbildung, Kinderbetreuungsbeihilfe oder andere AMS-Förderungen, welche auf die Integration in den Arbeitsmarkt abzielen, zu informieren. Beim AMS gibt es ein eigenes Frauenprogramm und eine Frauenreferentin in jeder Geschäftsstelle. Der Anspruch auf Arbeitslosengeld ist keine Voraussetzung dafür, sich vom AMS in beruflichen Fragen beraten zu lassen.
Die AMS-Frauenreferentinnen Monika Holzknecht und Kamila Simma