Burgenland, 02.03.2017

Der burgenländische Arbeitsmarkt im Feber 2017

Rückläufiger Arbeitslosentrend hält an - Auch Stellenmarkt und neuerlicher Beschäftigungsrekord stimmen zuversichtlich


Das Beschäftigungswachstum liegt im Burgenland im Vorjahresvergleich mit 1,7% im Spitzenfeld. Ende Feber 2017 soll  die Zahl der unselbständig Beschäftigten 97.000 (Schätzung*) betragen. Bundesweit werden insgesamt rund 3.571.000 unselbständig Beschäftigte erwartet (+55.000 bzw. +1,6% im Vergleich zum Vorjahr).
Im Feber nahmen 1.800 Arbeitslose mit Hilfe des AMS eine Beschäftigung auf. Im Durchschnitt beendeten sie ihre Arbeitslosigkeit nach 74 Tagen.
Ende Feber waren beim AMS Burgenland 13.111 Arbeitslose vorgemerkt (5.047 Frauen und 8.064 Männer). Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der rückläufige Arbeitslosentrend etwas verstärkt  (-2,3%).
Im Bundesländervergleich verzeichnet Tirol (-5,3%) das größte Minus an Jobsuchenden. Die positive Entwicklung bei den Jugend-lichen hat sich nochmals verstärkt (-12,5%). Bei den Älteren (+1,1%) hat sich der negative Trend stark abgeschwächt. Auf Bundesebene hat sich Arbeitslosigkeit auf hohem Niveau eingebremst (Stand: 400.619).

Ende Feber nahmen 2.064 BurgenländerInnen an Qualifizierungsangeboten des AMS teil (+32 bzw. +1,6% ggü. dem Vorjahr).  Die Zahl der Personen ohne Beschäftigung (inklusive SchulungsteilnehmerInnen) lag bei 15.175 (-275 bzw. -1,8% ggü. Vorjahr).

Manfred Breithofer, stv. Landesgeschäftsführer des AMS Burgenland, zur aktuellen Arbeitsmarktlage:
„Der am Jahresende im Burgenland feststellbare positive Trend bei den Arbeitslosenzahlen  setzt sich im Feber 2017 fort. Vor allem  die demografische Veränderung der burgenländischen  Bevölkerung macht sich zusehends bemerkbar. Während sich die Jugendarbeits-losigkeit deutlich zurückgeht, steigt die Arbeitslosigkeit älterer (50+) Personen. Aber auch hier kann das Burgenland (+1,1%) im Österreichvergleich (+6,8%) wesentlich besser abschneiden. Maßgeblichen Anteil daran hat sicherlich die Beschäftigungs-förderung des AMS Bgld, wo Ältere und Langzeitarbeitslose aufgrund zweckgebundener  Sonderbudgets im Fokus der Förder-aktivitäten stehen.“

Auffallende Trends bei der Entwicklung der Arbeitslosigkeit im Burgenland (im Vergleich zum Vorjahr):

• Im Bereich Handel (- 172 Arbeitslose), Bau (-69),  Land/Forst (-65),  Metall-Elektro (-53),  Büro (-52),  bzw. Bekleidung (-42)
• Bei Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen (+4,2%),  AusländerInnen (+7,4%) und Langzeitarbeitslosen (+9,6%)
• Weniger Arbeitslose in den Bezirken Oberwart (-6,8%),  Jennersdorf (-6,3%) und Neusiedl/See (-4,9%).
Die (geschätzte) Arbeitslosenquote (der Anteil der Arbeitslosen am gesamten Arbeitskräftepotenzial) lag mit 11,9% unterm Vorjahresniveau (12,3%) und saisonbedingt deutlich über dem Bundesschnitt (10,1%).

Der Bestand an offenen Stellen lag Ende Feber bei 786 und damit um 29,1% über dem Vorjahresniveau. Österreichweit ist das Stellenangebot ebenfalls stark gestiegen (+37,7%). Im Feber wurden rund 1.000 Stellen vom AMS Burgenland akquiriert – gleichzeitig an die 610 (+90 ggü. VJ) Stellen mit geeigneten Arbeitskräften besetzt. Die Besetzungsdauer betrug im Durchschnitt 24 Tage.

Ende Feber standen auf dem Lehrstellenmarkt 111 Lehrstellensuchende (+14 ggü. Vorjahr) insgesamt 54 offene Lehrstellen (+2 ggü. Vorjahr) gegenüber. Im Ausbildungsjahr 16/17 nehmen über 500 Jugendliche an einer Qualifizierung im Rahmen der Ausbildungsgarantie teil.