Burgenland, 10.02.2017

Der burgenländische Arbeitsmarkt im Jänner 2017

Weiterer Rückgang der Arbeitslosigkeit
Dynamischer Stellenmarkt und neuer Beschäftigungsrekord geben Hoffnung für künftige Entwicklung 

Das Beschäftigungswachstum liegt im Burgenland im Vorjahresvergleich mit 1,8% im Spitzenfeld. Ende Jänner 2017 soll  die Zahl der unselbständig Beschäftigten 96.000 (Schätzung*) betragen. Bundesweit werden insgesamt rund 3.543.000 unselbständig Beschäftigte erwartet (+55.000 bzw. +1,6% im Vergleich zum Vorjahr).
Im Jänner nahmen 1.240 Arbeitslose mit Hilfe des AMS eine Beschäftigung auf. Im Durchschnitt beendeten sie ihre Arbeitslosigkeit nach 78 Tagen.
Ende Jänner waren beim AMS Burgenland 14.023 Arbeitslose vorgemerkt (5.127 Frauen und 8.896 Männer). Im Vergleich zum Vorjahr konnte wieder ein leichtes Minus (-1,2%) ausgewiesen werden.
Im Bundesländervergleich verzeichnet Tirol (-5,3%) das größte Minus an Jobsuchenden. Deutlich rückläufig ist die Entwicklung bei den Jugendlichen (-8,8%). Bei den Älteren (+1,3%) hat sich der negative Trend stark abgeschwächt. Auf Bundesebene hat sich Arbeitslosigkeit ebenfalls auf hohem Niveau eingebremst (Stand: 422.262).
Ende Jänner nahmen 1.870 BurgenländerInnen an Qualifizierungsangeboten des AMS teil (+27 bzw. +1,5% ggü. dem Vorjahr).  Inklusive SchulungsteilnehmerInnen lag die Zahl der Personen ohne Beschäftigung bei 15.893 (-144 bzw. -0,9% ggü. Vorjahr).

Manfred Breithofer, stv. Landesgeschäftsführer des AMS Burgenland, zur aktuellen Arbeitsmarktlage:
Der am Jahresende im Burgenland feststellbare positive Trend punkto Arbeitslosigkeit hält auch 2017 an. Zum fünften Mal in Folge nimmt die Zahl der Menschen auf Jobsuche – wenn auch nur leicht - ab. Der Rückgang der Arbeitslosenquote um 0,3%-Punkte fiel auch im Jänner deutlich aus. Das absolute Niveau der Arbeitslosen inkl. SchulungsteilnehmerInnen ist mit 15.900 natürlich noch immer viel zu hoch.
Ein neuer Beschäftigungsrekord und der AMS-Stellenmarkt machen  das AMS sehr zuversichtlich was die weitere Zukunft betrifft. Mit aktuell fast 700 sofort verfügbaren offenen Stellen können wir um 27% mehr Jobs als vor einem Jahr anbieten. Allein im Jänner wurden von den MitarbeiterInnen des Service für Unternehmen 1.250 frei Stellen akquiriert. Gleichzeitig konnten an die 570 Stellen (ein Viertel mehr als im Vorjahr) mit geeigneten Arbeitskräften in nur 25 Tagen besetzt werden.“

Auffallende Trends bei der Entwicklung der Arbeitslosigkeit im Burgenland (im Vergleich zum Vorjahr):

• Im Bereich  Metall-Elektro (-27 Arbeitslose) , Bau (-53),  Tech-nikerInnen (- 28),  Büro (-39), Land/Forst (-56) bzw. Bekleidung (-36)
• Bei den AusländerInnen (+7,8%), Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen (+8,2%) und Langzeitarbeitslosen (+10,6%)
• Weniger Arbeitslose in den Bezirken Mattersburg (-2,7%), Oberwart (-3,8%) und Jennersdorf (-5,0%).

Die (geschätzte) Arbeitslosenquote (der Anteil der Arbeitslosen am gesamten Arbeitskräftepotenzial) lag mit 12,7% unter dem Vorjahresniveau (13,0%) und deutlich über dem Bundesschnitt (10,6%).

Der Bestand an offenen Stellen lag Ende Jänner bei 688 und damit um 27,2% über dem Vorjahresniveau. Österreichweit ist das Stellenangebot ebenfalls stark gestiegen (+35,1%). Im Jänner wurden rund 1.246 Stellen vom AMS Burgenland akquiriert – gleichzeitig an die 570 (+110 ggü. VJ) Stellen mit geeigneten Arbeitskräften besetzt. Die Besetzungsdauer betrug im Durchschnitt 25 Tage (-4Tage ggü. VJ).

Ende Jänner standen auf dem Lehrstellenmarkt 113 Lehrstellensuchende (-5 ggü. Vorjahr) insgesamt 41 offene Lehrstellen (3 ggü. Vorjahr) gegenüber. Derzeit nehmen an die 700 Jugendliche an einer Qualifizierung im Rahmen der Ausbildungsgarantie teil.