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Burgenland, 02.02.2012

Der burgenländische Arbeitsmarkt - Jänner 2012

Im Jahresvergleich 3.000 zusätzliche Jobs im Burgenland

Leichter Anstieg der Arbeitslosigkeit

Die Zahl der unselbständig beschäftigten BurgenländerInnen lag  Ende Jänner 2012 bei rund 90.000 (Schätzung*), was eine Zunahme um rund 3.000 bzw. 3,1% gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Bundesweit werden insgesamt 3,375.000 Personen in unselbständiger Beschäftigung erwartet (+ 52.000 ggü. Vorjahr). 
Im Berichtsmonat konnten rund 1.250 Arbeitslose mit Hilfe des AMS eine Beschäftigung aufnehmen. Im Durchschnitt dauerte deren Arbeitslosigkeit 59 Tage.

Ende Jänner waren beim AMS Burgenland 11.937 Arbeitslose vorgemerkt (4.198 Frauen und 7.739 Männer). Die Zahl der arbeitslosen BurgenländerInnen stieg im Vormonatsvergleich um 669 bzw. 5,9%.
Die Arbeitslosigkeit nahm im Jänner im Vergleich zum Vorjahr um 2,0% zu – vor allem bei den Frauen, mit über 50 Jahren und ausländischer Nationalität. Die Zahl der Arbeitslosen mit einer Einstellzusage (insgesamt 5.243) lag um 6,4% unter dem Vorjahresniveau. Auf Bundesebene war eine Zunahme der Arbeitslosigkeit um 8.443 bzw. 2,7% zu beobachten.
Ende Jänner nahmen 2.053 BurgenländerInnen an Qualifizierungsangeboten des AMS teil (um 19 Personen bzw. 0,9% mehr als im Vorjahr). Inkl. SchulungsteilnehmerInnen stieg somit die Zahl der Personen ohne Beschäftigung um 250 bzw. 1,8%.

Mag. Sengstbratl, Landesgeschäftsführerin des AMS Burgenland, zum Thema Qualifizierung:
„Personen die aktuell von Arbeitslosigkeit betroffen sind und mehr oder wenig größere Ausbildungsdefizite aufweisen, werden vom AMS Burgenland weiterhin entsprechende Angebote erhalten, wobei vermehrt auf höherwertige Qualifizierungen gesetzt wird. Dass sich die beruflichen Chancen mit einer Aus- und Weiter-bildungsmaßnahme merklich erhöhen, wird anhand der vorliegenden Fakten recht deutlich:  mehr als der Hälfte aller TeilnehmerInnen an vom AMS Burgenland geförderten Schulungsangeboten im abgelaufenem Jahr ist es innerhalb von drei Monaten gelungen, einen  Job zu finden.“
 
Auffallend haben sich folgende Bereiche  der Arbeitslosigkeit im Burgenland  im Vergleich zum Vorjahr entwickelt:
• Im Bezirk Jennersdorf (+ 13%) und Mattersburg (- 2,5%).
• Bei den Hilfs- (+ 156), den Reinigungsberufen (+ 67) und den Bereichen Gesundheit/Lehrberuf (+ 64) und Bau (- 55).
• Bei den 50 Jahre und älteren (+ 5,2% mehr Arbeitslose) und  den behinderten Personen (+ 7,6%).

Die (geschätzte) Arbeitslosenquote (der Anteil der Arbeitslosen am gesamten Arbeitskräftepotenzial) lag mit 11,7% über dem Bundesschnitt (8,6%).

Der Bestand an offenen Stellen lag Ende Jänner bei 408, das waren um 16,4% weniger Jobangebote als im Vorjahr. Österreichweit hat sich das Stellenangebot um 13,9% reduziert. Im Jänner wurden vom AMS Bgld an die 500 Stellen mit geeigneten Arbeitskräften besetzt. Die Besetzungsdauer betrug im Durchschnitt 21 Tage.

Ende Jänner standen auf dem Lehrstellenmarkt den 120 Lehrstellensuchenden (- 30 ggü. dem Vorjahr) insgesamt 46 offene Lehrstellen (+ 3 ggü. dem Vorjahr) gegenüber. Die  Ausbildungslücke konnte mit dem Auffangnetz im Vergleich zu den Vormonaten deutlich reduziert werden.