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Burgenland, 02.03.2012
Der burgenländische Arbeitsmarkt - Feber 2012
Im Jahresvergleich 2.500 zusätzliche Jobs im Burgenland
Verstärkter Anstieg der Arbeitslosigkeit
Die Zahl der unselbständig beschäftigten BurgenländerInnen lag Ende Feber 2012 bei rund 91.000 (Schätzung*), was eine Zunahme um rund 2.500 bzw. 2,8% gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Bundesweit werden insgesamt 3,400.000 Personen in unselb-ständiger Beschäftigung erwartet (+ 57.000 ggü. Vorjahr).
Im Berichtsmonat konnten rund 1.560 Arbeitslose mit Hilfe des AMS eine Beschäftigung aufnehmen. Im Durchschnitt dauerte deren Arbeitslosigkeit 62 Tage.
Ende Feber waren beim AMS Burgenland 11.520 Arbeitslose vorgemerkt (3.983 Frauen und 7.537 Männer). Die Zahl der arbeitslosen BurgenländerInnen sank im Vormonatsvergleich um 417 bzw. 3,5%.
Die Arbeitslosigkeit nahm im Feber im Vergleich zum Vorjahr um 4,5% zu – vor allem bei den Männern und bei den über 50 Jährigen. Die Zahl der Arbeitslosen mit einer Einstellzusage (insgesamt 5.027) lag um 1,5% unter dem Vorjahresniveau. Auf Bundesebene war eine Zunahme der Arbeitslosigkeit um 17.806 bzw. 6,1% zu beobachten.
Ende Feber nahmen 2.303 BurgenländerInnen an Qualifizierungsangeboten des AMS teil (um 199 Personen bzw. 9,5% mehr als im Vorjahr). Inkl. SchulungsteilnehmerInnen stieg somit die Zahl der Personen ohne Beschäftigung um 700 bzw. 5,3%.
Mag. Sengstbratl, Landesgeschäftsführerin des AMS Burgenland, zum Thema Qualifizierung:
„Trotz leichter Verschlechterung der Bedingungen am bgld. Arbeitsmarkt aufgrund der steigenden Arbeitslosigkeit zum Vorjahr kann man davon ausgehen, dass der Höhepunkt der Saisonarbeitslosigkeit bereits überschritten ist. Mehr als zwei von fünf Arbeitslosen haben bereits wieder eine konkrete Einstellzusage. Bedingt durch die extreme Kälte im Feber ist es auch am Bau zu einer merklichen Zunahme der Arbeitslosigkeit gekommen.“
Auffallend haben sich folgende Bereiche der Arbeitslosigkeit im Burgenland im Vergleich zum Vorjahr entwickelt:
• Im Bezirk Jennersdorf (+ 12,8%) und Eisenstadt (+ 12,1%).
• Bei den Hilfs- (+ 156) , den Bau- (+ 110), den Büro- (+ 57) und den Gesundheitsberufen (+ 49).
• Bei den 50 Jahre und älteren (+ 11,1% mehr Arbeitslose) und den behinderten Personen (+ 8,6%).
Die (geschätzte) Arbeitslosenquote (der Anteil der Arbeitslosen am gesamten Arbeitskräftepotenzial) lag mit 11,2% über dem Bundesschnitt (8,4%).
Der Bestand an offenen Stellen lag Ende Feber bei 405, das waren um 31,2% weniger Jobangebote als im Vorjahr. Österreichweit hat sich das Stellenangebot um 13,2% reduziert. Im Feber wurden vom AMS Bgld an die 580 Stellen mit geeigneten Arbeitskräften besetzt. Die Besetzungsdauer betrug im Durchschnitt 21 Tage.
Ende Feber standen auf dem Lehrstellenmarkt den 120 Lehrstellensuchenden (+ 7 ggü. dem Vorjahr) insgesamt 57 offene Lehrstellen (gleich wie Vorjahr) gegenüber. Die Ausbildungslücke konnte mit dem Auffangnetz im Vergleich zu den Vormonaten deutlich reduziert werden. Nach wie vor besteht eine überbetriebliche Ausbildungsgarantie für alle Jugendlichen ohne Lehrstelle.



