Der Kärntner Arbeitsmarkt

wichtige Arbeitsmarktdaten kurz gefasst

Monatsbericht

  Der positive Trend hällt an

Die Anzahl der unselbständig Beschäftigten wird in Kärnten voraussichtlich um 1,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert zunehmen; im Bundesdurchschnitt kommt es voraussichtlich ebenfalls zu einer Steigerung um 1,7%.

Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres hat die Arbeitslosigkeit insgesamt um 7,4 Prozent abgenommen (Österreich – 4,9%).

Bei den Männern kommt es zu einer Abnahme der Arbeitslosigkeit um 8,9%; Frauen verzeichnen einen Rückgang von 5,7%.

Die Arbeitslosenquote wird voraussichtlich um 0,7 Prozentpunkte geringer sein als im Vergleichsmonat des Vorjahres (Beschäftigtendaten liegen nur als Schätzung vor) und liegt im Berichtsmonat bei 8,8% (Österreich 8,0%).

Abnahmen waren bei den Männern vor allem im Bereich Bau, Metall/Elektro, bei den Hilfsberufen sowie bei den Maschinisten, Handel und Verkehr gegeben. Zu geringen Zunahmen der Arbeitslosigkeit (jeweils ausgewählte Bereiche) kam es bei den sonstigen Diensten und bei den Reinigungsberufen.

Bei den vorgemerkten arbeitslosen Frauen kommt es vor allem bei den Büro-, Handels- und Lehr-/Kulturberufen sowie im Fremdenverkehr und bei den Hilfsberufen zu einem Rückgang; Geringe Steigerungen waren am Bau zu verzeichnen.

Die Jugendarbeitslosigkeit hat insgesamt um 15,5% abgenommen (in Österreich minus 16,0%), bei den bis 19-Jährigen konnte die Arbeitslosigkeit um 29,4% verringert werden (Österreich -21,3%).
Bei den Älteren Arbeitslosen kommt es zu einem Anstieg von 0,2% (Österreich +4,2%).

Bei den Langzeitarbeitslosen über 6 Monate kommt es zu einer Abnahme der Arbeitslosigkeit um 466 Personen (-5,5%); bei den über ein Jahr Vorgemerkten zu einem Anstieg von 49 Personen (+1,2%).

Eine Erhöhung der offenen Stellen wird vor allem im Fremdenverkehr, Metall/Elektrobereich, Bau, Handel sowie bei den Verkehrs- und Büroberufen vermerkt. Ein Rückgang bei den offenen Stellen ist bei den sonstigen Diensten (Wächter/innen) und Technikern gegeben. Insgesamt verzeichnet Kärnten im Berichtsmonat ein Plus von 989 offenen Stellen (+34,0%); Österreich verzeichnet bei den offenen Stellen ein Plus 43,9%.

Vorgemerkte Lehrstellensuchende verzeichnen eine Zunahme um 20,5%. Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres gibt es um 50,0% mehr offene Lehrstellen.
Der Stellenandrang (Lehrstellensuchende pro offener Lehrstelle) liegt bei 1,4 (Vorjahr 1,7).

Insgesamt befanden sich im Berichtsmonat 3.361 Personen in Schulungsmaßnahmen (+108 / +3,3%); Österreich 76.489 (+5.408 /+7,6%);

 

Monatsbericht Juni2017

Halbjahresbericht 2016

 Verhaltene erste Halbzeit

Die Anzahl der unselbständig Beschäftigten wird in Kärnten voraussichtlich um 1,0 Prozent (+1.999) gegenüber dem Vorjahreswert zunehmen; im Bundesdurchschnitt kommt es voraussichtlich ebenfalls zu einer Steigerung um 1,5%.

Gegenüber dem Vergleichszeitraum (Jänner bis Juni) des Vorjahres hat die Arbeitslosigkeit insgesamt um 0,3 Prozent zugenommen (Österreich plus 1,8%).

Bei den Männern kommt es zu einer Abnahme der Arbeitslosigkeit um 1,8%;  Frauen verzeichnen einen Anstieg von 3,3%.

Die Arbeitslosenquote wird voraussichtlich um 0,1 Prozentpunkte geringer sein als im Vergleichszeitraum des Vorjahres (Beschäftigtendaten von Juni liegen nur als Schätzung vor) und liegt im ersten Halbjahr bei 11,6% (Österreich 9,4%).

Abnahmen waren bei den Männern vor allem im Bereich Bau, Metall/Elektro, sowie Holz und Technik gegeben. Zu einer Zunahme der Arbeitslosigkeit (ausgewählte Bereiche) kam es bei den Büroberufen sowie bei den Lehr-/Kulturberufen.

Bei den vorgemerkten arbeitslosen Frauen kommt es vor allem bei den Hilfsberufen zu einem Rückgang; Steigerungen waren überwiegend im Handel, im Lehr/Kulturbereich, sowie bei den Büro- und Reinigungsberufen zu verzeichnen.

Die Jugendarbeitslosigkeit hat insgesamt um 5,4% abgenommen (in Österreich minus 3,6%), bei den bis 19-Jährigen konnte die Arbeitslosigkeit um -8,7% verringert werden (Österreich -4,8%).
Bei den Älteren Arbeitslosen kommt es zu einem Anstieg von 3,9% (Österreich +6,1%).

Bei den Langzeitarbeitslosen über 6 Monate kommt es zu einer Zunahme der Arbeitslosigkeit um 995 Personen (+13,7%); bei den über ein Jahr Vorgemerkten zu einem Anstieg von 1.293 Personen (+48,3%).

Eine Erhöhung der offenen Stellen wird im Metall/Elektrobereich, am Bau, im Bereich Holz sowie im Fremdenverkehrsbereich vermerkt. Ein Rückgang bei den offenen Stellen ist geringfügig bei den Reinigungsberufen und in der Land- und Forstwirtschaft gegeben. Insgesamt verzeichnet Kärnten im ersten Halbjahr ein Plus von 441 offenen Stellen (+24,5%); der Anteil der offenen Stellen im Bereich Arbeitskräfteüberlassung liegt in Kärnten bei 41,3%; Österreich verzeichnet bei den offenen Stellen ein Plus 43,0%.

Vorgemerkte Lehrstellensuchende verzeichnen eine Zunahme um 1,4%. Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres gibt es um 13,1% mehr offene Lehrstellen.
Der Stellenandrang (Lehrstellensuchende pro offener Lehrstelle) liegt bei 2,0 (Vorjahr 2,3).

Insgesamt befanden sich im Berichtsmonat 3.226 Personen in Schulungsmaßnahmen (-354 / -9,9%); Österreich 69.209 (+2.867 / +4,3%);


Halbjahresbericht 2016

Jahresbericht 2016

 

Erhöhte Aufmerksamkeit um Chancen nutzen zu können

2016 war ein Jahr der verbesserten Chancen am Arbeitsmarkt.
Diese positive Entwicklung zieht sich quer durch alle Branchen. Es gab eine Zunahme bei den offenen Stellen, gleichzeitig bedeuten 207.480 Beschäftigte einen Beschäftigungsrekord für Kärnten. Damit wurde der bisherige Höchststand aus dem Wirtschaftsboom-Jahr 2008 getoppt.
Erstmals seit 2011 ist die Arbeitslosigkeit in unserem Bundesland – entgegen der Prognosen – wieder gesunken. Über das Jahr gerechnet waren beim AMS Kärnten 25.463 Personen arbeitsuchend gemeldet, hinzu kommen 3.076 Personen in Schulung. Zusammen macht das 28.539 Menschen – ein Rückgang von 1,5%. Die Arbeitslosenquote bleibt jedoch mit 10,9% auf hohem Niveau.
Besonders erfreulich ist, dass die Jugendarbeitslosigkeit weiter sinkt. Seit nunmehr drei Jahren nimmt die Jugend einen besonderen Stellenwert in unserer Strategie ein, und diesen Kurs setzen wir fort. Denn es ist wesentlich, junge Menschen auf ihrem Weg in den Beruf bestmöglich zu unterstützen, sie zu qualifizieren und ihnen allen einen uneingeschränkten und chancengleichen Zugang zu Bildung oder Arbeit zu ermöglichen.

2016 war auch ein Jahr, das uns vor besondere Herausforderungen gestellt hat.
Immer mehr ältere Personen fanden keine Arbeit, über 40% von ihnen sind in die Langzeitarbeitslosigkeit abgeglitten. In den vergangenen zehn Jahren hat sich die Zahl der Langzeitarbeitslosen in Kärnten versiebenfacht. Betroffen sind insbesondere Menschen über 55 Jahre, Personen mit geringer Ausbildung oder mit gesundheitlichen Einschränkungen. Älteren Arbeitslosen und Langzeitarbeitslosen Chancen zu eröffnen und sie wieder in Beschäftigung zu bringen, bleibt die Herausforderung der nächsten Jahre.
Hinsichtlich der Personengruppe der Asylberechtigten und Subsidiär Schutzbedürftigen hat sich das AMS Kärnten eng mit Partnern vernetzt und ein umfassendes Programm für ihre Integration am Arbeitsmarkt auf die Beine gestellt. Beispiele wären der Kompetenzencheck oder das Integrationsprojekt von Lehrstellensuchenden in Kärntner Industriebetrieben. Die verstärkte Integration von MigrantInnen wird uns 2017 als Schwerpunkt ebenfalls weiter begleiten.

Wir haben 2016 viel erreicht.
Das wäre nicht gelungen, ohne den Einsatz und das persönliche Engagement unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Vielen Dank für die verantwortungsvoll geleistete Arbeit. Unsere Landesorganisation hat es dadurch 2016 auf Rang zwei im österreichweiten Ranking geschafft. Die Regionalstellen St. Veit und Hermagor belegen Top-Plätze im Bundesländervergleich; und unsere ServiceLine ist erneut die beste in Österreich. Gratulation zu diesen Leistungen.

Wir danken aber auch den Kärntner Unternehmerinnen und Unternehmern. Immer wieder gelingt es uns, gemeinsame Schwerpunkte und Initiativen für den Arbeitsmarkt zu initiieren. Nicht zuletzt gilt unser Dank den Sozialpartnern, dem Land Kärnten, den Bildungseinrichtungen und Beschäftigungsträgern für ihre Unterstützung und die professionelle Zusammenarbeit.

Franz Zewell                                                   Mag. Peter Wedenig
Landesgeschäftsführer AMS Kärnten              stv. Landesgeschäftsführer

Jahresbericht 2016