Der Kärntner Arbeitsmarkt

wichtige Arbeitsmarktdaten kurz gefasst

Monatsbericht

 Trotz Beschäftigungssteigerung bleibt die Arbeitslosigkeit hoch

Die Anzahl der unselbständig Beschäftigten wird in Kärnten voraussichtlich um 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert zunehmen; im Bundesdurchschnitt kommt es voraussichtlich ebenfalls zu einer Steigerung um 1,8%.

Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres hat die Arbeitslosigkeit insgesamt um 2,7 Prozent abgenommen (Österreich – 1,7%).

Bei den Männern kommt es zu einer Abnahme der Arbeitslosigkeit um 3,2%;  Frauen verzeichnen einen Rückgang von 2,0%.

Die Arbeitslosenquote wird voraussichtlich um 0,4 Prozentpunkte geringer sein als im Vergleichsmonat des Vorjahres (Beschäftigtendaten liegen nur als Schätzung vor) und liegt im Berichtsmonat bei 13,6% (Österreich 10,3%).

Abnahmen waren bei den Männern vor allem im Bereich Bau, Metall/Elektro,  Verkehr, bei den Technikern, sowie bei den  Maschinisten- und  Holzberufen gegeben. Zu einer Zunahme der Arbeitslosigkeit (jeweils ausgewählte Bereiche) kam es bei den Fremdenverkehrs- und Büroberufen.

Bei den vorgemerkten arbeitslosen Frauen kommt es vor allem bei den Büro- und Lehr/Kulturberufen zu einem Rückgang; Steigerungen waren überwiegend im Fremdenverkehr zu verzeichnen.

Die Jugendarbeitslosigkeit hat insgesamt um 11,7% abgenommen (in Österreich minus 8,5%), bei den bis 19-Jährigen konnte die Arbeitslosigkeit um 21,9% verringert werden (Österreich -12,1%).
Bei den Älteren Arbeitslosen kommt es zu einem Anstieg von 3,0% (Österreich +4,9%).

Bei den Langzeitarbeitslosen über 6 Monate kommt es zu einer Zunahme der Arbeitslosigkeit um 66 Personen (+0,8%); bei den über ein Jahr Vorgemerkten zu einem Anstieg von 416 Personen (+10,5%).

Eine Erhöhung der offenen Stellen wird vor allem im Bereich Handel, bei den Lehr/Kulturberufen sowie im Fremdenverkehr und bei den Technikern vermerkt. Ein Rückgang bei den offenen Stellen ist bei den Bau- und Metall/Elektroberufen, bei den sonstigen Diensten sowie Hilfsberufen gegeben. Insgesamt verzeichnet Kärnten im Berichtsmonat ein Plus von 15 offenen Stellen (+0,9%); Österreich verzeichnet bei den offenen Stellen ein Plus 42,0%.

Vorgemerkte Lehrstellensuchende verzeichnen eine Abnahme um 1,6%. Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres gibt es um 23,8% mehr offene Lehrstellen.
Der Stellenandrang (Lehrstellensuchende pro offener Lehrstelle) liegt bei 3,2 (Vorjahr 4,0).

Insgesamt befanden sich im Berichtsmonat 2.432 Personen in Schulungsmaßnahmen (+114 / +4,9%); Österreich 60.740 (+2.819 /+4,9%);

 

Monatsbericht Dezember 2016

Halbjahresbericht 2016

 Verhaltene erste Halbzeit

Die Anzahl der unselbständig Beschäftigten wird in Kärnten voraussichtlich um 1,0 Prozent (+1.999) gegenüber dem Vorjahreswert zunehmen; im Bundesdurchschnitt kommt es voraussichtlich ebenfalls zu einer Steigerung um 1,5%.

Gegenüber dem Vergleichszeitraum (Jänner bis Juni) des Vorjahres hat die Arbeitslosigkeit insgesamt um 0,3 Prozent zugenommen (Österreich plus 1,8%).

Bei den Männern kommt es zu einer Abnahme der Arbeitslosigkeit um 1,8%;  Frauen verzeichnen einen Anstieg von 3,3%.

Die Arbeitslosenquote wird voraussichtlich um 0,1 Prozentpunkte geringer sein als im Vergleichszeitraum des Vorjahres (Beschäftigtendaten von Juni liegen nur als Schätzung vor) und liegt im ersten Halbjahr bei 11,6% (Österreich 9,4%).

Abnahmen waren bei den Männern vor allem im Bereich Bau, Metall/Elektro, sowie Holz und Technik gegeben. Zu einer Zunahme der Arbeitslosigkeit (ausgewählte Bereiche) kam es bei den Büroberufen sowie bei den Lehr-/Kulturberufen.

Bei den vorgemerkten arbeitslosen Frauen kommt es vor allem bei den Hilfsberufen zu einem Rückgang; Steigerungen waren überwiegend im Handel, im Lehr/Kulturbereich, sowie bei den Büro- und Reinigungsberufen zu verzeichnen.

Die Jugendarbeitslosigkeit hat insgesamt um 5,4% abgenommen (in Österreich minus 3,6%), bei den bis 19-Jährigen konnte die Arbeitslosigkeit um -8,7% verringert werden (Österreich -4,8%).
Bei den Älteren Arbeitslosen kommt es zu einem Anstieg von 3,9% (Österreich +6,1%).

Bei den Langzeitarbeitslosen über 6 Monate kommt es zu einer Zunahme der Arbeitslosigkeit um 995 Personen (+13,7%); bei den über ein Jahr Vorgemerkten zu einem Anstieg von 1.293 Personen (+48,3%).

Eine Erhöhung der offenen Stellen wird im Metall/Elektrobereich, am Bau, im Bereich Holz sowie im Fremdenverkehrsbereich vermerkt. Ein Rückgang bei den offenen Stellen ist geringfügig bei den Reinigungsberufen und in der Land- und Forstwirtschaft gegeben. Insgesamt verzeichnet Kärnten im ersten Halbjahr ein Plus von 441 offenen Stellen (+24,5%); der Anteil der offenen Stellen im Bereich Arbeitskräfteüberlassung liegt in Kärnten bei 41,3%; Österreich verzeichnet bei den offenen Stellen ein Plus 43,0%.

Vorgemerkte Lehrstellensuchende verzeichnen eine Zunahme um 1,4%. Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres gibt es um 13,1% mehr offene Lehrstellen.
Der Stellenandrang (Lehrstellensuchende pro offener Lehrstelle) liegt bei 2,0 (Vorjahr 2,3).

Insgesamt befanden sich im Berichtsmonat 3.226 Personen in Schulungsmaßnahmen (-354 / -9,9%); Österreich 69.209 (+2.867 / +4,3%);


Halbjahresbericht 2016

Jahresbericht 2015

 Chancengleichen Zugang zum Arbeitsmarkt ermöglichen

2015 war ein Jahr der besonderen Herausforderungen: Die Kombination aus einem zu geringen Wirtschaftswachstum und einem wachsenden Arbeitskräftepotenzial ließ die Arbeitslosenquote im Jahresschnitt um 0,3 Prozentpunkte auf 11,1 Prozent ansteigen. 25.670 Menschen hatten keine Arbeit, 205.266 Personen befanden sich in Beschäftigung. Damit gab es 2015 um 754 ArbeitnehmerInnen mehr als noch im Vorjahr, gleichzeitig befanden sich aber 1.004 Menschen mehr auf Arbeitssuche.
Das vergangene Jahr hat auch eine Zunahme bei den offenen Stellen gebracht. Es zeigt sich quer durch alle Branchen, dass die Chancen zunehmen – insbesondere für gut ausgebildete Menschen. Personen ohne Berufsabschluss finden hingegen oft nur schwer (wieder) einen Job. Daher setzt das AMS Kärnten weiter stark auf die Qualifizierung von Arbeitsuchenden und investiert 40,7 Millionen Euro in entsprechende Maßnahmen wie zertifizierte, unternehmensnahe Fachkurse. Das ist mehr als die Hälfte des Budgets für 2016 von 76,2 Millionen Euro. Denn Statistiken, Studien und unsere Erfahrung belegen: Aus- und Weiterbildung ist die beste Versicherung gegen Arbeitslosigkeit.
Der demographische Wandel wirkt sich zunehmend auf die Strategie des AMS aus. Auf der einen Seite wird die Bevölkerung älter: Immer mehr Menschen müssen länger im Erwerbsleben bleiben. Somit rückt die „Gruppe 50 +“ zunehmend in unseren Fokus. Im Jahresdurchschnitt hatten 7.178 über 50-Jährige keinen Job. Das ist ein Plus von 8,3 Prozent. Auch ist der Anteil der Langzeitarbeitslosen in dieser Gruppe hoch. Gerade Menschen über 55 Jahren fällt der Wiedereinstieg oft schwer, besonders dann, wenn noch gesundheitliche Probleme dazukommen. Auch treffen sie mitunter auf Vorurteile seitens der Wirtschaft. Mit Beschäftigungsbeihilfen wie dem „Programm 50 +“ und gezielten Weiterbildungen sollen ältere Personen zurück in den Arbeitsmarkt finden.
Auf der anderen Seite nimmt die Zahl der Jugendlichen kontinuierlich ab. Betrachtet man die Entwicklung der Wohnbevölkerung in Kärnten bei den bis 14-Jährigen, so verzeichnen wir von 1995 bis 2015 ein Minus von 26,7 Prozent. Damit liegen wir beachtlich negativ über dem Österreichschnitt von Minus 13,4 Prozent. Wir haben im AMS Kärnten 2014 erstmals das „Jahr der Jugend“ ausgerufen und setzen diesen Kurs seither fort. Erfreuliches Resultat: Im Bundesländervergleich verzeichnet Kärnten 2015 den stärksten Rückgang der Arbeitslosigkeit bei den 15- bis 19-Jährigen. Es ist von großer Bedeutung, allen Jugendlichen einen uneingeschränkten und chancengleichen Zugang zu Bildung und Arbeit zu ermöglichen - um sie bestmöglich zu unterstützen, zu qualifizieren und um sie so in Kärnten zu halten. 
Wir wollen an dieser Stelle aber auch „Danke“ sagen: Danke an alle MitarbeiterInnen des AMS Kärnten für die verantwortungsvoll geleistete Arbeit. Und Gratulation: Denn der Einsatz unserer MitarbeiterInnen hat maßgeblich dazu beigetragen, dass das AMS Kärnten auf den 2. Platz beim Performancevergleich der Landesorganisationen vorgerückt ist. Sowohl die Regionalstelle Hermagor, als auch die Serviceline Kärnten konnten in ihren Kategorien österreichweit den ersten Platz erzielen. Wir bedanken uns auch bei den Sozialpartnern, dem Land Kärnten und allen Bildungseinrichtungen und Beschäftigungsträgern für ihr Engagement und die gute Zusammenarbeit.  

Franz Zewell                                                   Mag. Peter Wedenig
Landesgeschäftsführer AMS Kärnten              stv. Landesgeschäftsführer

Jahresbericht 2015