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Kärnten, 10.07.2008

Mehr Beschäftigte, weniger Arbeitslose: positive Halbjahresbilanz für Kärntner Arbeitsmarkt

Eine durchaus erfreuliche Bilanz zieht das Arbeitsmarktservice Kärnten (AMS) über die arbeitsmarktpolitische Entwicklung im ersten Halbjahr 2008. So konnte zum einen die Arbeitslosigkeit deutlich gesenkt werden. Durchschnittlich waren in diesem Zeitraum 7,3 Prozent Arbeitslose weniger (minus 1.288 auf 16.271 Personen) vorgemerkt als im ersten Halbjahr des Vorjahres. Zum anderen hat die Beschäftigung kräftig zugenommen. So gingen im Schnitt 206.273 Personen einer unselbstständigen Beschäftigung nach, das sind um 2,6 Prozent mehr als 2007. Kärnten liegt mit dieser Entwicklung im Österreichtrend, hier gab es im ersten Halbjahr ein Beschäftigungsplus von 2,7 Prozent (3.393.538 Beschäftigte) und 214.267 Personen waren ohne Job (-8,9 Prozent, -20.805 Personen).
Die Arbeitslosenquote konnte im ersten Halbjahr um 0,7 Prozentpunkte auf 7,3 Prozent gesenkt werden (Österreich: minus 0,7 Prozentpunkte auf 5,9 Prozent).Das erweiterte Beschäftigungsangebot hat sich besonders beim Rückgang der Arbeitslosigkeit bei Männern ausgewirkt (minus 9,7 Prozent, bei Frauen minus 4,1 Prozent). Die höchsten Rückgänge verzeichneten hier die Berufsgruppen Bau, Metall/Elektro, Holz, Verkehr, Büroberufe, Gastgewerbe und Handelsberufe.

Jugendarbeitslosigkeit stark gesunken
Für Jugendliche hat sich der Arbeitsmarkt im Vergleich zum Vorjahr sehr günstig entwickelt. So waren um 10,5 Prozent weniger jobsuchende Jugendliche vorgemerkt (minus 269 auf 2.285 Personen), Österreich: -10,3 Prozent, 32.348 vorgemerkte arbeitslose Jugendliche. Auch der Lehrstellenmarkt hat sich ausgeglichen gezeigt, auf eine offene Lehrstelle kamen 0,9 Lehrstellensuchende (+ 0,1 Prozentpunkte).
Besonders die Maßnahmen für Jugendliche und Ältere haben ihre Wirkung gezeigt, bei den Älteren konnte ein stärkerer Anstieg der Arbeitslosigkeit verhindert werden. Hier gab es einen geringfügigen Anstieg der Arbeitslosen über 50 Jahre von 0,1 Prozent auf  3.530 Personen.
Es ist außerdem gelungen, dem seit rund zwei Jahren stark spürbaren Facharbeitermangel zu begegnen: hier konnte die Facharbeiterlücke um mehr als die Hälfte reduziert werden.
Mag. Josef Sibitz, Landesgeschäftführer des AMS Kärnten: „Auch wenn die Konjunktur mitgeholfen hat, hat der gezielte Einsatz der arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen dieses gute Gesamtergebnis maßgeblich beeinflusst.“

Halbjahresbilanz Arbeitsmarkt Kärnten