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Kärnten, 01.03.2010
Territorialer Beschäftigungspakt für Kärnten
Maßnahmenpaket 2010
Der territoriale Beschäftigungspakt (TEP) Kärnten systematisiert die beschäftigungspolitische Zusammenarbeit zwischen dem Arbeitsmarktservice Kärnten (AMS) und dem Land Kärnten mit dem Ziel einer akkordierten Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik zur Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen.
„Der territoriale Beschäftigungspakt ist gerade in wirtschaftsschwachen Zeiten ein wichtiges Instrument mit dem Kräfte und Gelder gebündelt für den Arbeitsmarkt eingesetzt werden. Die zusätzlichen Qualifizierungs- und Aktivierungsprogramme des Beschäftigungspaktes haben sich als Instrumente zur Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt bewährt“, so Mag. Josef Sibitz, Landesgeschäftsführer des AMS Kärnten.
„In diesem Jahr werden wir einerseits bewährte Maßnahmen der vergangenen Jahre fortführen, andererseits neue Projekte wie zum Beispiel den gesamten ESF SP 3b-Programmbereich initiieren, um damit auf die aktuellsten Bedürfnisse des Arbeitsmarktes zu reagieren. Der Territoriale Beschäftigungspakt beinhaltet neben der arbeitsmarktpolitischen auch eine wichtige soziale Komponente, dem wir speziell mit den ESF-Projekten Rechnung tragen“, so LH-Stv. DI Uwe Scheuch, Arbeitsmarktreferent des Landes Kärnten.
Auch Landesrat Christian Ragger, Sozialreferent des Landes betont, dass neben den arbeitsmarktpolitischen die sozialen Anliegen berücksichtigt werden müssen: „Durch die Sozialökonomischen Betriebe stellen wir insgesamt 120 marktnahe, aber doch relativ geschützte, befristete Arbeitsplätzen zur Verfügung, welche die Integration schwer vermittelbarer Personen in den Arbeitsmarkt fördern sollen.“
Das Gesamtfinanzvolumen des TEP- Programms im Jahr 2010 beträgt 38,74 Millionen Euro (AMS € 20,55 Mio., Land € 8,39 Mio., ESF € 0,98 Mio., Andere* € 7,78 Mio, Eigenerl. € 2,22 Mio. ) und ist für 7.645 Plätze konzipiert.
Besondere Schwerpunkte 2010:
Die Verbesserung der Arbeitsmarktchancen für Jugendliche, Langzeitarbeitslose, Ältere und Frauen stehen im Mittelpunkt der Maßnahmen des TEP-Programms. 2010 wird das Gemeinde-Sonderprogramm ausgebaut, es gibt neue Qualifizierungs- und Beschäftigungsprogramme für Jugendliche und es werden gezielt innovative Maßnahmen zur Verbesserung der Erwerbschancen von arbeitsmarktfernen Personen gefördert.
Für Jugendliche werden 6,7 Millionen Euro aufgewandt (AMS € 3,6 Mio., Land € 2,8 Mio., Andere € 0,2 Mio.). 836 Plätze stehen dabei zur Verfügung. Die Schwerpunkte bilden die Projekte „Jobs für die Jugend“ für junge FacharbeiterInnen (100 Plätze), „Start ins Berufsleben“ (120 Plätze), Jugend am Werk (160 Plätze) und ein Projekt für gering qualifizierte Jugendliche und für MaturantInnen und AkademikerInnen (292 Plätze).
Ein weiteres Maßnahmenpaket widmet sich der (Re-)Integration arbeitsmarktferner Personen in den Arbeitsmarkt im Rahmen des ESF 3b Beschäftigungsprogramms. 191 Langzeitarbeitslose und Personen mit Migrationshintergrund sollen davon profitieren. 2,39 Millionen Euro (ESF € 0,98 Mio. Land € 0,52 Mio., AMS € 0,42 Mio., Andere € 0,45 Mio.) werden dabei für Qualifizierungsförderungen und die Entwicklung und Erprobung neuer Maßnahmen (Projekt „Frohnatur“, „Works Wolfsberg“, Projekt "MOWIJOB - modularer Wiedereinstieg ins Berufsleben", Radwegpflege) aufgewandt.
Nähere Infos: http://www.pakte.at/
*Andere: Bundessozialamt, Wirtschaftskammer, Arbeiterkammer, Österreichischer Gewerkschaftsbund, Industriellenvereinigung



