Der Kärntner Arbeitsmarkt

wichtige Arbeitsmarktdaten kurz gefasst

Monatsbericht

Rückgang der Arbeitslosigkeit bei den Männern, Anstieg bei den Frauen

Die Beschäftigung (Schätzung) ist in Kärnten gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 0,9 Prozent gestiegen; im Bundesdurchschnitt wird eine Steigerung um 1,6% erwartet;

Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres hat die Arbeitslosigkeit insgesamt um 1,1 Prozent zugenommen; (Österreich +2,7%);

Während bei den Männern die Arbeitslosigkeit abgenommen hat (-2,1%), stieg die Arbeitslosigkeit bei den Frauen um 7,6%;

Die Arbeitslosenquote wird gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres (Beschäftigtendaten liegen nur als Schätzung vor) voraussichtlich um 0,1 Prozentpunkte steigen und liegt im Berichtsmonat bei 12,7%; Österreich 8,6%;

Bei den Männern kommt es zu einer Reduktion der Arbeitslosigkeit in den Bereichen Bau, Metall/Elektro, Technik sowie bei den Gesundheitsberufen;
Zugänge sind vor allem bei den Hilfsberufen im Handel und im Fremdenverkehr zu verzeichnen;

Bei den vorgemerkten arbeitslosen Frauen kommt es mit Ausnahme im Produktionsbereich Bekleidung, Chemie sowie bei den Technikerinnen in allen anderen Berufsbereichen zu einem Anstieg der Vormerkungen;

Die Jugendarbeitslosigkeit hat um 0,6% zugenommen; Österreich plus 3,0%;
Bei den Älteren Arbeitslosen kommt es zu einem Anstieg von 6,6%; Österreich +6,8%;

Weiter gesenkt werden konnte die Langzeitarbeitslosigkeit bei den über 12 Monate Vorgemerkten -26,4%; bei den über 6 Monate Vorgemerkten kommt es zu einem Rückgang von -0,8%;

Insgesamt kommt es in allen Berufsbereichen zu einem Rückgang bei den offenen Stellen; besonders betroffen sind dabei die Hilfsberufe, Fremdenverkehr, Technik, Gesundheit und der Handel; in Kärnten kommt es insgesamt zu einer Reduktion der offenen Stellen um 25,2%; Österreich minus 13,9%

Vorgemerkte Lehrstellensuchende verzeichnen eine Abnahme um 4,7%;
gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres gibt es um 23,5% weniger offene Lehrstellen;
der Stellenandrang (Lehrstellensuchende pro offener Lehrstelle) liegt bei 2,0 (Vorjahr 1,6);

Insgesamt befanden sich im Berichtsmonat 3.323 Personen in Schulungsmaßnahmen
(-337 / -9,2%); Österreich 66.271 (-2.916 / -4,2%);

Monatsbericht Jänner 2012

Halbjahresbericht 2011

Im ersten Halbjahr 2011 überwiegt eine positive Arbeitsmarktentwicklung

HalbjahresberichtDie Beschäftigung ist in Kärnten gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres (Jänner bis Juni) um 1,3 Prozent gestiegen; im Bundesdurchschnitt hat die Beschäftigung um 1,8% zugenommen;

Die Arbeitslosigkeit ist gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 3,0 Prozent gesunken; Österreich -4,5%;

Während bei den Männern ein Rückgang der Arbeitslosigkeit von 7,4 Prozent verzeichnet werden konnte, stieg die Arbeitslosigkeit bei den Frauen um 3,8%;

Die Arbeitslosenquote konnte im ersten Halbjahr um 0,4 Prozentpunkte auf 9,5% gesenkt werden; Österreich minus 0,4 Prozentpunkte (7,0%);

Zur Verringerung der Arbeitslosigkeit kommt es bei den Männern in den Berufsbereichen Bau, Metall/Elektro, Maschinisten, Landverkehrsberufe sowie im Büro und bei den Technikern; Zugänge sind vor allem bei den Hilfsberufen, Gebäudereiniger und bei den Wächtern zu verzeichnen;

Bei den vorgemerkten arbeitslosen Frauen kommt bis auf den Berufsbereich Metall/Elektro in allen anderen Berufsbereichen zu einem Anstieg der Vormerkungen;

Die Jugendarbeitslosigkeit konnte im Beobachtungszeitraum Jänner bis Juni um 3,7 Prozent gesenkt werden; Österreich -7,1%;
Bei den Älteren Arbeitslosen kommt es zu einem geringfügigen Anstieg (+1,2%); Österreich +0,0%;

Gesenkt werden konnte die Langzeitarbeitslosigkeit; bei den bis zu 6 Monate Vorgemerkten –um 6,1% und bei den über 12 Monate Vorgemerkten um -20,0%;

Mit Ausnahme der land- und forstwirtschaftlichen Berufe sowie bei den Hilfsberufen kommt es in allen anderen Berufsbereichen zu einer Zunahme bei den offenen Stellen (+520 / +31,7%); Österreich +4.425 / +15,1%

Bei den vorgemerkten Lehrstellensuchenden kommt es zu einer Zunahme um 2,5%;
gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres gibt es um 18,6% mehr offene Lehrstellen;
der Stellenandrang (Lehrstellensuchende pro offener Lehrstelle) liegt bei 1,3 (Vorjahr 1,5);

Durchschnittlich befanden sich im Berichtszeitraum 3.343 Personen in Schulungsmaßnahmen (-339 / -9,2%); Österreich 66.721 (-12.874 / -16,2%);


Halbjahresbericht 2011

Jahresbericht 2011

JahresberichtDie Dynamik der Arbeitsmarktentwicklung stagnierte im zweiten Halbjahr deutlich

Auch wenn sich die Situation auf dem Kärntner Arbeitsmarkt 2011 leicht verbessert hat, so hinkt die Entwicklung in der Dynamik gegenüber dem Österreichschnitt hinterher. Dies betrifft sowohl die Zunahme der Beschäftigung als auch die Abnahme der Arbeitslosigkeit, die in Kärnten deutlich geringer ausgefallen sind.
Die günstige Entwicklung des ersten Halbjahres wurde durch den ungünstigen Trend des zweiten Halbjahres nahezu kompensiert, sodass insgesamt von einer Stagnation des Arbeitsmarktes gesprochen werden muss.

Der Abstand zum Top Referenzjahr 2008 konnte zwar verringert werden, dennoch liegt Kärnten bei den Beschäftigtenzahlen noch um 1.500 hinter dem Ergebnis von 2008 zurück, bei den Männern gab es 2.500 Arbeitsplätze weniger, bei den Frauen erfreulicherweise 1.000 Arbeitsplätze mehr als 2008.
Erfreulich ist die Entwicklung der Jugendarbeitslosigkeit, die deutlich gesenkt werden konnte. Hier hat sich die Schwerpunktsetzung der Kärntner Arbeitsmarktpolitik ebenso positiv ausgewirkt wie bei der Zahl der Langzeitarbeitslosen über ein Jahr, die um ein Fünftel zurückgegangen ist. Bei den über 50-Jährigen allerdings konnte der negative Trend nicht gestoppt werden

Trotz suboptimaler Rahmenbedingungen gehört das AMS Kärnten auch 2011 wieder zu jenen Landesorganisationen, die alle arbeitsmarktpolitischen Jahresziele erreichen konnten – und das zum 9. Mal in Folge.
Jahresdurchgängig nahmen vergangenes Jahr 2.807 Arbeitslose an Schulungs- und Beschäftigungsmaßnahmen des AMS teil und wurden so vor weiterer Arbeitslosigkeit bewahrt. Ohne die aktive Arbeitsmarktpolitik wäre 2011 die Arbeitslosigkeit in Kärnten um knapp ein Viertel höher gewesen und hätte ein Niveau von ca. 24.940 Arbeitslosen statt 20.136 erreicht. Die Arbeitslosenquote hätte nicht 8,9% sondern 10,9% betragen.
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Die Prognosen für das Jahr 2012 sind leider nicht ermutigend. Bedingt durch das schwächere Wirtschaftswachstum wird mit einer Erhöhung der Arbeitslosenzahl um rund 800 Personen gerechnet. Durch geringere personelle und finanzielle Ressourcen wird das AMS auch 2012 stark gefordert sein und vor allem im Förderbereich eine weitere Effizienzsteigerung des Mitteleinsatzes erreichen müssen.

Die guten Ergebnisse 2011 waren nur durch den großartigen Einsatz aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter möglich. Ihnen möchte ich ebenso danken wie den Sozialpartnern in den Ausschüssen und Gremien, allen Partnern und dem Land Kärnten für die bewährte Zusammenarbeit im Rahmen des Territorialen Beschäftigungspaktes.

Mag. Josef Sibitz
Landesgeschäftsführer AMS Kärnten

Jahresbericht 2011