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Niederösterreich, 01.03.2011
Anhaltende Erholung am nö. Arbeitsmarkt
Nach einer leichten Abschwächung im 3. Quartal 2010 belebte sich die internationale Konjunktur gegen Ende des Vorjahres wieder. Gemäß den jüngsten Konjunkturdaten setzt sich die Erholung auch Anfang 2011 fort. Der jüngste WIFO-Konjunkturtest liefert einen optimistischen Ausblick auf die kommenden Monate. Er zeigt eine weitere Verbesserung der Auftragslage und anhaltende gute Unternehmenserwartungen in der Industrie. Weiterhin schwach entwickelt sich hingegen die Bauwirtschaft. Auch im Tourismus ist für die gesamte Saison mit leichten Einbußen zu rechnen.
Saisonbedingt sind die Arbeitslosenzahlen jedoch weiter auf einem jahreszeitlich hohen Niveau, wenngleich der Höchststand vom Jänner bereits deutlich unterschritten werden konnte. Ende Februar waren beim AMS Niederösterreich insgesamt 52.939 Arbeitslose vorgemerkt, um - 7,5% weniger als im Vorjahr (abs. -4.303). „Damit hat sich der Rückgang der Arbeitslosigkeit in NÖ im Jahresvergleich im vergangenen Dezember (-718 od. -1,3%) und im Jänner 2011 (-2.630 od. -4,5%) auch im Februar 2011 erfreulicherweise erneut fortgesetzt.“, betont AMS Vize-Chefin Marion Carmann. Darüber hinaus haben 34,3% der Arbeitslosen eine Einstellzusage. Der aktuelle Rückgang der Arbeitslosigkeit ist fast ausschließlich auf die Abnahme der Arbeitslosigkeit bei den Männern zurückzuführen (-4.251 od. -11,3%). Bei den Frauen beträgt der Rückgang -52 od. -0,3%.
Der Rückgang der Arbeitslosigkeit ist umso bemerkenswerter, da auch die Zahl der Personen, die sich in Schulungsmaßnahmen befinden, um -2.225 (od. -17,0%) gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen ist. Insgesamt betrachtet ging somit die Zahl der arbeitslos Vorgemerkten inklusive der SchulungsteilnehmerInnen gegenüber dem Vorjahr um -6.528 (od. -9,3%) zurück. Auch die Langzeitarbeitslosigkeit konnte gegenüber dem Vorjahr deutlich abgebaut werden und zwar um -656 (od. -22,8%).
Die Zahl der unselbständig beschäftigten NiederösterreicherInnen lag Ende Februar 2011 nach einer ersten Schätzung des AMS Österreich bei 549.000, was eine Zunahme von insgesamt knapp 7.000 gegenüber dem Vorjahr bedeutet (+1,3%). Das ergibt eine vorläufige Arbeitslosenquote in NÖ Ende Februar von 8,8% (- 0,8 %-Punkte gegenüber dem Vorjahr).
AMS eMOTION Tour 2011 – eine Betriebsbesuchsoffensive des AMS NÖ im Zeichen der Bewegung und neuer Services
Unter diesem Motto sind die MitarbeiterInnen des Service für Unternehmen des AMS Niederösterreich von 21. März bis 1. April in ganz Niederösterreich unterwegs, um persönlich unsere Dienstleistungen – Personalvermittlung, eServices, Förderungen – vorzustellen. „Um den Bedarf der Wirtschaft genau zu kennen und die passenden Arbeitskräfte zu vermitteln, werden die MitarbeiterInnen des AMS NÖ heuer 5.400 Betriebsbesuche durchführen, 1.200 allein im Rahmen der eMotion Tour“, so die AMS NÖ Vize-Chefin Marion Carmann, die selbst in der Südbahnregion unterwegs sein wird. Optimale Personalvermittlung ist das Thema der diesjährigen „Service für Unternehmen“-Kampagne – der AMS eMotion-Tour.
Mit in Summe 7.000 Personalvorauswahlen soll heuer die punktgenaue Vermittlung von Arbeitskräften noch besser gelingen. In Niederösterreich nutzen bereits über 400 Unternehmen das eAMS-Konto, um bei der Personalsuche zeit- und ortsunabhängig mit dem AMS in Kontakt zu sein. Und: Die Zeichen für die Offensive bei den Unternehmen stehen günstig: Das Angebot an offenen Stellen nimmt weiter zu. So bestätigen die aktuellen Zahlen über die gemeldeten offenen Stellen mit einem Anstieg des Bestandes um 22,0% (absolut 678) auf 3.760 die anhaltende Erholung auf dem nö. Arbeitsmarkt.
8. März 2011: Zum 100sten Mal „Internationaler Frauentag“
Das Arbeitsmarktservice (AMS) NÖ ist für Frauen am niederösterreichischen Arbeitsmarkt aktiv. Nicht nur am „Tag der Frau“, der heuer zum 100sten Mal stattfindet, sondern das ganze Jahr über mit ehrgeizigen Programmen, mit deren Hilfe Niederösterreicherinnen leichter ins Berufsleben einsteigen und im Beruf selbst auch besser voran kommen sollen. „Der 8. März ist auch Gelegenheit, um eine Bilanz zu ziehen“, so Marion Carmann. So ist die Teilnahme der Niederösterreicherinnen am Erwerbsleben Jahr für Jahr gestiegen, liegt aber weiterhin hinter der Erwerbsquote der Männer.
Um die Erwerbsbeteiligung der Frauen zu fördern bzw. die Ausgrenzung am Arbeitsmarkt zu verhindern, setzt das Arbeitsmarktservice NÖ folgende Schwerpunkte: Gender-Budgeting, Förderung der Ausbildung in handwerklich-technischen Berufen bzw. für höher qualifizierte Fachkräfte sowie Unterstützung beim Berufseinstieg nach der „Familienpause“.



