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Niederösterreich, 01.08.2018

Arbeitslosigkeit im Juli auf breiter Ebene rückläufig

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Die österreichische Volkswirtschaft befindet sich im zweiten Jahr einer Phase der Hochkonjunktur. Nach einer gesamtwirtschaftlichen Expansion von 3,0% im Vorjahr wird das reale BIP heuer um etwa 3,2% wachsen. Diese positive Entwicklung führt auch Ende Juli zu sehr erfreulichen Arbeitsmarktdaten und verstärkt somit weiterhin den positiven Trend am nö. Arbeitsmarkt:

  • Deutliche Beschäftigungsausweitung (+13.000 od. 2,1%)
  • Arbeitslosigkeit auf breiter Ebene rückläufig (- 11,0%)
  • Niedrigste Juli-Arbeitslosenquote (7,0%, geschätzt) seit fünf Jahren
  • Deutlich unter dem Vorjahresniveau liegende Jugendarbeitslosigkeit (-858 od. -15%)
  • Entspannung bei den über 50-Jährigen (-1.203 od. -6,3%) und Langzeitarbeitslosen (-16,6%)
  • Kräftiges Plus an gemeldeten offenen Stellen (+2.606 od. 27%) und Lehrstellen (+137 od. 23,8%)

„In Niederösterreich stehen Ende Juli 47.942 Arbeitslose bei den AMS-Geschäftsstellen in Vormerkung. Dies entspricht einem Minus von 5.899 Personen oder 11,0% gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres. Somit hat sich die Entwicklung der letzten Monate mit stark sinkender Arbeitslosigkeit und boomender Beschäftigung fortgesetzt“, erklärt AMS NÖ-Chef Sven Hergovich.

In Summe sind Ende Juli 56.689 Menschen entweder arbeitslos vorgemerkt oder in Schulungsmaßnahmen des AMS NÖ (-9,2%). Die (geschätzte) Arbeitslosenquote im Juli 2018 sank in Niederösterreich gegenüber dem Vorjahr um 0,9%-Pkte. auf 7,0% (Österreich: 6,9%) und somit genau auf das Niveau vom Juli 2013.

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„Der Bedarf an Arbeitskräften und Fachkräften ist groß, allein beim AMS NÖ wurden im vergangenen Halbjahr knapp 42.000 offene Stellen gemeldet. Wir begegnen dieser Herausforderung mit verstärkten Vermittlungsbemühungen, um die Konjunkturchancen für unsere KundInnen voll zu nutzen. Wichtig sind uns dabei die Qualität in der Auswahl der BewerberInnen sowie eine schnelle Vermittlung. So ist von Jänner bis Juli dieses Jahres 56.654 nö. Jobsuchenden der Wiedereinstieg ins Berufsleben gelungen. Immerhin 22% davon waren älter als 50 Jahre“, unterstreicht Sven Hergovich.

Wie schon seit Monaten profitieren Männer von der derzeitigen Arbeitsmarktentwicklung etwas stärker (-3.864 od. -13,6%), aber auch bei den Frauen hat sich die Situation deutlich verbessert (-2.035 od. -8,0%).

Bei InländerInnen geht die Arbeitslosigkeit um 11% (auf 39.124), bei Personen mit ausländischer Staatsbürgerschaft um 10,8% (auf 8.818) zurück.

Die Zahl der arbeitslos vorgemerkten Jugendlichen ist im Vorjahresvergleich um 15% und damit weiterhin sehr deutlich gesunken (-858). Bei den Älteren (50plus) konnte die Arbeitslosigkeit im Jahresvergleich um 6,3% (-1.203) auf 18.014 und bei den Personen mit gesundheitlichen Vermittlungseinschränkungen um 6,1% (-918) auf 14.114 gesenkt werden.

Gute Konjunktur sorgt heuer für stärksten Rückgang der Arbeitslosigkeit in NÖ seit 18 Jahren
Auch die jüngste Arbeitsmarktprognose für 2018 sorgt im AMS NÖ für Optimismus: Demnach wird die Zahl der Beschäftigten in NÖ heuer noch deutlicher steigen als 2017 und der Rückgang der Arbeitslosigkeit mehr als doppelt so stark sein wie im Vorjahr.

Neuer Rekord bei den unselbstständig Beschäftigten
Voraussichtlich 618.900 Personen werden im Jahresdurchschnitt 2018 beschäftigt sein. Das ist ein Plus von 11.700 oder 2,0% gegenüber dem Vorjahr.

Stärkster Rückgang der Arbeitslosigkeit seit dem Jahr 2000
Die Wirtschaftsforschung prognostiziert für heuer einen Jahresdurchschnitt von rd. 53.400 Personen in NÖ (minus 7,9% oder 4.600 Personen gegenüber dem Vorjahr). Laut diesen Prognosen wird die niederösterreichische Arbeitslosenquote 2018 bei 7,9% liegen (minus 0,8%-Punkte im Vergleich zu 2017).

„Dieser Trend ist sehr positiv und bedeutet für unser Bundesland den stärksten Rückgang der Arbeitslosigkeit seit dem Jahr 2000“ freut sich Sven Hergovich.

Ausblick auf 2019: Wirtschaftswachstum sorgt für steigende Beschäftigung
Was den Ausblick auf die Entwicklung 2019 betrifft, gibt sich der AMS NÖ-Landesgeschäftsführer noch vorsichtig: „Sollten die steigenden weltpolitischen Konjunkturkrisen nicht schlagend werden, dann erwarten wir auch für das kommende Jahr ein Wirtschaftswachstum jenseits der 2%-Marke und somit eine gute Nachfrage nach Arbeitskräften.“

Zu den Arbeitsmarktdaten im Detail