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Niederösterreich, 01.12.2017

Konjunkturbedingte Arbeitslosigkeit bildet sich weiter zurück

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In einem dynamischen internationalen Umfeld hält der Aufschwung der österreichischen Wirtschaft an. Sämtliche Nachfragekomponenten trugen zum Wachstum bei, das BIP wird 2017 mit knapp 3% die höchste Steigerungsrate seit sechs Jahren erzielen. Der Konsum der privaten Haushalte profitierte von der guten Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt, die die Konsumbereitschaft deutlich hebt. Der Optimismus hinsichtlich der Entwicklung in den kommenden Monaten ist ungebrochen und über sämtliche Wirtschaftsbereiche zu beobachten. Somit entspannt sich die Lage auf dem niederösterreichischen Arbeitsmarkt angesichts der robusten Konjunktur weiter:

  •  Beschäftigungswachstum ungebrochen stark
  • Konjunkturbedingte Arbeitslosigkeit bildet sich weiter zurück
  • Niedrigste Arbeitslosenquote (vom November, geschätzt) seit dem Jahr 2013
  • Deutlich unter dem Vorjahresniveau liegende Jugendarbeitslosigkeit
  • Leichte Entspannung bei den über 50-jährigen Arbeitslosen
  • Kräftiges Plus an gemeldeten offenen Stellen und Lehrstellen

In Niederösterreich stehen Ende November 52.821 Arbeitslose bei den AMS-Geschäftsstellen in Vormerkung. Dies entspricht einem Minus von 4.609 Personen oder -8,0% gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres. Gleichzeitig ist die Zahl der sofort besetzbar offenen Stellen gegenüber dem Vorjahr um 59,6% auf 8.733 gestiegen.

„Die starke Ausweitung der gesamtwirtschaftlichen Produktion hat eine beschleunigte Zunahme der Arbeitskräftenachfrage zur Folge, die breit über alle Wirtschaftsbereiche gestreut ist. Insbesondere ist wieder ein Anstieg der Zahl an Vollzeitstellen zu beobachten. Dieser kräftige Beschäftigungsanstieg in NÖ übersteigt weiterhin den Zugang von Arbeitskräften auf den Arbeitsmarkt, sodass die Arbeitslosigkeit zurückgeht“, analysiert AMS NÖ-Chef Karl Fakler.

In Summe ergeben sich Ende November 63.929 Jobsuchende, die entweder arbeitslos vorgemerkt oder in Schulungsmaßnahmen des AMS NÖ sind (-6,1%). Die Arbeitslosenquote sank in Niederösterreich – ebenso wie in ganz Österreich – gegenüber dem Vorjahr um -0,8%-Pkte. auf 7,9%.
Wie schon seit Monaten profitieren von der derzeitigen Entwicklung stärker Männer (-3.143 od.
-9,8%), aber auch bei den Frauen sinkt die Arbeitslosigkeit seit Juni dieses Jahres (-1.466 od.
-5,8%). Bei InländerInnen geht die Arbeitslosigkeit um 8,0%, bei Personen mit ausländischer Staatsbürgerschaft um 8,1% (auf 10.428) zurück. Den größten Rückgang (absolut) gab es bei den TürkInnen (212 od. -10,8%). Erfreulicherweise konnte auch bei Personen mit keiner oder geringer Qualifizierung ein deutlicher Rückgang der Arbeitslosigkeit verzeichnet werden
(-10,1%).
Die Zahl der arbeitslos vorgemerkten Jugendlichen ist im Vorjahresvergleich um 21,0% gesunken (abs. -1.401), die der Älteren (50plus) hingegen um 0,7% gestiegen (abs. 136), wobei sich hier der Anstieg etwas abgeflacht hat. Für gesundheitlich beeinträchtigte Personen ist ein Einstieg in den Arbeitsmarkt nach wie vor schwierig (Anstieg der Arbeitslosigkeit um 1,0% gegenüber dem Vorjahr).

Sehr gute Beschäftigungssituation
Das Beschäftigungswachstum ist in NÖ ungebrochen stark: Der Beschäftigtenstand lag im Oktober bei 618.481, das ist ein größerer Zuwachs als in den Monaten zuvor (von 1,9% od. 11.514 Personen). Auch im November rechnen wir mit einem Anstieg in dieser Größenordnung.
Ein besonders starkes Beschäftigungsplus*) gibt es in der Altersgruppe 50Plus mit 5,5% (abs. +9.029). Auch beim Beschäftigungszuwachs können Männer (+6.938 od. 2,1%) stärker profitieren als Frauen (+4.576 od. 1,7%). Die InländerInnenbeschäftigung stieg erfreulicherweise im Vergleich zum Vorjahr merklich an (+4.863 od. 1,0%).
*) Aktuelle Zahlen: Oktober 2017

Sehr erfreuliche Entwicklung am Stellenmarkt
Die gute Konjunktur zeigt sich auch bei der Entwicklung der Zahl an gemeldeten offenen Stellen, die mit aktuell 8.733 um 59,6% über dem Vorjahreswert liegt. Ebenso ist die Zahl der gemeldeten offenen Lehrstellen gestiegen: aktuell verzeichnet das AMS NÖ 29,5+% (bzw. +117) mehr offene Lehrstellen als im November des Vorjahres.

Zu den Arbeitsmarktdaten im Detail