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Niederösterreich, Mödling, 26.04.2017

Wilfing/Zwazl/Fakler: Jobchance 2017 hilft Langzeitarbeitslosen

3,25 Millionen Euro für 300 Projekt-Plätze im Jahr 2017


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Zum Projekt „Jobchance 2017“ informierten Landesrat Karl Wilfing, NÖ Wirtschaftskammer-Präsidentin Sonja Zwazl und AMS Niederösterreich-Geschäftsführer Karl Fakler im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz in der Bezirksstelle der Wirtschaftskammer Mödling.
 
„Ein Anstieg bei der Langzeitarbeitslosigkeit hat das Land Niederösterreich, das Arbeitsmarktservice und die Wirtschaftskammer veranlasst, im Herbst 2016 ein spezielles Programm zu starten,“ sagte Wilfing. Beauftragt mit der Konzeption und der Umsetzung sei der Verein „Jugend und Arbeit“. „Der konkrete Auftrag lautet: Durch eine Informationsoffensive in den Bezirken zu den Fördermöglichkeiten sollen interessierte Unternehmen und langzeitarbeitslose Personen zusammengeführt werden. Dabei werden diese Personen dann in Form einer gemeinnützigen Arbeitskräfteüberlassung für vier (Männer) bzw. sechs (Frauen) Monate an Unternehmen zugeteilt“, so der Landesrat.
 
Hauptziel dabei sei es, einerseits die langen Perioden der Arbeitslosigkeit zu unterbrechen und zumindest vorübergehend eine Beschäftigungsmöglichkeit zu schaffen, im besten Fall die Übernahme ins Unternehmen, meinte er. „Andererseits sollen Unternehmen bei der Personalsuche unterstützt werden. Konkret können durch die Fördermittel rund 300 vorübergehende Arbeitsplätze geschaffen werden. Mindestens die Hälfte der Teilnehmerinnen und Teilnehmer soll danach nicht mehr arbeitslos sein“, führte Wilfing weiter aus.  
 
Die Förderung für diese Arbeitsplätze betrage 60 Prozent der Lohnkosten und Lohnnebenkosten, hob er hervor. Der Verein „Jugend und Arbeit“ als erfahrener gemeinnütziger Arbeitskräfteüberlasser übernehme für diese Zeit die Dienstgeberfunktion und somit auch das Risiko. Unternehmen hätten so die große Möglichkeit, ihre zukünftige Arbeitskraft besser kennen zu lernen. Die Kosten für die 300 Plätze im Jahr 2017 würden sich auf rund 3,25 Millionen Euro belaufen, betonte der Landesrat. 
 
Zur Bilanz nach 16 Veranstaltungen in den Bezirken meinte der Landesrat: Es seien 140 offene Stellen von den Betrieben gemeldet worden. Bisher konnten 222 Personen von der Initiative profitieren. Bereits 26 bislang arbeitslose Personen wurden innerhalb der ersten 3 Monate der Jobchance 2017 konkret unter Vertrag genommen.

NÖ Wirtschaftskammer-Präsidentin Sonja Zwazl sagte: „Aufgrund der hohen Langzeitarbeitslosigkeit ist es enorm wichtig, dass hier Taten gesetzt werden, dass hier gegengesteuert wird. Und zwar nicht punktuell, sondern gemeinsam“. Am wirkungsvollsten lasse sich Arbeitslosigkeit noch immer durch Zusammenarbeit, durch gemeinsame Aktionen bekämpfen, meinte sie. „Hier darf ich sagen, dass wir – das Arbeitsmarktservice Niederösterreich, das Land Niederösterreich und die Wirtschaftskammer Niederösterreich – an einem Strang ziehen“, so Zwazl, die auch betonte: „Als Wirtschaftskammer gehen wir davon aus, dass die Begründung von Arbeitsverhältnissen auf Vertrauen aufbauen sollte und nicht auf gesetzlichen Vorgaben und Regelungen.“  
 
AMS Niederösterreich-Geschäftsführer Karl Fakler sprach dem Land Niederösterreich und der Wirtschaftskammer seinen Dank und seine Anerkennung für das Projekt „Jobchance“ aus. Viele Betriebe würden dabei arbeitslosen Menschen eine neue Chance geben, so Fakler. Das Projekt „Jobchance 2017“ biete insbesondere für Klein- und Mittelbetriebe eine wertvolle Unterstützung bei der Personalsuche und bei der Personalauswahl. Die oft zeitaufwendige Vorauswahl durch Bewerbungen, die Abwicklung von Förderanträgen und der Verwaltungsaufwand würden vom Projektträger erledigt, meinte er. Im Rahmen der Jobchance-Initiative hätten 26 Personen bereits einen Arbeitsplatz gefunden. „In Summe haben im ersten Quartal dieses Jahres 1.002 Langzeitarbeitslose in Niederösterreich ihre Arbeitslosigkeit mit einer Arbeitsaufnahme beendet“, so der Geschäftsführer.

Foto (Land NÖ): WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl, Landesrat Karl Wilfing, AMS-Geschäftsführer Karl Fakler

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AMS NÖ, Mag. Martina Fischlmayr; Tel.: 01/531 36-140; 0664/83 50 517