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Niederösterreich, 03.09.2012
Deutliches Beschäftigungsplus bei steigender Arbeitslosigkeit
Im Euro-Raum ist in den nächsten Monaten mit einer weiteren Eintrübung der Konjunktur zu rechnen. In Österreich ist sie jedoch nach wie robust. Die Abschwächung des internationalen Umfelds infolge der Krise der Europäischen Währungsunion bremst jedoch auch die Entwicklung in Österreich, wobei hier die Sachgütererzeugung am meisten betroffen sein wird.
Die Situation auf dem niederösterreichischen Arbeitsmarkt ist weiterhin geprägt von einem expansiven Arbeitskräfteangebot, das trotz steigender Beschäftigung auch die Arbeitslosigkeit ansteigen lässt. Etwas mehr als die Hälfte des Angebotszuwachses entfällt auf Personen mit ausländischer Staatsbürgerschaft.
Obwohl der Stellenmarkt im Vergleich zum Vorjahr leicht eingetrübt ist (Rückgang beim Bestand an gemeldeten offenen Stellen), konnte das AMS NÖ auch im August um 294 mehr offene Stellen akquirieren als im Vorjahr (+6%). Die geschätzte Arbeitslosenquote liegt in NÖ mit 6,4% über dem Österreichschnitt von 6,2%.
Insgesamt waren beim AMS Niederösterreich Ende August 40.830 Arbeitslose vorgemerkt, das sind um 2.463 (od. 6,4%) mehr als im Vorjahr. Nach wie vor sind Männer (+7,7%) vom Anstieg der Arbeitslosigkeit in NÖ stärker betroffen als Frauen (+5,1%), AusländerInnen (+10,5%) deutlich stärker als ÖsterreicherInnen (+5,8%) und über 50-Jährige (+15%) stärker als Jugendliche (bis 25 Jahre: -1,8%).
„Der Arbeitsmarkt ist zurzeit sehr dynamisch, neue Arbeitskräfte drängen auf den Arbeitsmarkt, andere werden schneller arbeitslos. Auffallend und erfreulich ist aber auch, dass die Jugendarbeitslosigkeit erstmals seit März dieses Jahres wieder zurückgeht“, analysiert AMS NÖ-Vize-Chefin Marion Carmann die aktuellen Arbeitsmarktdaten. „Bei den 15 bis 19-Jährigen sinkt sie um 5%, bei den 20 bis 24-Jährigen um 0,7%.“
Am Lehrstellenmarkt sinkt ebenfalls die Zahl der Lehrstellensuchenden (-1,9%). Aber auch die Zahl der gemeldeten offenen Lehrstellen liegt unter der des Vorjahres (-25,4%).



