ams-direkt

die unternehmer-zeitschrift des arbeitsmarktservice oberösterreich
nr. 252 (juli/august 2018)


Zeitschriftenarchiv

editorial

Gerhard Straßer und Iris Schmidt

Sommer, Urlaubszeit: Nicht am oberösterreichischen Arbeitsmarkt! Durch die hohe Zahl an offenen Stellen steigen die Chancen für die oberösterreichischen Arbeitslosen, und wir als AMS werden alles tun, um das notwendige Personal zu rekrutieren.
Vor allem das Potenzial der Jungen müssen wir gerade wegen der demografischen Entwicklung optimal nutzen.
In diesem Sinne: Einen schönen und erholsamen Sommer!

Ungenutzte Reserven bei Lehrlingen

Die Nachfrage der oberösterreichischen Unternehmen nach Lehrlingen ist leicht steigend. Aber es gibt noch Reserven: Zum einen die bislang erfolglos lehrstellensuchenden Jugendlichen, zum andern die Lehrlinge in überbetrieblichen Ausbildungen, die jederzeit von Unternehmen abgeworben werden können. Zusammen ergibt das ein zusätzliches Potenzial von über 1.800 Personen (siehe Grafik).

Viele Wege zum Lehrabschluss
Mit der ›klassischen‹ Lehrstellenförderung unterstützte das AMS OÖ im vergangenen Jahr 1.700 Lehrausbildungen in Unternehmen. Mit attraktiven Förderungen werden generell Ausbildungsmöglichkeiten, die zu einem Lehrabschluss führen, forciert. Dazu zählen etwa die Arbeitsplatznahe Qualifizierung, Implacementstiftungen und die Facharbeiter/innen-Kurzausbildungen. Einschließlich der überbetrieblichen Lehrausbildungen förderte das AMS OÖ im letzten Jahr 5.700 Personen auf diesem Weg.

Lehrlingsland Nr. 1
Mehr als ein Fünftel der österreichischen Lehrlinge wird in unserem Bundesland ausgebildet. Zuletzt war die Zahl der Lehranfänger/innen leicht ansteigend, doch ist die Zahl der Lehrlinge über alle Lehrjahre hinweg weiter rückläufig.

AMS Gmunden: Neuer Leiter

Leopold Tremmel (57) leitet seit 1. Juli das AMS Gmunden. Er folgt damit Jacqueline Beyer nach, die als AMS-Landesgeschäftsführerin nach Salzburg wechselte.

Der Ohlsdorfer arbeitet seit 1983 beim Arbeitsamt/Arbeitsmarkservice – zuletzt ab 2012 als stv. Geschäftsstellenleiter. Die Stellvertretung hat nun Lisa Trawöger übernommen. »Als Geschäftsstellenleiter sehe ich mich in der Funktion eines Brückenbauers zwischen Unternehmen und Arbeitsuchenden«, betont Tremmel. »In Zeiten von Veränderung und den damit verbundenen Herausforderungen möchte ich ein kompetenter Ansprechpartner für alle sein.«

Qualifizierungsförderung: Verkürzte Schulungsdauer

Seit 18. Juni 2018 gelten neue Voraussetzungen bei der Qualifizierungsförderung für Beschäftigte. Die Mindestschulungsdauer wurde von 24 auf 16 Stunden reduziert. Der förderbare Personenkreis bleibt unverändert: Männer und Frauen ab 45 Jahre, jüngere Männer mit max. Pflichtschulabschluss und jüngere Frauen mit max. Lehrabschluss oder BMS.

Nur Online-Beantragung!
Die Förderung kann nur noch elektronisch über das e-AMS-Konto beantragt werden. Falls Sie noch kein Konto haben, wenden Sie sich bitte an Ihre AMS-Geschäftsstelle.

DSGVO

Durch die seit 25. Mai geltende Datenschutzgrundverortung (DSGVO) kommt es mitunter zu Unsicherheiten bezüglich des Umgangs mit persönlichen Daten von Jobsuchenden. Aufgrund seines gesetzlichen Auftrags ist das AMS befugt, den Unternehmen Daten zur Verfügung zu stellen, die für die Personalsuche relevant sind. Die Daten sind zu löschen, wenn der Zweck der Datenhaltung nicht mehr gegeben ist – wenn die ausgeschriebene Stelle also besetzt ist. Eine Evidenzhaltung der Daten ist nur mit Einwilligung der Betroffenen zulässig. Eine Rückmeldung der Unternehmen über das Bewerbungsverhalten von Jobsuchenden an das AMS ist nach wie vor gewünscht und notwendig, um die Vereitelung von Arbeitsaufnahmen ahnden zu können. Dieses Vorgehen ist weiterhin gesetzlich gedeckt (§ 69 Abs. 2 AlVG).

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