News

Bundesland

Salzburg, 02.11.2017

Die Arbeitslosigkeit sinkt jetzt auch verstärkt im Zentralraum

Saisonal bedingt nahmen im Oktober zwar die Meldungen in Arbeitslosigkeit zu, im Vergleich mit dem Vorjahr sinkt aber besonders im Tennengau, Flachgau und der Stadt Salzburg die Zahl Arbeitsloser.


Im Bundesland Salzburg ist zum Stichtag Ende Oktober die Arbeitslosigkeit gegenüber dem gleichen Zeitpunkt des Vorjahres um 5,4 Prozent gesunken (Österreich: - 7,4%). Damit waren 15.260 Personen – um 875 weniger als vor einem Jahr – arbeitslos gemeldet. Gut ein Drittel davon entfällt saisonbedingt auf Tourismus-Arbeitskräfte.

Die Zahl von Personen, die an Aus- und Weiterbildungsaktivitäten des AMS teilnehmen, war um minus 6,8 Prozent (Österreich: +8,6%) auf 2.743 Personen rückläufig. Diese eingerechnet, ist die Arbeitslosigkeit um 5,6 Prozent (Österreich: -4,6%) gesunken.

Bei einer auf rund 250.000 Dienstverhältnisse gestiegenen unselbständigen Beschäftigung (exakte Zahlen liegen noch nicht vor) beträgt die Arbeitslosenquote in Salzburg 5,8 Prozent (Österreich: 7,9%), das entspricht einem Rückgang von 0,4 Prozentpunkten nach nationaler Berechnungsmethode. Niedriger war die Arbeitslosenquote bundesweit nur in Oberösterreich mit 5,0 Prozent.

"Der anhaltende Konjunkturaufschwung zeigt jetzt auch im Zentralraum verstärkt positive Auswirkungen“, stellt der Landesgeschäftsführer des Arbeitsmarktservice Salzburg, Siegfried Steinlechner, fest. "Nach dem Tennengau ist vor allem im Flachgau, aber auch in der Stadt Salzburg, die Arbeitslosigkeit deutlich rückläufig. Dazu trägt besonders die Entwicklung in der Warenherstellung, im Bauwesen und im Handel bei“, erläutert der AMS-Chef.

Während die Saisonarbeitslosigkeit im Pongau (+1,2%) und im Pinzgau (+/- 0,0%) den Rückbau der Arbeitslosigkeit dämpft, sinken die Arbeitslosenzahlen im Tennengau (-16,5%), im Flachgau (-12,5%) und in der Stadt Salzburg (-5,9%) teils deutlich. Im Lungau (-5,3%) war die Arbeitslosigkeit knapp unter dem Landesschnitt rückläufig.

Die Branchen, die besonders zu den Rückgängen beigetragen haben, sind der Handel (-14,2%), die Warenherstellung (-11,2%) und das Bauwesen (-10,5%). Bei den Wirtschaftsdienstleistungen zeigt die Arbeitskräfteüberlassung (-17,8%) einen starken Rückgang.

Die dem AMS zur Besetzung gemeldeten offenen Stellen steigen weiterhin deutlich mit einem Plus von knapp dreißig Prozent.

Die Zahl arbeitsloser Frauen liegt mit 7.780 Personen derzeit etwas höher als jene der Männer mit 7.480 Personen. Bei den Männern war auch der Rückgang (-7,2%) etwas stärker als bei den Frauen (-3,7%).

Mit minus 15 Prozent (auf 1.896 Personen) sind die Arbeitslosenzahlen junger Arbeitskräfte unter 25 Jahre weiterhin stark rückläufig, während sich der Arbeitslosenzuwachs in der Altersgruppe ab 50 Jahre mit plus 2,9 Prozent – mittlerweile gebremst – fortsetzt.

Die Langzeitarbeitslosigkeit über 1 Jahr steigt mit plus zwölf Prozent auf 1.284 Betroffene im Vorjahresvergleich weiter deutlich, stagniert aber im Vergleich zu den Vormonaten.