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Salzburg, 13.07.2017

Arbeitsmarkt weiter unter positivem Konjunktureinfluss - Aktion 20.000 in der Modellregion Pongau gestartet.

Auch im ersten Halbjahr 2017 setzen sich Zunahme der Beschäftigung und Abbau der Arbeitslosigkeit fort. Wiedereinstiegsproblemen älterer Langzeitarbeitsloser wird mit der Beschäftigungsaktion 20.000 begegnet.


Mit einer Arbeitslosenquote von 5,6 Prozent im Schnitt des ersten Halbjahres 2017 hält der Salzburger Arbeitsmarkt weiterhin die Bestmarke in Österreich. Das gab der Landesgeschäftsführer des Arbeitsmarktservice Salzburg, Siegfried Steinlechner, heute bekannt.

Beigetragen hat dazu die steigende Beschäftigung – um plus 1,5 Prozent auf 252.315 unselbständige Beschäftigungsverhältnisse – und der seit rund eineinhalb Jahren anhaltende Rückgang der Arbeitslosigkeit.  Um 3,4 Prozent auf im Halbjahresschnitt 14.918 Vorgemerkte ist die Arbeitslosigkeit gesunken. Dazu kommen 2.775 Schulungsteilnahmen, deren Zahl ebenfalls um 3,4 Prozent rückläufig war.

Ältere und Langzeitarbeitslose profitieren wenig

Der positive Einfluss der Konjunktur äußert sich besonders in der Warenherstellung, wo mit einem Minus von 10,0 Prozent der stärkste Rückbau der Arbeitslosigkeit unter den zahlenmäßig bedeutsamen Wirtschaftsklassen verzeichnet werden konnte und ebenso in der Entwicklung im Bauwesen mit einem Minus von 9,1 Prozent.

Während die Arbeitslosenzahlen bei jungen Arbeitskräften unter 25 Jahren deutlich sinken (-12,4 %), können Arbeitslose ab 50 Jahre von der günstigen Lage weniger profieren (+5,0%). Werden Ältere langzeitarbeitslos, verschärft sich die Problemlage. 1.536 Menschen waren im Schnitt des ersten Halbjahres länger als 365 Tage ohne Arbeit.

Aktion 20.000: 600 neue Jobs in Salzburg

Auf diese Gruppe zielt die Beschäftigungsaktion 20.000 der Bundesregierung, die in Salzburg am 1. Juli in der Modellregion Pongau den Pilotbetrieb aufgenommen hat. Das AMS fördert kommunale oder öffentliche Einrichtungen, die für Langzeitarbeitslose ab 50 Jahre neue, zusätzliche Arbeitsplätze schaffen, die keine Konkurrenz zu bestehenden Arbeitsplätzen darstellen, mit bis zu 100 Prozent der entstehenden Lohn- und Lohnnebenkosten.

Nach einer kurzen, aber äußerst intensiven Phase der Vorbereitung, während der die Potenziale der Zielgruppe erhoben, sowie als mögliche Beschäftiger alle Pongauer Gemeinden und gemeinnützige Einrichtungen kontaktiert wurden, meldet Thomas Burgstaller, Leiter des AMS Bischofshofen, wenige Tage nach Start der Aktion, bereits mehrere Erfolgsfälle.  Vier Personen arbeiten bereits, weitere 25 stehen vor einer Beschäftigungsaufnahme. Für den Pongau, d. h. den Arbeitsmarktbezirk Bischofshofen, geht die Planung von etwa 40 neuen Stellen während des halbjährigen Modellbetriebs aus.

Nach bundesweitem Start der Aktion ab Beginn kommenden Jahres ist das Ziel, im Bundesland Salzburg bis Mitte des Jahres 2019  600 dieser neuen Arbeitsplätze zu schaffen. Dies entspricht dem Anteil Salzburgs an der gesamten Langzeitbeschäftigungslosigkeit in Österreich.