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Salzburg, 01.12.2017

Auch in der Zwischensaison sinkt die Arbeitslosigkeit

Dank guter Konjunkturentwicklung war der November heuer nicht der Monat mit den meisten Arbeitslosen.


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Der Monat vor Einsetzen der Wintersaison ist im Bundesland Salzburg "traditionell“ jener, in dem  die Arbeitslosigkeit einen Spitzenwert erreicht.  Doch heuer sorgte die anhaltend positive Konjunkturentwicklung dafür, dass die jährliche Höchstzahl an Arbeitslosen bereits Ende Jänner registriert worden war.  Aktuell, zum Stichtag Ende November, waren im Bundesland Salzburg 16.451 Personen arbeitslos vorgemerkt, siebenhundert weniger als im Jänner und 857 Personen bzw. 5,0 Prozent weniger als im Vergleich mit dem November des letzten Jahres (Österreich: -8,1%).

Gleichzeitig ist die Zahl der Schulungsteilnahmen um 4,3 Prozent auf 2.689 gesunken (Österreich: +5,9%). Einschließlich dieser Schulungsteilnahmen waren 19.140 Personen auf Arbeitsuche, 4,9 Prozent weniger als binnen Jahresfrist (Österreich: -5,7%).

Die Arbeitslosenquote ist bei einem prognostizierten Beschäftigungsanstieg von 2,1 Prozent auf rund 251.000 unselbständige Beschäftigungsverhältnisse um minus 0,4 Prozentpunkte auf 6,2 Prozent gesunken. Das bedeutet nach Oberösterreich (5,0%) den zweitniedrigsten Wert in Österreich (8,2%, jeweils nach nationaler Berechnungsmethode).

"Der Arbeitsmarkt wird derzeit von der Saisonarbeitslosigkeit geprägt, mehr als sechstausend von den gut sechzehntausend Arbeitslosen stammen aus dem Hotel- und Gastgewerbe“, beschreibt der Landesgeschäftsführer des Arbeitsmarktservice Salzburg, Siegfried Steinlechner, die aktuelle Situation, „aber die anhaltend günstige Konjunkturentwicklung sorgt auch vor Beginn der Wintersaison für eine Fortsetzung der Arbeitslosenrückgänge“.

Während die Arbeitslosenzahlen in Beherbergung und Gastronomie mit minus 0,9 Prozent nur mäßig rückläufig waren, sinken sie in der Warenherstellung mit minus 12,7 Prozent und im Bauwesen mit minus 10,6 Prozent weiterhin stark überproportional. Am stärksten unter den wesentlichen Wirtschaftsklassen ist die Arbeitslosigkeit aber im Handel mit einem Minus von 15,7 Prozent gesunken. Für eine deutlichen Arbeitslosenrückgang bei den Wirtschaftsdienstleistungen (-10,9%) sorgte vor allem die Arbeitskräfteüberlassung (-16,5%).

Ebenfalls stark rückläufig ist die Jugendarbeitslosigkeit mit einem Minus von 12,7 Prozent in der Altersgruppe bis einschließlich 24 Jahre. Als erfreulich bezeichnet man beim AMS den Umstand, dass bei älteren Arbeitskräften ab 50 Jahren nur mehr ein leichtes Plus von 0,5 Prozent bzw. 24 Personen zu verzeichnen war. Der Zuwachs beschränkt sich dabei mittlerweile auf die Altersgruppe ab 60 Jahre mit einem Anstieg um 43 Personen, während es in der Altersgruppe zwischen 50 und 59 Jahren sogar um 19 Arbeitslose weniger gibt.

Saisonal bedingt, ist die absolute Zahl an weiblichen Arbeitslosen mit 8.398 Personen derzeit höher als jene der Männer mit 8.053 Personen. Beim prozentuellen Rückgang weisen Männer ein höheres Minus (-7,6%) auf als Frauen (-2,3%).

In der Bezirksstatistik zeigt sich vor allem innergebirg ein differenziertes Bild: Während der Pongau als einziger Arbeitsmarktbezirk mit plus 3,8 Prozent auf 3.418 Personen einen Zuwachs der Arbeitslosigkeit verzeichnet, gibt es im Pinzgau ein leichtes Minus von 1,6 Prozent auf 4.014 Personen. Im Lungau ist dagegen die Arbeitslosenzahl um 11,1 Prozent auf 574 gesunken. Im Norden des Bundeslandes dominieren überproportionale Rückgänge: Im Tennengau um minus 12,0 Prozent auf 1.251 Personen, im Flachgau um minus 11,7 Prozent auf 2.454 Personen und in der Stadt Salzburg um minus 6,8 Prozent auf 4.740 Personen.