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Salzburg, 01.09.2017

Der Salzburger Arbeitsmarkt im August: Günstige Konjunkturlage prägt auch den Sommerausklang

Der Produktionsbereich sorgt für den stärksten Abbau der Arbeitslosigkeit und meldet die meisten offenen Stellen.


Exakt 11.910 Personen waren zum Stichtag Ende August im Bundesland Salzburg als arbeitslos vorgemerkt. Das sind um 3,0 Prozent oder 370 Personen weniger als im Vergleichsmonat des Vorjahres (Österreich: -5,6%). Dazu kommen 2.045 Personen, die an Schulungsaktivitäten des Arbeitsmarktservice teilnehmen. Deren Zahl ist um 11,6 Prozent gesunken (Österreich: +7,7%). Inklusive dieser Schulungsteilnahmen waren 13.955 Personen beim AMS Salzburg vorgemerkt, das sind um 638 oder 4,4 Prozent weniger als im Vorjahr (Österreich: -4,4%).

Bei einem vorläufig geschätzten Anstieg der unselbständig Beschäftigung um knapp 2 Prozent beträgt die Arbeitslosenquote in Salzburg 4,4 Prozent (nach nationaler Berechnungsmethode) – ein Minus von 0,2 Prozentpunkten. Noch niedriger ist die Quote bundesweit nur in Tirol (4,2%).

Konjunktur begünstigt den Produktionssektor

"Der fortgesetzte Abbau der Arbeitslosigkeit wird hauptsächlich durch die günstige Konjunktur im Produktionssektor getrieben“, erklärt Siegfried Steinlechner, Landesgeschäftsführer des Arbeitsmarktservice Salzburg. "Dazu kommt noch die auch zum Sommerausklang günstige Beschäftigungssituation im Tourismus“, ergänzt AMS-Chef Steinlechner.

Die Bauwirtschaft verzeichnete Ende August um 11,4 Prozent weniger Arbeitslose, die Warenproduktion ein Minus von 8,5 Prozent. Auch die Personalbereitsteller haben mit minus 10,6 Prozent deutlich zur sinkenden Arbeitslosigkeit beigetragen. Ebenfalls überproportionale Rückgänge verzeichnen der Handel (-6,9%) und das Hotel- und Gastgewerbe (-4,8%). Um 4,8 Prozent gestiegen ist die Arbeitslosigkeit dagegen im Gesundheits- und Sozialwesen.

Bei den dem AMS zur Besetzung gemeldeten offenen Stellen gibt es weiterhin deutliche Zuwächse. Zum Plus von 32,3 Prozent auf 5.672 offene Stellen tragen hauptsächlich industriell-gewerbliche Stellenangebote bei (+52,8% auf 1.904 offene Stellen).

Zuwächse durch Ältere, Langzeitarbeitslose, Flüchtlinge

Sowohl bei Frauen als auch bei Männern sind die Arbeitslosenzahlen gesunken. Bei Männern mit minus 4,8 Prozent auf 6.119 Personen stärker als bei Frauen mit minus 1,0 Prozent auf 5.791 Personen.

Bei den Altersgruppen zeigt sich das gewohnte Bild: Bei jungen Arbeitskräften unter 25 Jahren sinken die Arbeitslosenzahlen deutlich (-14,3% auf 1.645 Personen), während Ältere ab 50 Jahren ein – wenn auch mittlerweile nur mehr leichteres – Plus zu verzeichnen haben (+3,1% auf 3.610 Personen).

Die Langzeitarbeitslosigkeit über 1 Jahr stagniert nun  zwar gegenüber dem Vormonat, weist im Vergleich zum Vorjahr aber weiterhin ein deutliches Plus im Ausmaß von 14,9 Prozent auf 1.264 Betroffene auf.

Die Zahl von Asylberechtigten und subsidiär Schutzberechtigten, die beim AMS Salzburg als arbeitslos vorgemerkt sind oder an Schulungen und Ausbildungsmaßnahmen teilnehmen, ist seit dem Vorjahr um 35 Prozent auf 903 Personen gestiegen. Davon befinden sich 564 Personen in Arbeitslosigkeit (+33%), 258 Personen nehmen an Schulungen teil (+25%) und 81 Personen sind auf Lehrstellensuche (+93%).

Der regionale Blick auf den Arbeitsmarkt sieht einen flächigen Rückbau der Arbeitslosigkeit. Den stärksten im Tennengau (-8,2%), gefolgt vom Pongau (-7,1%). Geringere Rückgänge verzeichneten der Flachgau (-3,4%), der Pinzgau (-2,9%), der Lungau (-2,7%) und die Landeshauptstadt Salzburg (-0,3%).

<Eckdaten zum Salzburger Arbeitsmarkt August 2017>