Salzburg, 01.02.2018

Konjunkturaufschwung kommt jetzt auch bei Älteren an

Der Jahresbeginn brachte nun auch bei älteren Arbeitskräften die lang ersehnte Entspannung mit einem spürbaren Rückgang der Arbeitslosigkeit.


Symboldbild älterer Arbeiter (©WavebreakMediaMicro - stock.adobe.com)

Wie üblich, kennzeichnet den Jänner ein Hoch bei der Beschäftigung im Tourismus ebenso wie ein Hoch bei der Saisonarbeitslosigkeit im Bauwesen. Was diesmal aber dazukommt, ist eine erfreuliche Entwicklung bei der Altersarbeitslosigkeit. „Die Anstrengungen der aktiven Arbeitsmarktpolitik kommen mit der Dauer des Konjunkturaufschwungs jetzt auch bei älteren Arbeitslosen an“, kommentiert Siegfried Steinlechner, Landesgeschäftsführer des Arbeitsmarktservice Salzburg, den Rückgang der Arbeitslosigkeit bei den über 50-Jährigen um minus 8,4 Prozent. Das Bemerkenswerte daran sei, so AMS-Chef Steinlechner, das Ausmaß des Rückgangs in der Altersgruppe zwischen 50 und 55 Jahren mit einem Minus von 14,1 Prozent. Das ist ein stärkerer Rückgang als bei unter 25-Jährigen, wo die Arbeitslosigkeit um 13,3 Prozent rückläufig war.

Zunahme der Langzeitarbeitslosigkeit gebremst

Die Gesamtarbeitslosigkeit ist zum Stichtag Ende Jänner im Bundesland Salzburg mit minus 8,8 Prozent bzw. 1.507 Personen auf 15.631 Vorgemerkte ebenfalls deutlich gesunken (Österreich: -10,2%). Rechnet man die um 1,7 Prozent auf 2.826 leicht gestiegene Zahl an Schulungsteilnahmen ein, dann waren 18.457 Personen ohne Beschäftigung – ein Rückgang um 7,3 Prozent (Österreich: -7,7%).

Bei einer vorläufig noch geschätzten Zunahme der Beschäftigung um 2,1 Prozent auf rund 260.000 Dienstverhältnisse beträgt die Arbeitslosenquote 5,7 Prozent. Das ist im Vorjahresvergleich ein deutlicher Rückgang um 0,6 Prozentpunkte und bedeutet österreichweit die zweitniedrigste Quote knapp hinter Tirol mit 5,6 Prozent (Österreich: 9,5%).

Saisonal bedingt, war die Zahl arbeitsloser Männer mit 10.568 Personen (-6,0%) mehr als doppelt so hoch wie jene der Frauen mit 5.083 Personen (-6,0%).

Weiterhin steigend, allerdings stark abgeschwächt, ist die Langzeitarbeitslosigkeit über 1 Jahr mit einem Plus von 5,2 Prozent auf 1.264 Personen.

Arbeitslosigkeit sinkt nun auch im Gesundheits- und Sozialwesen

Bei den zahlenmäßig dominierenden Wirtschaftsklassen weisen die Warenherstellung (-12,8%) und die sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (-12,7%) die stärksten Rückgänge auf. Bei Letzterer ist vor allem die Arbeitskräfteüberlassung mit einem Minus von 15,7 Prozent dafür verantwortlich. Handel (-10,3%) und Bauwesen (-10,1%) warten ebenfalls mit überproportional sinkenden Arbeitslosenzahlen auf. Als bemerkenswert stuft man beim AMS Salzburg auch die erstmals seit langem rückläufige Arbeitslosigkeit im Gesundheits- und Sozialwesen (-5,1%) ein, wozu sowohl das Gesundheits- (-8,0%) als auch das Sozialwesen (-6,4%) beigetragen haben. Lediglich bei Heimen war ein Zuwachs (+8,0%) zu verzeichnen.

Die Zahl der beim AMS gemeldeten offenen Stellen ist um ein Fünftel (+19,9%) auf 5.947 gestiegen.

Gute Lage am Lehrstellenmarkt

Erfreut zeigt man sich beim AMS auch über die Entwicklung am Lehrstellenmarkt: „Obwohl um 7,9 Prozent mehr Lehrstellensuchende erfasst worden sind, ist die Zahl der Ausbildungsplätze, die diesen jungen Menschen angeboten werden können, um 23,3 Prozent gestiegen“, so Siegfried Steinlechner. Aktuell sind beim AMS Salzburg 341 sofort verfügbare Lehrstellensuchende und 719 sofort verfügbare offene Lehrstellen gemeldet.

Auch die regionale Arbeitslosenstatistik zeigt solide Rückgänge in allen Salzburger Bezirken, wobei die Arbeitslosigkeit im nördlichen Zentralraum mit einem Minus von 13,4 Prozent im Flachgau und einem Minus von 12,7 Prozent im Tennengau am stärksten sinkt. Es folgt der Lungau (-9,0%), der Pongau (-7,1%), die Stadt Salzburg (-6,8%) und der Pinzgau (-5,5%).

 

Eckdaten zum Salzburger Arbeitsmarkt im Jänner 2018