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Salzburg, 02.06.2006
Der Arbeitsmarkt im Mai: In Salzburg geht die Arbeitslosigkeit am stärksten zurück
Der Arbeitslosenrückgang in Salzburg setzte sich auch im Mai unverändert fort. Getragen wird die Entwicklung derzeit vor allem vom nördlichen Zentralraum um Hallein und die Landeshauptstadt sowie von den Branchen Bau und Sachgütererzeugung.
10.740 Arbeitslose wurden um Stichtag Ende Mai im Bundesland Salzburg gezählt. Das bedeutet ein Minus gegenüber dem Vorjahr von 8,8 Prozent oder 1.036 Personen und gleichzeitig den stärksten Rückgang österreichweit (Bundesdurchschnitt: - 5,1%). Männer konnten diesmal mit minus 12,9% vom Rückgang deutlich stärker profitieren als Frauen mit minus 5,1 Prozent. An Aus- und Weiterbildungsaktivitäten nahmen 2.582 Personen teil, ein Plus von 495 Personen.
„Die Arbeitslosigkeit ist also tatsächlich durch Beschäftigungsaufnahmen gesunken und nicht nur durch vermehrte Schulungsangebote“, freut sich Anton Költringer, stellvertretender Landesgeschäftsführer des Arbeitsmarktservice Salzburg. Auch in der Entwicklung bei den Stellenmeldungen sieht Költringer den positiven Trend bestätigt: „So sind im Mai insgesamt 2.868 freie Stellen beim AMS Salzburg zur Besetzung gemeldet worden. Das ist ein Plus von 26,1 Prozent!“
Noch stärker als die Gesamtarbeitslosigkeit ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen gesunken. 192 Personen waren länger als 1 Jahr arbeitslos – ein Minus von 12,3 Prozent. Ebenfalls überproportionale Rückgänge konnten bei jungen Arbeitslosen (bis 24 Jahre) mit minus 11,0 Prozent verzeichnet werden. Die Zahl älterer Personen ohne Beschäftigung sank um 7,7 Prozent.
Regional führt der Arbeitsmarktbezirk Hallein mit minus 25,2 Prozent bei den Arbeitslosen-Rückgängen, gefolgt von der Landeshauptstadt Salzburg und dem Flachgau mit einem Minus von 15,6 Prozent. Nur leichte Rückgänge (Pongau -3,8%) bzw. geringfügige Zuwächse (Lungau +2,8%, Pinzgau +3,3%) waren Innergebirg zu verzeichnen – hier kamen auch saisonale Stichtagseffekte zum Tragen.
In der Branchenstatistik können das Bauwesen (-24,2%) und die Sachgütererzeugung (-20,4 Prozent) auf eine ausgeprägt rückläufige Arbeitslosigkeit verweisen. Im Handel setzen sich die deutlichen Rückgänge mit einem Minus von 13,7 Prozent auch im Mai fort.
Die unselbständige Beschäftigung in Salzburg ist um 2,0 Prozent auf 223.387 Beschäftigungsverhältnisse gestiegen (Österreich: +1,5%). Daraus resultiert für das Bundesland Salzburg eine Arbeitslosenquote von 4,6 Prozent, ein klarer Rückgang um einen halben Prozentpunkt. Bundesweit bedeutet das den zweitbesten Wert nach Oberösterreich (3,5%). Die Österreich-Quote beträgt 6,1 Prozent (nach nationaler Berechnungsmethode).



