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Salzburg, 05.10.2004

Der Salzburger Arbeitsmarkt im September: Saisonarbeitslosigkeit prägt Arbeitsmarktlage

Ende September drückte die Saisonarbeitslosigkeit der Arbeitsmarktlage in Salzburg ihren Stempel auf. Das im vergangen Sommer hohe Beschäftigungsniveau im Fremdenverkehr führt nun zu einer im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesteigerten Arbeitslosigkeit bei den Tourismus-Beschäftigten.

Nahe an die Zehntausendermarke reicht die Arbeitslosigkeit Ende September im Bundesland Salzburg heran. 9.963 Arbeitslose bedeuten gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 4,1 Prozent. Österreichweit ist die Arbeitslosigkeit mit plus 0,1 Prozent nahezu gleichgeblieben.

Die Beschäftigungsstatistik des Hauptverbandes weist zum selben Zeitpunkt ein Minus von 0,4 Prozent auf 222.508 unselbstständige Beschäftigungsverhältnisse aus. Dabei ist zu berücksichtigen, dass Kursteilnehmer heuer nicht mehr als Beschäftigte erfasst werden. Die Arbeitslosenquote steigt damit um 0,2 Prozentpunkte auf 4,3 Prozent. Sie ist nur in Oberösterreich (3,6%) niedriger. Im Bundesdurchschnitt beträgt die Quote nach nationaler Berechnungsmethode 6,0 Prozent.

Die erhöhte Arbeitslosigkeit ist vor allem auf das Auslaufen der Sommersaison zurückzuführen. In der Tourismus-Branche sind die Arbeitslosenzahlen um 17,0 Prozent gestiegen. Dieser Saisoneffekt spiegelt sich besonders in den Bezirken inner Gebirg wieder: Im Pinzgau gab es um 14,9 Prozent, im Lungau um 14,5 Prozent und im Pongau um 4,9 Prozent mehr Arbeitslose. Auch dass die Zahl arbeitsloser Frauen mit 5.178 jene der Männer mit 4.785 übersteigt, ist auf das Saisonende zurückzuführen.

Siegfried Steinlechner, Landesgeschäftsführer des Arbeitsmarktservice Salzburg, sieht den massiven Zuwachs in erster Linie als Folge des gegenüber dem Vorjahr erhöhten Beschäftigungsniveaus im Fremdenverkehr. "Diese zusätzlichen Beschäftigten finden nun auch in der Arbeitslosenstatistik ihren Niederschlag. Die Monate bis zum vollen Anlaufen der Wintersaison wird sich die Zunahme der Arbeitslosigkeit erwartungsgemäß fortsetzen", so der AMS-Chef.

Auf dem Lehrstellenmarkt halten sich sofort verfügbare offene Lehrstellen (331) und Lehrstellen Suchende (315) nahezu die Waage. Bereinigt um 176 Tourismus-Lehrstellen bei 28 Interessenten öffnet sich im Herbst eine Lücke von rund 160 Ausbildungsplätzen. Für die betroffenen Jugendlichen werden Lehrgangsplätze nach dem Jugendausbildungs-Sicherungsgesetz geschaffen.