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Salzburg, 09.12.2004
Auffangnetz bewahrt Jugendliche vor Arbeitslosigkeit
Zum Ende der Zwischensaison ist die Arbeitslosigkeit im Bundesland Salzburg nur mehr leicht angestiegen. Überdurchschnittliche Zuwächse waren besonders bei jungen Arbeitskräften zwischen 20 und 24 Jahren und bei ausländischen Frauen zu verzeichnen. Die Zahl jugendlicher Arbeitsloser unter 20 Jahren war dank des Auffangnetzes in Form von Lehrgängen rückläufig.
Der Zwischensaison-Monat November beschert dem Bundesland Salzburg "traditionell" den Jahreshöchstwert an Arbeitslosen. Darum wurde trotz eines moderaten Zuwachses von 1,1 Prozent (Frauen + 2,1%, Männer +/-0,0%) mit 14.719 jobsuchenden Personen eine Rekordmarke bei der Arbeitslosigkeit erreicht.
Das größte Plus war bei ausländischen weiblichen Arbeitskräften zu verzeichnen. Auf diese Gruppe entfielen 143 (+9,3%) der insgesamt 157 zusätzlichen Arbeitslosen. Ebenfalls deutlich überproportional angestiegen ist die Arbeitslosigkeit in der Altersgruppe der 20- bis 24-Jährigen mit einem Plus von 6,1%.
Erfreulicheres kann das Arbeitsmarktservice von den jüngsten Teilnehmern auf dem Arbeitsmarkt verkünden: "Dass die unter 20-Jährigen von Zuwächsen nicht nur verschont geblieben sind, sondern ihre Arbeitslosigkeit reduzieren konnten, ist der Abfederung durch das Auffangnetz des Jugendausbildungssicherungsgesetzes zu verdanken", so Landesgeschäftsführer Siegfried Steinlechner. Mit den im November angelaufenen Berufsvorbereitungslehrgängen sei es gelungen, die Arbeitslosigkeit der 15- bis 19-Jährigen um 10,2 Prozent zu senken.
Nach Wirtschaftszweigen zeigt sich eine Zunahme der Arbeitslosigkeit über dem Durchschnitt im Bauwesen mit einem Plus von 3,4 Prozent und im Handel mit plus 2,6 Prozent. Rückkäufig ist die Zahl der Arbeitslosen dagegen in der Sparte Verkehr und Nachrichten mit minus 4,2 Prozent.
Die Zahl der unselbstständigen Beschäftigungsverhältnisse hat sich seit dem
Vergleichsmonat des Vorjahres nicht verändert (+/- 0,0%) und beträgt 217.260. Zu berücksichtigen ist dabei allerdings, dass heuer - im Gegensatz zu den vergangenen Jahren - Personen in Schulungsmaßnahmen nicht in der Beschäftigungsstatistik erfasst werden.
Daraus ergibt sich eine Arbeitslosenquote von 6,3 Prozent - auch hier keine Veränderung gegenüber dem Vorjahr. Niedriger ist die Arbeitslosenquote nur in Oberösterreich (4,2%). Es folgen Niederösterreich und Steiermark mit je 6,7 Prozent. Die österreichweite Quote beträgt nach nationaler Berechnungsmethode 7,1 Prozent.



