Anzeigebestätigung für Volontariat, Ferialpraktikum, Joint-venture und Konzernausbildung

Ein Volontariat, ein Berufs- oder Ferialpraktikum, ein Joint-venture oder eine  Konzernausbildung sind dem  AMS vom Ausbildungsbetrieb zwei Wochen vor Beschäftigungsbeginn anzuzeigen. Wird innerhalb dieser Zeit keine Bestätigung ausgestellt, darf die Beschäftigung - bei Vorliegen einer Aufenthaltsgenehmigung (nicht erforderlich für neue EU-Bürger/innen !) - aufgenommen werden. Wird die Beschäftigung in der Folge mit Bescheid untersagt, ist sie binnen einer Woche zu beenden. Das vorläufige Beschäftigungsrecht gilt jedoch nicht für ein Joint-venture und eine Konzernausbildung.

Für den Antrag sind gesetzlich vorgeschriebene Formulare zu verwenden.

Anfallende Gebühren: Antragsgebühr: € 14,30, pro gebührenpflichtige Beilage: € 3,90; bei Erteilung ist eine Verwaltungsabgabe von  € 6,50 zu entrichten.

Wer ist Volontär? - Eine Person, die zur Erweiterung und Anwendung von Kenntnissen oder zum Erwerb von Fertigkeiten für die Praxis ohne Arbeitspflicht und ohne Entgeltanspruch bis zu drei Monaten in Österreich beschäftigt wird. Ein Volontariat liegt nicht vor, wenn nur Hilfstätigkeiten oder einfache Arbeiten oder Arbeiten auf Baustellen durchgeführt werden sollen. Die Beurteilung, ob eine Pflichtversicherung des Beschäftigten als Volontär in der gesetzlichen Unfallversicherung vorliegt, obliegt der AUVA.

Wer ist Ferial- oder Berufspraktikant/in? - Eine Person, die im Rahmen ihrer Ausbildung an einer österreichischen Bildungseinrichtung mit Öffentlichkeitsrecht, ein vorgeschriebenes Praktikum absolviert. Schüler und Schülerinnen (Studenten und Studentinnen) ausländischer Schulen benötigen jedenfalls eine Beschäftigungsbewilligung.


Wer nimmt an einer Joint-venture- Schulung teil? - Ausländer und Ausländerinnen, die von ihrem ausländischen Arbeitgeber oder ihrer Arbeitgeberin  im Rahmen eines Joint-venture und auf der Grundlage eines betrieblichen Schulungsprogramms in Österreich im Ausmaß von höchstens sechs Monaten ausgebildet werden sollen, brauchen keine Entsendebewilligung. Die Schulungsmaßnahme ist lediglich vom Inhaber des inländischen Schulungsbetriebes spätestens zwei Wochen vor Beginn der zuständigen Geschäftsstelle des AMS unter Vorlage des Joint – venture-Vertrages und des Schulungsprogramms anzuzeigen.


Wer nimmt an einer Konzernausbildung teil? - Ausländer und Ausländerinnen, die von einem ausländischen Konzernpartner im Rahmen einer konzerninternen Ausbildung auf der Grundlage eines qualifizierten Ausbildungsplanes im österreichischen Headquarter des Konzerns im Ausmaß von höchsten fünfzig Wochen ausgebildet werden sollen, brauchen keine Entsendebewilligung. Die Schulungsmaßnahme ist lediglich vom österreichischen Headquarter spätestens zwei Wochen vor Beginn der zuständigen Geschäftsstelle des AMS unter Vorlage des Schulungsprogrammes anzuzeigen.