Pensionsvorschuss

Stand: 01.01.2016

Gilt für Personen, die ab 1.1.2014 das 50. Lebensjahr bereits vollendet hatten oder bei denen dauernde Arbeitsunfähigkeit festgestellt wurde.

Was?

Wenn Sie eine 

  • Invaliditäts- bzw. Berufsunfähigkeitspensionen oder
  • eine Alterspension oder ein Sonderruhegeld (nach dem Nachtschwerarbeitsgesetz)

beantragen, können Sie bei Erfüllung der im Kapitel „Wer?“ näher beschriebenen Voraussetzungen für den Zeitraum bis zur Entscheidung des Pensionsversicherungsträgers zur finanziellen Absicherung einen Antrag auf Pensionsvorschuss stellen.

Der Pensionsvorschuss gebührt bei Beantragung sobald feststeht, dass auch tatsächlich mit der Zuerkennung einer solchen Pensionsleistung gerechnet werden kann.

Wer?

Anspruchsberechtigt sind bei Beantragung einer Invaliditäts- bzw. Berufsunfähigkeitspensionen Personen,

  • für die ein Gutachten des Pensionsversicherungsträgers vorliegt, dass Arbeitsunfähigkeit bescheinigt (bei Personen, die am 1.1.2014 das 50. Lebensjahr noch nicht vollendet hatten, muss eine dauernde Arbeitsunfähigkeit vorliegen) und
  • die die nötige Wartezeit für die Pension erfüllen.

Während der davorliegenden Klärungsphase werden die gesundheitlichen Einschränkungen bei der Betreuung durch das AMS bereits berücksichtigt.

Im Fall der Beantragung einer Alterspension oder eines Sonderruhegeldes (nach dem Nachtschwerarbeitsgesetz) wird ein Pensionsvorschuss nur Personen gewährt, deren Wartezeit für die Pension erfüllt ist und die eine Bestätigung des Pensionsversicherungsträgers vorlegen, dass die Feststellung der Pensionsleistung nicht binnen zwei Monaten nach dem Pensionsstichtag erfolgen kann. Ist jedoch eine Klärung der Wartezeit erforderlich, kann während der Zeit bis zur Pensionszuerkennung nur Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe ausbezahlt werden. Dafür ist es jedoch erforderlich, dass Sie alle Anspruchsvoraussetzungen für diese Leistungen (inklusive der Verfügbarkeit am Arbeitsmarkt und der Arbeitswilligkeit) erfüllen.

Darüber hinaus müssen die Grundvoraussetzungen für Arbeitslosengeld, Notstandshilfe, Übergangsgeld oder Übergangsgeld nach Altersteilzeit – abgesehen von der Arbeitsfähigkeit bzw. Arbeitswilligkeit – erfüllt sein und eine entsprechende Pension (siehe Kapitel „Was?“ ) beantragt worden sein.

Die Beantragung eines Pensionsvorschusses kann auch durch VertreterInnen oder über Ihr eAMS-Konto erfolgen.

Wieviel?

Der Pensionsvorschuss wird in der Höhe der Basisleistung (ArbeitslosengeldNotstandshilfe) gewährt.

Liegt der regionalen Geschäftsstelle des Arbeitsmarktservice eine schriftliche Mitteilung des Sozialversicherungsträgers vor, dass die zu erwartende Pension niedriger sein wird, ist der Pensionsvorschuss entsprechend zu vermindern.