Nachzahlung des Ergänzungsbetrages

Nachzahlung von 3 Jahren rückwirkend – ab dem Datum der Beantragung – für Zeiträume, die vor dem 24.02.2016 liegen

Aufgrund einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofes vom 24. Februar 2016 hat das Arbeitsmarktservice alle betroffenen Leistungsbezüge ab 24. Februar 2016 neu berechnet und mögliche Nachzahlungen durchgeführt.

Für Zeiträume vor dem 24. Februar 2016 erfolgte keine automatische Neuberechnung.
Da das Arbeitsmarktservice allfällige negative Auswirkungen auf andere staatliche Geldleistungen - wie Kinderbetreuungsgeld, Wohnbeihilfe, Bedarfsorientierte Mindestsicherung - nicht beurteilen kann, muss eine Neuberechnung für Zeiträume vor 24. Februar 2016 von den Kundinnen und Kunden des AMS ausdrücklich beantragt werden.

Eine Nachzahlung ist aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen jedoch immer nur für einen Zeitraum von längstens 3 Jahren rückwirkend ab ihrer Beantragung möglich – und auch nur für Zeiten, die vor dem 24.02.2016 liegen, da für Ansprüche ab 24.02.2016 die Neuberechnung vom AMS bereits automatisch vorgenommen wurde.
Beispiel:
Wird eine Nachzahlung am 01.06.2017 beantragt, ist diese längstens für den Zeitraum 01.06.2014 bis 23.02.2016 möglich, wenn alle der weiter unten angeführten Voraussetzungen zutreffen.

Nach einem entsprechenden Antrag werden vom Arbeitsmarktservice auch diese Leistungsbezugszeiträume überprüft und gegebenenfalls nachbezahlt.

Um Ihnen eine unnötige Antragstellung und den damit verbunden Zeitaufwand zu ersparen, benützen Sie bitte den Online Ratgeber "Nachzahlung des Ergänzungsbetrages".
Mit Hilfe des Online Ratgeber erfahren Sie, ob eine Nachzahlung bei Ihnen möglich ist. Am Ende des Ratgebers, finden Sie ein Formular mit dem Sie eine Neuberechnung
beantragen können (Anträge sind über das eAMS-Konto oder persönlich bei Ihrer AMS Geschäftsstelle einzubringen).

Online Ratgeber "Nachzahlung des Ergänzungsbetrages"

Der Antrag kann aber nur zu einer Nachzahlung führen, wenn

  • tatsächlich vor 24.02.2016 - jedoch nicht weiter zurückliegend als 3 Jahre vor dem Datum, an dem die Neuberechnung beantragt wurde - eine Leistung aus der Arbeitslosenversicherung (wie Arbeitslosengeld, Notstandshilfe, Weiterbildungsgeld und Umschulungsgeld) bezogen wurde, UND
  • für eines oder mehrere Kinder Familienbeilhilfe bezogen beziehungsweise Unterhalt bezahlt wurde UND
  • der Anspruch für zumindest einen Tag auf Basis eines durchschnittlichen Monatseinkommens (inkl. anteilsmäßiger Sonderzahlungen) zwischen € 1.210,-- und € 2.360,--. Diese Bemessungsgrundlage findet man auch auf den aktuellen Mitteilungen des AMS, mit denen Kund/innen  über die Zuerkennung der Leistung informiert werden.

Trifft einer dieser Punkte nicht zu, kommt es zu keiner Nachzahlung.