Pensionsvorschuss

Stand: 01.01.2009

Was?

Wenn Sie eine der in Folge genannten Pensionsleistungen beantragen, können Sie für den Zeitraum bis zur Entscheidung des Pensionsversicherungsträgers zur finanziellen Absicherung einen Antrag auf Pensionsbevorschussung stellen.

Der Pensionsvorschuss gebührt bei Beantragung

  • einer Leistung wegen geminderter Arbeitsfähigkeit oder Erwerbsunfähigkeit
  • einer Alterspension
  • eines Sonderruhegeldes (nach dem Nachtschwerarbeitsgesetz). 

Die Beantragung eines Pensionsvorschusses kann auch durch VertreterInnen erfolgen.

Wer?

Anspruchsberechtigt ist, wer die Grundvoraussetzungen für Arbeitslosengeld, Notstandshilfe, Übergangsgeld oder Übergangsgeld nach Altersteilzeit – abgesehen von der Arbeitsfähigkeit bzw. Arbeitswilligkeit – erfüllt und eine derartige Pension (siehe oben) beantragt hat.

Der/die LeistungswerberIn muss während des Bezuges des Pensionsvorschusses nicht der Arbeitsvermittlung zur Verfügung stehen.
Bei Beantragung einer Alterspension oder eines Sonderruhegeldes nach dem Nachtschwerarbeitsgesetz muss überdies eine Bestätigung des Pensionsversicherungsträgers vorliegen, dass eine Feststellung der Pensionsleistung nicht binnen zwei Monaten nach dem Pensionsstichtag erfolgen kann. 

Wieviel?

Der Pensionsvorschuss wird in der Höhe der Basisleistung (Arbeitslosengeld, Notstandshilfe) - maximal jedoch in der durchschnittlichen Pensionshöhe (siehe "Maßgebende Werte in der Arbeitslosenversicherung") - gewährt.

Liegt der regionalen Geschäftsstelle des Arbeitsmarktservice eine schriftliche Mitteilung des Sozialversicherungsträgers vor, dass die zu erwartende Pension niedriger sein wird, ist der Pensionsvorschuss entsprechend zu vermindern.

Bitte beachten Sie: Wird ein Pensionsantrag rechtskräftig abgelehnt, gilt die Vorschussleistung rückwirkend als Arbeitslosengeld bzw. Notstandshilfe oder Übergangsgeld bzw. Übergangsgeld nach Altersteilzeit. Sollte der Pensionsvorschuss in eingekürzter Höhe ausbezahlt worden sein, kann bei einer rückwirkenden Umwandlung in Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe auf Grund der gesetzlichen Bestimmungen eine Nachzahlung des Differenzbetrages nicht erfolgen.