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Steiermark, 15.05.2009

,Aktion Gemeinde‘ bringt Beschäftigung

„1213 langzeitbeschäftigungslose Männer und Frauen arbeiten im Jahr 2009 in steirischen Kommunen in befristeten Jobs. Diese Jobs dauern maximal drei Monate und setzen arbeitsmarktrelevante Impulse für arbeitsmarktferne Personen, indem sie diese in die reale Arbeitssituation hereinholen“ sagt AMS-Geschäftsführer Karl Heinz Snobe. Und weiter: „Dafür gibt’s bei Bedarf auch sozialpädagogische Unterstützung. Die Gemeinden können damit z.B. längst fällige und aufgeschobene Arbeiten erledigen ohne dass ihnen Kosten entstehen. Wichtig ist uns, dass es sich um Arbeitsplätze vor Ort handelt, sodass Pendeln und Nebenkosten für die befristeten DienstnehmerInnen weitestgehend wegfallen.“

„Die Finanzkrise trifft die Ärmsten am härtesten, die Politik ist daher dringend aufgefordert, nach Investitionen in die Wirtschaft auch in das soziale Netz zu investieren. Das Beschäftigungsprojekt ,Aktion Gemeinde‘ soll nun Steiermark weit 1213 Langzeitarbeitslosen die Chance auf Vermittlung in den Arbeitsmarkt bieten“, betont LH-Stv. Kurt Flecker. „Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist es besonders wichtig, auch Menschen mit geringen Chancen auf Beschäftigung den Einstieg in die Berufswelt zu ermöglichen. Ich freue mich über die viel versprechende Kooperation zwischen Land, AMS und Gemeinden, gemeinsam sollten wir doch einiges zustande bringen.“

Fünf gemeinnützige Beschäftigungsträger sind mit der Umsetzung des Projektes ‚Aktion Gemeinde‘ betraut. Neben ErfA (Erfahrung für Alle) in Graz sind das BIG (Beschäftigungsinitiativen der Gemeinden) in Bruck/Mur und Mürzzuschlag, WBI (Wirtschafts- und Beschäftigungsinitiative) in Leoben, BEST (Beschäftigungsgesellschaft mbH) in Voitsberg sowie GEGKO (Gemeinnützige Beschäftigungsprojekte – Gemeinde- Kooperationen) in allen anderen steirischen Bezirken, die als Dienstgeber fungieren. Die Gemeinden stellen die Arbeitsplätze zur Verfügung. So können etwa die in der Gemeinde anfallenden Arbeitsspitzen abgedeckt (z.B.: Schneeräumung) und Krankenstände ausgeglichen werden.

Ziel des Projekts ‚Aktion Gemeinde‘ ist die Unterstützung der beruflichen und sozialen  Integration langzeitbeschäftigungsloser Männer und Frauen. ,Case Management‘ unterstützt bei der Beseitigung der der Berufstätigkeit im Wege stehenden Hürden und kann den betroffenen Personen den Weg zum Arbeitsmarkt zu ebnen. Die Projektkosten teilen sich AMS und Land Steiermark im Verhältnis von etwa 3/4 zu 1/4.
Mit Ende April waren steiermarkweit 352 Männer und Frauen ins Projekt eingestiegen.

Bei der Vorstellung des Projekts ‚Aktion Gemeinde‘ am 14.05.09 im Steirischen Presseclub (v.l.): Erwin Dirnberger (Steiermärkischer Gemeindebund), AMS-Karl Heinz Snobe,
LHStv. Kurt Flecker, Bernd Rosenberger (Steirischer Städtebund)