Förderungen

Handicap

AMS unterstützt Betriebe bei der Einstellung von Menschen mit Handicap.
Für Menschen mit Handicap stehen alle Dienstleistungen des AMS bereit. Vorrangig sind die Bemühungen des AMS, sie in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren.
Das AMS unterstützt die Vermittlung, insbesondere auch die Aus- und Weiterbildung bzw. Höherqualifizierung von Menschen mit Handicap durch spezielle Initiativen am Arbeitsmarkt. So wird etwa die Lehrausbildung Jugendlicher mit Handicap durch die Lehrstellenförderung für Unternehmen oder durch spezielle Ausbildungsprogramme in den überbetrieblichen Lehrwerkstätten gefördert.

Die Beschäftigung wird über die Eingliederungsbeihilfe für Unternehmen oder über geförderte Arbeitsplätze in gemeinnützigen Beschäftigungsprojekten und sozial-ökonomischen Betrieben unterstützt. „Im AMS Tirol werden zusammen mit den Ratsuchenden Lösungsstrategien entwickelt, die auch den Einsatz von Förderungen beinhalten können“, motiviert Dr. Bernhard Pichler nachzufragen.

Die berufliche Integration von Menschen mit Handicap stößt immer noch auf Vorurteile. Einerseits bleiben zahlreiche „Pflichtstellen" für MitarbeiterInnen mit Behinderungen unbesetzt, andererseits sind viele Menschen mit Handicap arbeitslos. Teilweise bestehen objektiv nachvollziehbare Barrieren, oft handelt es sich auch um hartnäckige Vorurteile. „Wir kooperieren mit vielen Partnern, wie dem Sozialministeriumsservice, der Sozialabteilung des Landes, der Pro mente Tirol, dem BBRZ und anderen, damit finden wir oft nachhaltige Lösungen für die Betroffenen,“ so Pichler.

Förderungen
Es gibt eine Vielzahl finanzieller Förderungen bei der Einstellung von Menschen mit Handicap wie z.B. Lohnkostenzuschüsse. Sie dienen als Anreiz, MitarbeiterInnen mit Behinderung zu beschäftigen, zur Sicherung und als Ausgleich behinderungsbedingter Einschränkungen.
In Ihrer regionalen Geschäftsstelle erhalten Sie Auskunft über die Förderungen.

Wichtige Fördervoraussetzungen:

  • Kontaktaufnahme vor Aufnahme des Dienstverhältnisses erforderlich
  • mindestens kollektivvertragliche Entlohnung 
  • die Arbeitszeit muss mindestens die Hälfte der gesetzlichen oder kollektivvertraglichen Wochenstunden betragen

Auskünfte erteilen alle Geschäftsstellen des AMS Tirol. Infos gibt es auch unter www.ams.at/tirol. Bei Fragen wenden Sie sich gern an unsere tirolweite Serviceline: 0512/58 19 99.



Lohnkostenzuschüsse sind ebenso möglich wie Zuschüsse für die notwendigen Arbeitsplatzadaptierungen.

Förderung der Lehrlingsausbildung von Jugendlichen mit Behinderung
Gefördert werden können Unternehmen mit Lehrberechtigung laut Berufsausbildungsgesetz. Jugendliche mit Behinderung sind bei der Förderung besonders berücksichtigt. Voraussetzung ist die rechtzeitige Kontaktaufnahme mit dem Arbeitsmarktservice vor Aufnahme des Ausbildungsverhältnisses.

Lehrausbildung für Jugendliche mit Behinderung  unter 19 Jahre*
Jugendliche, die aufgrund ihrer Behinderung am Arbeitsmarkt benachteiligt sind, können in Betrieben mit monatlich bis zu EURO 302,- und in Ausbildungseinrichtungen monatlich bis zu EURO 453,- gefördert werden.

Lehrausbildung für Jugendliche mit Behinderung über 19 Jahre*
Wenn ein mindestens kollektivvertraglicher Hilfsarbeiterlohn vereinbart ist, können Jugendliche in Betrieben und Ausbildungseinrichtungen monatlich bis zu EURO 755,- gefördert werden. Die Förderdauer kann die gesamte Lehrzeit umfassen.

Eingliederungsbeihilfe*
Die Förderung wird bei der Geschäftsstelle des Arbeitsmarktservice, bei der die/der Arbeitsuchende vorgemerkt ist, beantragt.

* Regional unterschiedliche Förderungsvorraussetzungen möglich! 

Wichtige Fördervoraussetzungen

  • Kontaktnahme vor Aufnahme des Dienstverhältnis erforderlich.
  • mindestens kollektivvertragliche Entlohnung.
  • die Arbeitszeit muss mindestens die Hälfte der gesetzlichen oder kollektivvertraglichen Wochenstunden betragen.

Bemessungsgrundlage
Für die Ermittlung der Förderung ist der Bruttolohn (ohne Überstunden, Zulagen, Diäten, Provisionen, ...) plus ein 50%iger Zuschlag (für die Lohnnebenkosten).

Maximale Förderhöhe
In den ersten 6 Monaten höchstens 100%, in weiterer Folge höchstens 66,7% der Bemessungsgrundlage.

Maximale Förderdauer
Für die Dauer des Arbeitsverhältnisses, maximal bis zu 2 Jahren.

Beendigung des Arbeitsverhältnisses
Es ist keine Mindestbeschäftigungsdauer und keine Kündigungseinschränkung vorgesehen. Die Abrechnung erfolgt aliquot, egal wie das Arbeitsverhältnis endet.