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Tirol, Innsbruck, 01.02.2017

Tiroler Arbeitsmarkt legt 2017 guten Start hin

Erneuter Rückgang der Arbeitslosigkeit in Tirol. Erster Monat im Jahr 2017 schließt nahtlos an die Entwicklung des vergangenen Jahres an


Bei einem prognostizierten Stand von 335.000 unselbständig Beschäftigten (ein Plus von 7.000 Personen im Vorjahresvergleich) und 23.003 vorgemerkten Arbeitslosen betrug zum Stichtag 31.1.2017 die Arbeitslosenquote in Tirol 6,4 % (Jänner 2016: 6,9 %).
Im Jänner 2017 kam es mit -1.282 oder -5,3 % im Vergleich zum Vorjahresmonat zu einem Rückgang an vorgemerkten arbeitslosen Personen. Gleichzeitig ging in Österreich die Arbeitslosigkeit um 2.727 Personen oder -0,6 % auf insgesamt 422.262 zurück.
„2017 ist auf dem Arbeitsmarkt Tirol gut angelaufen, mit -5,3 Prozent oder -1.282 weniger vorgemerkten Arbeitslosen setzt sich unser Bundesland erneut an die Spitze am österreichischen Arbeitsmarkt,“ legt AMS Tirol Chef Anton Kern die neuesten Arbeitsmarktdaten vor. Dabei werde der Rückgang erneut breit getragen, alle Wirtschaftsklassen haben dazu beigetragen und im Prinzip auch alle Bezirke, Imst musste lediglich einen sehr geringen Anstieg verzeichnen. „Erfreulich auch die nach wie vor starke Nachfrage nach Arbeitskräften, ein Zuwachs an Stellenangeboten von 620 oder 17,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat ist beachtlich, auch der Lehrstellenmarkt entwickelt sich weiter sehr positiv und eröffnet jungen Menschen nach der Pflichtschule große Chancen“, so Kern. Während es auch bei den 1.868 länger als 1 Jahr vorgemerkten Arbeitslosen eine leichte Entspannung gibt, - es ist hier ein Rückgang um 126 Personen oder -6,3 % zu verzeichnen -, bleibt als einziger Wermutstropfen der Faktor ältere ArbeitnehmerInnen. „Die Arbeitsmarktintegration von Menschen über 50 Jahren bleibt schwierig und wird uns noch vor manche Herausforderung stellen,“ unterstreicht der Landesgeschäftsführer des AMS Tirol.

Arbeitslosigkeit
Nach Geschlecht: Es kam sowohl bei den 7.093 Frauen (-489 Person oder -6,4 %), als auch bei den 15.910 Männern mit -793 Personen oder -4,7 % zu einem Rückgang der Arbeitslosigkeit.
Nach Alter: Nach Altersgruppen betrachtet, ist die Arbeitslosigkeit bei fast allen Altersgruppen -außer bei den älteren Personen ab 50- gesunken. Bei den 437 Jugendlichen zwischen 15 und 19 Jahren sank die Arbeitslosigkeit um 21,4 % oder -119 Personen. Bei den 2.565 arbeitslosen 20- bis 24-Jährigen kommt es zu einem Rückgang um 12,9 % oder -381. Bei den 13.376 Personen zwischen 25 und 49 Jahren ging die Arbeitslosigkeit um 7,9 % oder -1.153 zurück. Bei den 6.625 Personen über 50 Jahren nahm die Arbeitslosigkeit um 5,9 % oder +371 Personen zu.
Nach Herkunftsland: Von den insgesamt 23.003 arbeitslosen Personen sind 5.341 Personen AusländerInnen. Das sind um 245 Personen oder -4,4 % weniger als im Vergleichsmonat des Vorjahrs.
Nach Ausbildung: 40,4% der insgesamt 23.003 arbeitslosen Personen haben nur Pflichtschulausbildung. Der Anteil der betroffenen Personen mit  Lehrausbildung beträgt 44,5 %. 5,4 % der arbeitslosen Personen besitzen eine höhere Ausbildung, 4,5 % einen akademischen Abschluss.
Langzeitarbeitslosigkeit: Bei den 1.868 länger als 1 Jahr vorgemerkten Arbeitslosen ist ein Rückgang um 126 Personen oder -6,3 % zu verzeichnen. Die Zahl der 6 Monate und länger Vorgemerkten ging um 376 Personen oder -8,8 % auf 3.893 zurück.
Dynamik: Tirol verzeichnet einen Zugang in die Arbeitslosigkeit von 7.676 Personen, das sind um 376 oder +5,2 % mehr als im Vorjahresvergleich.
Nach Regionen: Nach Regionen betrachtet kommt es in den Tiroler Bezirken bis auf Imst zu Rückgängen.
In Kitzbühel ging die Zahl der arbeitslos vorgemerkten Personen um 10,4 % oder -178 Personen zurück. Es folgen Reutte (-7,4 % oder -41), Lienz (-7,3 % oder -186), Innsbruck (-6,0 % oder -611), Kufstein (-4,8 % oder -165), Landeck (-4,3 % oder -60) und Schwaz (-2,1 % oder -48). In Imst ist die Arbeitslosigkeit mit +0,3 % oder +7 Personen leicht gestiegen.
Nach Wirtschaftsklasse: Die größten Rückgänge nach Wirtschaftsabschnitten betrachtet, gab es im Abschnitt Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen. Dieser betrug -267 Personen oder -8,9 % auf – davon entfallen -283 Personen (was einem Minus von 14,1 % entspricht) auf den Einzelhandel und +25 Personen (+3,2 %) auf den Großhandel.
Es folgt der Abschnitt Beherbergung und Gastronomie mit -229 Personen oder -8,7%. Der Abschnitt Herstellung von Waren weist einen Rückgang von 202 Personen oder -9,3 % auf.
Im Abschnitt Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen geht die Arbeitslosigkeit um 178 Personen oder -7,3 % zurück – davon entfallen -185 Personen (was einem Minus von 14,2 % entspricht) auf die Vermittlung und Überlassung von Arbeitskräften.
Nach Beruf: Nach ausgewählten Berufsobergruppen ist der markanteste Rückgang bei den Fremdenverkehrsberufen mit -209 Personen oder -8,9 %, bei den Handelsberufen mit -182 Personen oder -8,9 % und bei den Büroberufen mit -176 Personen oder -8,7 % feststellbar.
Schulung: Mit Stichtag 31.1.2017 befanden sich 2.622 Personen in Schulungs- und Ausbildungsaktivitäten des AMS Tirol. Das ist im Vorjahresvergleich um 61 Person oder +2,4 % mehr.
Stellenmarkt: Im Laufe des aktuellen Monats Jänner wurden dem AMS Tirol 4.128 Stellen gemeldet, das ergibt einen Zuwachs von 620 oder +17,7 % im Vergleich zum Vorjahresmonat. Zum Stichtag 31.1.2017 betrug der Bestand an sofort verfügbaren offenen Stellen 5.325, ein Zuwachs um 1.626 Stellen oder +44,0 %.
Die Laufzeit bis zur Besetzung einer freien Stelle beträgt 36 Tage.
Lehrstellenmarkt: Ende Jänner 2017 waren insgesamt 1.952 Lehrstellen zur Besetzung gemeldet (Zuwachs um 172 oder +9,7 %). Davon standen 598 (+165 oder +38,1 %) für sofortige, 1.354 Lehrstellen (+7 oder +0,5 %) für zukünftige Vermittlung bereit.
Lehrstellensuchend ließen sich insgesamt 487 Personen registrieren, das sind im Vorjahresvergleich um 5 Personen oder 1,0 % mehr.