News

Bundesland

Tirol, Innsbruck, 01.08.2017

Weiterhin günstige Entwicklungen am Tiroler Arbeitsmarkt

Alle Branchen, alle Bezirke, alle Altersgruppen profitieren. Heranbilden von Fachkräften hat oberste Priorität


Bei einem prognostizierten Stand von 337.000 unselbständig Beschäftigten (ein Plus von 6.000 Personen im Vorjahresvergleich) und 14.526 vorgemerkten Arbeitslosen betrug zum Stichtag 31.7.2017 die Arbeitslosenquote in Tirol 4,1 % (Juli 2016: 4,7 %).
Im Juli 2017 kam es mit -1.844 oder -11,3 % im Vergleich zum Vorjahresmonat zu einem Rückgang an vorgemerkten arbeitslosen Personen. Gleichzeitig ging in Österreich die Arbeitslosigkeit um 14.065 Personen oder -4,4 % auf insgesamt 307.191 zurück.

„Wir können erneut mitteilen, dass die positive Entwicklung des heimischen Arbeitsmarkts voranschreitet, das AMS Tirol verzeichnet mit einem Minus von 11,3 % erneut den relativ stärksten Rückgang der Arbeitslosigkeit österreichweit. Entsprechend stark ging die Arbeitslosenquote im Jahresvergleich um 0,6 %-Punkte zurück. Alle Branchen und alle Bezirke bauen Arbeitslosigkeit ab, alle Altersgruppen profitieren, auch die Älteren und die Langzeitarbeitslosen,“ stellt AMS Tirol Chef Anton Kern die Tiroler Arbeitsmarktdaten vom Juli 2017 vor. Auch die Zahl der Beschäftigten mit einem Plus von 6.000 nehme auf einem hohen Niveau weiter zu, ein Hinweis darauf, dass die Tiroler Wirtschaft brummt. „Das weiterhin steigende Stellenangebot in allen Branchen führt dazu, dass die Möglichkeiten, eine Arbeit zu finden, so gut sind wie selten zuvor." Damit dies künftig so bleibe, müssten mehr Menschen weitergebildet und qualifiziert werden, diesem Anspruch werde das AMS Tirol mit zahlreichen maßgeschneiderten Programmen – insbesondere zum Heranbilden von Fachkräften - gerecht.

Arbeitslosigkeit

nach Geschlecht: Sowohl bei den 7.442 Frauen (-844 Person oder -10,2 %) als auch bei den 7.084 Männern (-1.000 Personen oder -12,4 %) kam es zu einem Rückgang der Arbeitslosigkeit.
nach Alter: Nach Altersgruppen betrachtet, ist die Arbeitslosigkeit bei allen Altersgruppen gesunken. Bei den 317 Jugendlichen zwischen 15 und 19 Jahren sank die Arbeitslosigkeit um 20,8 % oder -83 Personen. Bei den 1.470 arbeitslosen 20- bis 24-Jährigen kommt es zu einem Rückgang um 16,1 % oder -282. Bei den 8.058 Personen zwischen 25 und 49 Jahren ging die Arbeitslosigkeit um 14,4 % oder -1.351 zurück. Bei den 4.681 Personen über 50 Jahren sank die Arbeitslosigkeit um 2,7 % oder -128 Personen.
nach Herkunftsland: Von den insgesamt 14.526 arbeitslosen Personen sind 3.416 Personen AusländerInnen. Das sind um 403 Personen oder -10,6 % weniger als im Vergleichsmonat des Vorjahrs.
nach Ausbildung: 39,8% der insgesamt 14.526 arbeitslosen Personen haben nur Pflichtschulausbildung. Der Anteil der betroffenen Personen mit  Lehrausbildung beträgt 34,6 %. 9,8 % der arbeitslosen Personen besitzen eine höhere Ausbildung, 8,4 % einen akademischen Abschluss.
Langzeitarbeitslosigkeit: Bei den 1.777 länger als 1 Jahr vorgemerkten Arbeitslosen ist ein Rückgang um 141 Personen oder -7,4 % zu verzeichnen. Die Zahl der 6 Monate und länger Vorgemerkten ging um 552 Personen oder -13,5 % auf 3.537 zurück.
Dynamik: Tirol verzeichnet einen Zugang in die Arbeitslosigkeit von 5.541 Personen, das sind um 226 oder 4,3 % mehr als im Vorjahresvergleich.
nach Regionen: Nach Regionen betrachtet kommt es in allen Tiroler Bezirken zu Rückgängen.
In Reutte ging die Zahl der arbeitslos vorgemerkten Personen um 22,7 % oder -98 Personen zurück. Es folgen Landeck(-17,2 % oder -158), Kitzbühel (-16,0 % oder -150), Innsbruck (-11,9 % oder -939), Schwaz (-11,0 % oder -174), Kufstein
(-7,9 % oder -173), Imst (-7,5 % oder -80) und Lienz (-5,4 % oder -72).
nach Wirtschaftsklasse: Die größten Rückgänge nach Wirtschaftsabschnitten betrachtet, gab es im Abschnitt Beherbergung und Gastronomie mit -505 Personen oder -17,6 %.
Es folgt der Abschnitt Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen. Dieser betrug -373 Personen oder -13,5 % – davon entfallen -259 Personen (was einem Minus von 13,5 % entspricht) auf den Einzelhandel und -92 Personen
(-14,0 %) auf den Großhandel.
Im Abschnitt Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen geht die Arbeitslosigkeit um 181 Personen oder -9,7 % zurück– davon entfallen -100 Personen (was einem Minus von 13,4 % entspricht) auf die Vermittlung und Überlassung von Arbeitskräften.
nach Beruf: Nach ausgewählten Berufsobergruppen ist der markanteste Rückgang bei den Fremdenverkehrsberufen mit -472 Personen oder -17,6 %, bei den Handelsberufen mit -261 Personen oder -12,4 % und bei den Büroberufen mit -208 Personen oder -10,8 % feststellbar.
Schulung: Mit Stichtag 31.7.2017 befanden sich 2.073 Personen in Schulungs- und Ausbildungsaktivitäten des AMS Tirol. Das ist im Vorjahresvergleich um 30 Person oder -1,4 % weniger.
Stellenmarkt: Im Laufe des aktuellen Monats Juli wurden dem AMS Tirol 4.068 Stellen gemeldet, das ergibt eine Steigerung um 1.072 oder +35,8 % im Vergleich zum Vorjahresmonat. Zum Stichtag 31.7.2017 betrug der Bestand an sofort verfügbaren offenen Stellen 6.600, ein Zuwachs um 2.216 Stellen oder +50,5 %.
Die Laufzeit bis zur Besetzung einer freien Stelle beträgt 43 Tage.
Lehrstellenmarkt: Ende Juli 2017 waren insgesamt 1.758 Lehrstellen zur Besetzung gemeldet (Steigerung um 130 oder +8,0 %). Davon standen 946 (+195 oder +26,0 %) für sofortige, 812 Lehrstellen (-65 oder -7,4 %) für zukünftige Vermittlung bereit.
Lehrstellensuchend ließen sich insgesamt 703 Personen registrieren, das sind im Vorjahresvergleich um 27 Personen oder -3,7 % weniger.