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Tirol, Innsbruck, 01.09.2006

Deutlicher Rückgang der Arbeitslosigkeit in Tirol.

Aus Sicht des AMS Tirol besonders erfreulich: ein Viertel weniger arbeitslose Jugendliche.


Bei einem Stand von ca. 295.000 unselbständig Beschäftigten (ein Plus von 6.379 Personen im Vorjahresvergleich) und 10.904 vorgemerkten Arbeitslosen betrug zum Stichtag 31.08.2006 die Arbeitslosenquote in Tirol 3,6% (August 2005: 4,0% - Hochrechnung des AMS-Tirol).

„Im Vergleich zum Vorjahresmonat kam es in Tirol erneut zu einem Rückgang an vorgemerkten arbeitslosen Personen um -9,0% oder -1.085“ freut sich AMS Tirol Chef Anton Kern. Österreichweit liegt der Rückgang bei -8,4%. Der Rückgang schlägt sich in erster Linie in den Wirtschaftsabschnitten Sachgütererzeugung (-269 oder -17,0%), im Bauwesen (-240 oder -19,0%), im Beherbergungs- und Gaststättenwesen (-183 oder -6,1%) und im Handel (-177 oder -9,0%) nieder.

Der absolut stärkste Rückgang der Arbeitslosigkeit ist nach Altersgruppen betrachtet bei den 669 arbeitslosen Jugendlichen bis 19 Jahren (-25,2% oder -225) und bei den 1.646 Jugendlichen der Altersgruppe 20 bis 24 Jahre (-12,8% oder -241) zu verzeichnen. „Als Ursache dafür“, so Anton Kern, „können das Maßnahmenpaket des AMS Tirol, aber auch die stark verbesserten Chancen auf dem Arbeitsmarkt genannt werden“. Bei den 6.814 Personen im Haupterwerbsalter kam es zu einem Minus von 7,9% oder -587 und bei der Gruppe 50 Jahre und älter (1.775) liegt der Rückgang bei -1,8% oder -32. „Eine Herausforderung“ schränkt Anton Kern ein „stellt für uns nach wie vor die Langzeitarbeitslosigkeit dar. Die Zahl der länger als 1 Jahr vorgemerkten Arbeitslosen (327) ist mit +3,5% oder +11 weiterhin im Steigen.“

Die Zahl der TeilnehmerInnen an Schulungs- und Ausbildungsaktivitäten des AMS Tirol stieg im Vorjahresvergleich um 149 oder +15,5% auf 1.112.

Weiterhin stabil zeigt sich der Tiroler Stellenmarkt. Die Stellzugänge erhöhten sich um 38 oder +1,4% auf 2.724 und bei den Stellenabgängen konnte ein Plus von 296 oder +15,4% auf 2.212 verzeichnet werden.

Die Dauer bis zur Besetzung einer freien Stelle beträgt im Durchschnitt 34 Tage.

Arbeitslosigkeit nach Berufen Nach ausgewählten Berufsobergruppen ist der Rückgang der Arbeitslosigkeit im Bürobereich (-163 oder -9,5%), im Bau (-152 oder -26,5%), im Handel (-149 oder -9,2%), im Fremdenverkehr (-145 oder -6,7%) und im Metall-Elektrobereich (-102 oder -15,3%) am stärksten. Auch bei den Hilfsberufen (-99 oder -8,1%) und bei den Technikern (-66 oder -16,8%) konnten Rückgänge erzielt werden.

Arbeitslosigkeit nach Altersgruppen

Der Rückgang der Arbeitslosigkeit zieht sich durch alle Altersgruppen durch. So wurden bei den 669 arbeitslosen Jugendlichen bis 19 Jahren ein Minus von 25,2% oder -225 verzeichnet und bei den 1.646 20-bis 24jährigen liegt der Rückgang bei 12,8% oder -241. Bei den 6.814 Personen im Haupterwerbsalter kam es zu einem Minus von 7,9% oder -587 und bei der Gruppe 50 Jahre und älter sank die Arbeitslosenzahl um -1,8% oder -32 auf 1.775.

Langzeitarbeitslosigkeit

Bei den vorgemerkten Langzeitarbeitslosen sind 327 Personen länger als 1 Jahr vorgemerkt, was eine relative Veränderung von +3,5% (+11) im Vergleich zum Vorjahr bedeutet.
Bei den 1.100 länger als 6 Monate Vorgemerkten hingegen konnte ein Rückgang der Arbeitslosigkeit von -299 oder -21,4% erreicht werden.

Arbeitslosigkeit nach Geschlecht

Bei den 4.998 vorgemerkten Männern kam es zu einem stärkeren Rückgang der Arbeitslosigkeit (-788 oder -13,6%). Bei den Frauen sank die Zahl der Arbeitslosen um 297 oder -4,8% auf 5.906.

Arbeitslosigkeit nach Regionen

Regional gesehen kam es in allen Arbeitsmarktbezirken zu einem Rückgang der Arbeitslosigkeit. Landeck verzeichnet mit einem Minus von 24,4% oder -259 den stärksten Rückgang, gefolgt von Reutte mit -21,6% oder -83, Schwaz mit -13,3% oder -149, Kufstein mit -10,3% oder -162, Imst mit -6,7% oder -68, Lienz mit -5,7% oder -73, Innsbruck mit -5,5% oder -269 und Kitzbühel mit -3,3% oder -22.

Arbeitskräftenachfrage

Die Lage bei der Arbeitskräftenachfrage ist weiterhin stabil. So ist bei den 2.724 Stellenzugängen ein Plus von 38 oder 1,4% zu verzeichnen. Bei den 2.212 Stellenabgängen konnte ebenfalls ein Anstieg (+296 oder +15,4%) erzielt werden.

Lehrstellenmarkt

Lehrstellenmarkt: Die 767 (-39 oder -4,8%) vorgemerkten Lehrstellensuchenden und die 670 (+201 oder +42,9%) gemeldeten freien Lehrstellen ergeben eine Lehrstellenandrangziffer von 1,1. Das bedeutet, es gibt aktuell um 10% mehr Lehrstellensuchende als freie Lehrstellen.
Im Juli 2006 gab es noch um 20% mehr Lehrstellensuchende als freie Lehrstellen.