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Tirol, Innsbruck, 01.02.2012

Tiroler Arbeitsmarkt trotzt schwierigen globalen Rahmenbedingungen. Hohe Beschäftigung, dynamischer Arbeitsmarkt, offensive Arbeitsmarktpolitik.

Bei einem Stand von ca. 310.000 unselbständig Beschäftigten (ein Plus von 3.000 Personen im Vorjahresvergleich) und 19.866 vorgemerkten Arbeitslosen beträgt zum Stichtag 31.1.2012 die Arbeitslosenquote in Tirol 6,0% (6,0% Jänner 2011)– Hochrechnung des AMS.

In Tirol kam es im Vergleich zum Vorjahresmonat zu einem Anstieg an vorgemerkten arbeitslosen Personen um +415 oder +2,1%, das ergibt eine Arbeitslosenquote von 6,0% (0,0% Punkte Verände-rung zum Jänner 2011). „Die Erwerbstätigkeit hat gegenüber dem Vorjahr weiter zugenommen, die Nachfrage nach Arbeitskräften liegt auf hohem Niveau. Wie erwartet ist die Arbeitslosigkeit leicht angestiegen, wobei die Arbeitszunahme im Bau witterungsbedingt ist. Die leichte Zunahme im Tourismus steht im Zusammenhang mit dem Liberalisierungseffekt der Arbeitsmarktöffnung. Damit schließt der Jänner 2012 an die Arbeitsmarktentwicklung des Vormonats an“, fasst AMS Tirol Chef Anton Kern die monatlichen Zahlen zum Arbeitsmarkt zusammen.

Den größten Anstieg an arbeitslosen Personen gab es im Wirtschaftsabschnitt Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen (+152 oder +6,7%), im Abschnitt Bau mit +138 Personen oder 2,1%, und in der Beherbergung und Gastronomie (+105 oder +5,8%). Den stärksten Rückgang verzeichnet der Wirtschaftsabschnitt Herstellung von Waren (-32 oder -1,6%).

Die Zahl der arbeitslosen 15 bis 19-Jährigen ging um -8,3% oder -66 auf 726 Personen zurück. Bei den 2.751 20 bis 24-Jährigen gab es ein Plus von 4,7% oder +123 Personen im Vergleich zum Vor-jahresmonat. Bei den Personen im Haupterwerbsalter (25 bis 49 Jahre) ist ein Zuwachs von +1,8% oder +220 auf 12.667 Personen festzustellen. Bei der Gruppe 50 Jahre und älter stieg die Arbeitslosigkeit um +3,9% oder +138 auf 3.722 Personen. „Während wir bei der Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit sehr erfolgreich sind, muss der Langzeitarbeitslosigkeit weiterhin besondere Aufmerksamkeit gelten. Von der allgemeinen Nachfrage muss dieser Bereich noch stärker profitieren,“ bekennt sich Anton Kern zu dieser großen Herausforderung.

Die Zahl der länger als ein halbes Jahr arbeitslos vorgemerkten Personen stieg um +24 oder +1,3% auf 1.802. Ein Jahr und länger arbeitslos waren im Jänner 511 (-1 oder -0,2%) Personen.

Die Zahl der Schulungsteilnehmer ist im Vergleich zum Vorjahr um -273 oder -10,8% auf 2.250 zurück gegangen.

Bei den 3.234 Stellenzugängen ist ein Plus von 133 oder +4,3% zu verzeichnen. Bei den 3.373 Stellenabgängen gab es einen Rückgang um -188 oder -5,3%.

Die Dauer bis zur Besetzung einer freien Stelle beträgt 32 Tage, um 3 Tage weniger als im Vorjahresmonat.

Arbeitslosigkeit nach Berufen
Nach ausgewählten Berufsobergruppen sind die stärksten Anstiege der Ar-beitslosigkeit in erster Linie im Fremdenverkehr (+227 oder +15,1%) und bei den Hilfsberufen (+156 oder +8,6%) zu vermerken.
Einen Rückgang gab es im Bereich Verkehr mit -111 oder -8,9%.

Arbeitslosigkeit nach Altersgruppen
Die Zahl der arbeitslosen 15 bis 19-Jährigen ging um -8,3% oder -66 auf 726 Personen zurück. Bei den 2.751 20 bis 24-Jährigen gab es ein Plus von 4,7% oder +123 Personen im Vergleich zum Vorjahresmonat. Bei den Personen im Haupterwerbsalter (25 bis 49 Jahre) ist ein Zuwachs von +1,8% oder +220 auf 12.667 Personen festzustellen. Bei der Gruppe 50 Jahre und älter stieg die Arbeitslosigkeit um +3,9% oder +138 auf 3.722 Personen.

Langzeitarbeitslosigkeit
Bei den vorgemerkten Langzeitarbeitslosen sind 511 Personen länger als 1 Jahr vorgemerkt, was eine Veränderung von -1 oder -0,2% im Vergleich zum Vorjahr bedeutet.

Bei den 1.802 länger als 6 Monate Vorgemerkten ist ein Anstieg von +24 oder +1,3% zu beobachten.

Arbeitslosigkeit nach Geschlecht
Bei den Frauen (5.746) stieg die Arbeitslosigkeit um +92 oder +1,6%, bei den Männern (14.120) kam es zu einer Steigerung im Vergleich zum Vorjahresmonat um +323 oder +2,3%.

Arbeitslosigkeit nach Regionen
Regional
betrachtet verzeichnen die Arbeitsmarktbezirke Reutte mit -12,2% oder -65 Personen und Lienz mit -4,7% oder -112 einen Rückgang. Einen An-stieg verzeichnet Landeck mit +6,4% oder +85, Kufstein mit +5,7% oder +149, Schwaz mit +4,5% oder +82, Innsbruck mit +2,8% oder 204, Imst mit +2,4% oder +49 sowie Kitzbühel mit +1,6% oder +23 Personen.

Arbeitskräftenachfrage
Bei den 3.234 Stellenzugängen ist ein Plus von 133 oder +4,3% zu verzeich-nen. Bei den 3.373 Stellenabgängen gab es einen Rückgang um -188 oder -5,3%.

Zugang in die Arbeitslosigkeit

Im Jänner 2012 verzeichnet Tirol einen Zugang von 7.421 arbeitslosen Personen, das sind um +110 oder +1,5% mehr als im Vorjahresvergleich.

Lehrstellenmarkt
Am Lehrstellenmarkt stiegen die gemeldeten freien Lehrstellen im Vergleich zum Jänner 2011 um +40 oder +8,1% auf 533 an.
Die Zahl der 310 Lehrstellensuchenden stieg um +6 oder +2,0%. Das ergibt eine Lehrstellenandrangziffer von 0,6.