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Tirol, Innsbruck, 03.09.2012
Anstieg der Arbeitslosigkeit in Tirol im August. Ein Plus bei den Stellenzugängen, wachsende Beschäftigung, sinkende Schulungsrate.
Bei einem Stand von ca. 313.000 unselbständig Beschäftigten (ein Plus von 5.000 Personen im Vorjahresvergleich) und 13.868 vorgemerkten Arbeitslosen betrug zum Stichtag 31.08.2012 die Arbeitslosenquote in Tirol 4,2% (August 2011: 4,1%) laut Hochrechnung des AMS Tirol.
Im Vergleich zum Vorjahresmonat kam es in Tirol zu einem Anstieg an vorgemerkten arbeitslosen Personen um +4,7% oder +623 Personen.
Nach Wirtschaftsabschnitten betrachtet, sind die stärksten Anstiege in der Beherbergung und Gastronomie mit +186 oder +7,3%, im Bereich Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen mit +119 oder +5,3% und im Bau mit +63 oder +8,6% festzustellen. Einen Rückgang gab es bei der Erbringung von sonstigen Dienstleistungen mit -25 oder -7,5%.
Ein Anstieg der Arbeitslosigkeit ist bis auf die 15-19jährigen in allen Altersgruppen festzustellen. Bei den insgesamt 611 der 15-19jährigen gab es ein Minus von 8,1% (-54), bei den 2.055 Personen im Alter von 20-24 Jahren ein Plus von 6,3% (+122). Bei den 8.471 Personen im Haupterwerbsalter (25-49 Jahre) kam es zu einem Anstieg von +3,5% (+283). Bei den 50jährigen und Älteren stieg die Ar-beitslosigkeit um +11,1% oder +272 auf 2.731 Personen. Die Zahl der länger als 1 Jahr vorgemerkten Arbeitslosen ist um +153 oder +31,7% auf 635 gestiegen. „Erfreulich ist, dass die Jugendarbeitslosigkeit entgegen dem europäischen Trend gering gehalten werden kann. Langzeitarbeitslosigkeit und steigende Arbeitslosigkeit älterer Arbeitskräfte bleiben hingegen die größten Herausforderungen an den Tiroler Arbeitsmarkt, “ kommentiert Dr. Karin Klocker die aktuellen Trends.
Regional gesehen verzeichnet einzig Schwaz mit -3,4% oder -42 einen Rückgang der Arbeitslosig-keit. Den stärksten Anstieg gab es in Innsbruck mit +6,5% oder +386, gefolgt von Kufstein mit +5,8% oder +101, Landeck mit +5,8% oder +59, Imst mit +5,1% oder +52, Lienz mit +3,8% oder +44, Kitz-bühel mit +2,9% oder +22 und Reutte mit +0,3% oder +1.
Die Zahl der SchulungsteilnehmerInnen ist im Vergleich zum Vorjahr um -263 oder -15,0% auf 1.448 zurückgegangen. „Menschen, die heute arbeitslos sind oder die über noch keine ausreichende Quali-fizierung bzw. Ausbildung verfügen, müssen weiterhin Hilfestellung und Unterstützung erhalten. Für das AMS Tirol gilt, dem Bedarf der Unternehmen stärker zu entsprechen und so Menschen bestmög-lich eine Perspektive im ersten Arbeitsmarkt zu eröffnen. Qualität geht dabei vor Quantität,“ bekennt sich Dr. Karin Klocker zu Weiterbildung und Höherqualifizierung.
Die Stellenzugänge sind im Vergleich zum Vorjahr um +107 oder +2,9% auf 3.739 gestiegen. Die Stellenabgänge sind ebenfalls um +208 oder +7,6% auf 2.934 angestiegen.
Die Dauer bis zur Besetzung einer freien Stelle beträgt im Durchschnitt 35 Tage.
Arbeitslosigkeit nach Berufen
Nach ausgewählten Berufsobergruppen sind die stärksten Anstiege der Arbeitslosigkeit bei den Fremdenverkehrsberufen (+127 oder +5,2%), im Han-del (+99 oder +5,5%) und bei den Hilfsberufen (+98 oder +6,4%) festzustellen.
Arbeitslosigkeit nach Altersgruppen
Ein Anstieg der Arbeitslosigkeit ist bis auf die 15-19jährigen in allen Altersgruppen festzustellen. Bei den insgesamt 611 der 15-19jährigen gab es ein Minus von 8,1% (-54), bei den 2.055 20-24jährigen ein Plus von 6,3% (+122). Bei den 8.471 Personen im Haupterwerbsalter (25-49 Jahre) kam es zu einem Anstieg von +3,5% (+283). Bei den 50 Jahre und Älteren stieg die Arbeitslosigkeit um +11,1% oder +272 auf 2.731 Personen.
Langzeitarbeitslosigkeit
Bei den vorgemerkten Langzeitarbeitslosen sind 635 Personen länger als 1 Jahr vorgemerkt, was eine Veränderung von +153 oder +31,7% im Vergleich zum Vorjahr bedeutet.
Bei den 2.111 länger als 6 Monate Vorgemerkten stieg die Zahl der Arbeitslosen um +223 oder +11,8%.
Arbeitslosigkeit nach Geschlecht
Bei den 6.655 vorgemerkten Männern kam es zu einem Ansteig der Arbeitslosigkeit um +403 oder +6,4%. Bei den Frauen stieg die Zahl der Arbeitslosen um +220 oder +3,1% auf 7.213.
Arbeitslosigkeit nach Regionen
Regional gesehen verzeichnet einzig Schwaz mit -3,4% oder -42 einen Rück-gang der Arbeitslosigkeit. Den stärksten Anstieg gab es in Innsbruck mit +6,5% oder +386, gefolgt von Kufstein mit +5,8% oder +101, Landeck mit +5,8% oder +59, Imst mit +5,1% oder +52, Lienz mit +3,8% oder +44, Kitzbü-hel mit +2,9% oder +22 und Reutte mit +0,3% oder +1.
Arbeitskräftenachfrage
Bei den 3.739 Stellenzugängen ist ein Plus von 107 oder +2,9% zu verzeichnen. Bei den 2.934 Stellenabgängen kam es zu einem Anstieg von +208 oder +7,6%.
Zugang in die Arbeitslosigkeit
Im August 2012 verzeichnet Tirol bei den 4.722 Zugängen arbeitsloser Personen, ein Minus von 231 oder -4,7%.
Lehrstellenmarkt
Lehrstellenmarkt: Die 589 (-23 oder -3,8%) vorgemerkten Lehrstellensuchenden und die 936 (+75 oder +8,7%) gemeldeten freien Lehrstellen ergeben eine Lehrstellenandrangziffer von 0,6.



