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Tirol, Innsbruck, 14.08.2012
Ausbildungsgarantie für Jugendliche: Positive Perspektive
AMS und Land Tirol bekämpfen gemeinsam Jugendarbeitslosigkeit
Jugendliche brauchen unbedingt eine positive Perspektive für ihren Einstieg ins Berufsleben. Alle, die eine Lehrausbildung anstreben, aber vorerst keinen Ausbildungsbetrieb finden, können dennoch einen Lehrgangsplatz erhalten, um die Chance auf eine Facharbeiterlaufbahn zu wahren. AMS und Land Tirol gehen hier einmal öfter gemeinsame Wege.
Das Auffangnetz für Jugendliche im Rahmen des Nationalen Aktionsplans (NAP) besteht seit 1998. Mit einem Bündel von Maßnahmen soll sichergestellt werden, dass möglichst allen ausbildungswilligen und ausbildungsfähigen Jugendlichen eine Lehrstelle zur Verfügung steht. Eines der wichtigsten Instrumente des NAP ist das Auffangnetz, das jenen Jugendlichen, die bis Schulschluss des laufenden Kalenderjahres keine Lehrstelle gefunden haben, in Form von Lehrgängen einen Ausbildungsplatz zur Verfügung stellt.
Das Auffangnetz für Jugendliche, auch unter dem Begriff „Ausbildungsgarantie“ bekannt, wird aktuell in allen Tiroler Bezirken angeboten. Insgesamt wurden 956 Jugendliche im Rahmen des Auffangnetzes betreut. Davon haben 471 Jugendliche 2011/2012 eine überbe-triebliche Lehrausbildung über das AMS begonnen, auch in Zukunftsbranchen wie Metall-technik/Mechatronik. Die Budgetmittel dafür wurden mit 6,8 Millionen Euro veranschlagt, da-von finanziert das AMS Tirol 5,2 Millionen Euro. „Das Land Tirol stellt heuer für die überbetriebliche Lehrlingsausbildung im Rahmen der Fachkräfteoffensive rund 1,6 Millionen Euro zur Verfügung. Unser Ziel ist es, Jugendlichen ohne Ausbildungsplatz die Möglichkeit zu bieten, eine Lehre zu beginnen. Wir wollen sicherstellen, dass alle Tiroler Jugendlichen Zugang zur Berufswelt haben – niemand soll zurück gelassen werden“, erklärte Wirtschaftslandesrätin KR Patrizia Zoller-Frischauf.
„Im Ausbildungsjahr 2012/13 bewegt sich die Planung auf demselben Niveau, ca. 850 – 900 Jugendliche sollen im Auffangnetz betreut werden, davon 500 direkt auf überbetrieblichen Lehrplätzen. Der Bedarf bleibt trotz demographischer Entwicklung hoch, der Grund dafür ist in mangelhaften schulischen Grundkenntnissen und Schlüsselkompetenzen bzw. in der geringen Zahl an Lehrstellen in den gewünschten Berufen zu suchen“, stellt AMS Tirol Chef Anton Kern fest. Das Budget für 2012/13 wurde auf 6,7 Millionen Euro veranschlagt.
Bemerkenswert an der Entwicklung ist festzuhalten, dass es dem AMS Tirol z.T. gelingt, Jugendliche schon vor dem eigentlichen Eintritt in einen überbetrieblichen Lehrgang im Rah-men der Abklärung/Orientierung auf eine betriebliche Lehrstelle zu vermitteln. Erfreulich ist laut AMS Tirol insbesondere auch die insgesamt hohe Vermittlungsquote, 68 % der betreu-ten Jugendlichen schafften den Sprung von der Ausbildungsgarantie in die Tiroler Wirtschaft.
Bildunterschrift: AMS und Land Tirol arbeiten zum Nutzen der Jugend und Wirtschaft zusammen. Im Bild beweisen die Lehrlinge Matthias Schiemer und Nicola Neururer ihr Können. Lehrherr Thomas Peintner, Patrizia Zoller-Frischauf und Anton Kern zeigen sich begeistert.
Fotocredit: Christoph Ursprunger



