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Österreich, Wien, 02.11.2017

Arbeitslosigkeit sank im Oktober um 4,6 Prozent - 393.029 ohne Job

Arbeitslosenquote nach nationaler Definition sank um 0,7 Prozentpunkte auf 7,9 Prozent - Arbeitslosenzahlen sinken seit März kontinuierlich


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"Die Arbeitslosigkeit in Österreich ging auch im Oktober weiter zurück. Mit aktuell 393.029 als arbeitslos oder in Schulungen des AMS registrierten Arbeitsuchenden waren Ende Oktober im Vorjahresvergleich 18.922 oder 4,6% weniger Menschen beim AMS vorgemerkt als noch im Oktober des Vorjahres. Es ist dies der stärkste heuer gemessene Rückgang. Die Arbeitslosigkeit ist dabei mit Ausnahme von Vorarlberg (+0,3%) in allen Bundesländern gesunken. Während es danach aussieht, dass die Arbeitslosigkeit bei Personen über 50 Jahren sich mit einem Plus von nur mehr 0,1% oder+58 Personen nunmehr auch endlich zumindest zu stabilisieren beginnt, ist der Rückgang der Jugendarbeitslosigkeit mit einem Minus von fast 7% höchst erfreulich", erkläret Johannes Kopf, Vorstand des Arbeitsmarktservice (AMS).

Die Arbeitslosenquote nach nationaler Definition ist um 0,7 Prozentpunkte auf 7,9% gesunken. Nach der Definition von Eurostat liegt die Arbeitslosigkeit in Österreich mit Stichtag Ende September bei 5,6%, und damit um 0,5% niedriger als im Vorjahr.
Die Beschäftigung steigt weiter. Mit Ende Oktober 2017 waren in Österreich bereits 3.676.000 Personen unselbstständig beschäftigt. Damit sind heuer um 68.000 Personen mehr in Arbeit als im Vorjahr.

Weiterhin sinkt die Arbeitslosigkeit der Männer mit -16.113 Arbeitsuchenden bzw. -8,7% besonders stark. Die Arbeitslosigkeit der Frauen ist mit -5,7% bzw. -8.944 Personen ebenso rückläufig. Bei Inländer/innen geht die Zahl der Arbeitsuchenden aktuell mit -7,7% (-18.612 Personen) stärker zurück als jene bei Personen ohne österreichischen Pass mit -6,4% (-6.445).

Der positive Trend sinkender Jugendarbeitslosigkeit verläuft weiterhin sehr erfreulich. Die Arbeitslosigkeit der 15- bis 24-Jährigen ist nach nationaler Definition um - 16,7% bzw. -6.980 Personen gesunken. Nach Eurostat ist die Jugendarbeitslosenquote in Österreich gegenüber dem Vorjahr um -1,8 Prozentpunkte auf 9,6% gesunken und liegt damit weiter im europäischen Spitzenfeld. Besonders erfreulich ist, dass der Aufschwung zum ersten Mal bei der Zielgruppe 50+ ankommt. Die Arbeitslosenzahl in dieser Gruppe, welche vor mehreren Monaten noch jeweils zwischen drei und sieben Prozent gestiegen ist, ist im Vergleich zum Vorjahr erstmals negativ und beträgt -0,7% bzw. -636 Personen.

Die Hochkonjunktur zeigt sich vor allem auch an der Entwicklung der offenen Stellen. Der Bestand der beim Arbeitsmarktservice gemeldeten Stellen beträgt aktuell 59.202 und liegt damit um +44,5% über dem Vorjahreswert. Auch für angehende Lehrlinge hat sich die Situation etwas entspannt, wenngleich die Zahl der Lehrstellensuchenden (6.794) trotz eines Rückgangs um -4% noch immer um über tausend Personen größer ist als die Zahl der gemeldeten offenen Lehrstellen (5.429, Anstieg um 16,4%).

Regional beobachten wir eine bundesweite Angleichung der Arbeitsmarktentwicklung hin zu einem starken Rückgang. Besonders stark sinkt die Arbeitslosigkeit in der Steiermark mit -13,6% bzw. -5.374 Personen. Dahinter folgen dicht gedrängt Tirol mit -9,6% bzw. -2.492 Arbeitsuchenden, Oberösterreich (-8,9%  bzw. -3.349 Arbeitsuchende), das Burgenland (-8,6% bzw. -751), und Kärnten (-8,2%  bzw. -1.977). Deutlich sinkt die Arbeitslosigkeit auch im bevölkerungsstarken Osten Österreichs in Niederösterreich (-6,3% bzw. -3.427 Personen) und Wien (-5,5% bzw. -6.775 Personen). In Salzburg beträgt der Rückgang -5,4% bzw. -875 Arbeitsuchende. In Vorarlberg ist die Arbeitslosigkeit um +37 Personen bzw. -0,4% gesunken, was jedoch durch einen leichten Anstieg bei den Schulungsteilnehmer/innen überkompensiert wird.