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Österreich, 04.01.2016

Arbeitsmarkt: Rückblick auf Dezember und Gesamtjahr 2015

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Mit 475.435 Personen in Arbeitslosigkeit oder Schulungen des AMS brachte der 31.12. – wie zu erwarten – saisonbedingt den höchsten Wert des Jahres 2015. Der Dezember führt jedes Jahr zu massiven Veränderungen am Arbeitsmarkt, so ist etwa die Arbeitslosigkeit im Baubereich um fast 40.000 höher, im Tourismus hingegen um rund 20.000 Personen niedriger als noch Ende November. Verglichen mit dem Vorjahr steigt die Zahl arbeitsloser Personen und SchulungsteilnehmerInnen um 19.604 (+4,3%). Deutlich betroffen ist Wien, das fast 70% des österreichweiten Arbeitslosigkeitsplus aufweist. Günstiger ist die Entwicklung nicht nur in Westösterreich und demografisch bedingt auch bei der Jugendarbeitslosigkeit, sondern auch im Bereich der Herstellung von Waren. Hier dürfte sich die sich verbessernde Konjunktur bereits bemerkbar machen.

Mit Ende Dezember liegen nunmehr auch die Jahresergebnisse 2015 vor
Ein Wirtschaftswachstum von unter einem Prozent (letzte WIFO Prognose für 2015: +0,8%) verbunden mit einem massiven Anstieg des Arbeitskräftepotenzials ist eine ganz und gar schlechte Kombination für den Arbeitsmarkt. So brachte 2015 einen weiteren traurigen Arbeitslosigkeitsrekordwert. Berücksichtigt man auch die Personen in Schulungen des AMS – die im Jahresdurchschnitt um rund 10.000 gesunken sind – so stieg die Zahl der im Jahr 2015 beim AMS gemeldeten Menschen um knapp 25.000 auf gesamt 419.458. Über das Gesamtjahr 2015 lässt sich demgemäß auch kaum etwas Positives berichten. Eine wirkliche Trendwende am Arbeitsmarkt ist aus heutiger Sicht in weiter Ferne, auch wenn die Zahlen des Dezembers 2015 erfreulicherweise eine bevorstehende Konjunkturbelebung anzukündigen scheinen.