Österreich, Wien, 01.03.2017

Februar: Steigende Beschäftigung und wachsendes Stellenangebot

Auch im Februar ist die Zahl der unselbständig Beschäftigten in Österreich weiter gestiegen. Mit 3.571.000 sind gegenüber dem Vorjahreswert zusätzlich 55.000 Personen (+1,6%) einer Erwerbsarbeit nachgegangen. Auch die Anzahl der offenen Stellen ist mit einem Plus von 13.532 (+37,7%) auf insgesamt 49.383 angestiegen. Der weitere Aufwärtstrend wirkt sich auch geringfügig auf die Zahl der Arbeitslosen aus. "Mit 475.786 Personen auf Jobsuche oder in Schulung war die Arbeitslosigkeit Ende Februar im Vorjahresvergleich (-145 Personen oder 0,0%) konstant. Während die Arbeitslosigkeit unter Österreicherinnen und Österreichern mittlerweile deutlich rückläufig ist, steigt sie bei Personen mit ausländischer Staatsbürgerschaft merkbar an. Dies ist vor allem mit den zunehmend auf den Arbeitsmarkt kommenden geflüchteten Personen erklärbar", erklärte Johannes Kopf, Vorstand des AMS Österreich. Die Arbeitslosenquote beträgt nach nationaler Definition 10,1 Prozent (-0,3%). Gemäß der internationalen Definition von EUROSTAT beträgt die Quote 5,7%. Das bedeutet einen Rückgang um 0,4 Prozentpunkte.

In den konjunkturabhängigen Branchen zeigt sich ein überwiegend positives Bild. So waren bereits Ende Jänner in der Warenproduktion um 5.500 Personen mehr beschäftig als noch ein Jahr zuvor und selbst im Bau waren trotz des relativ kalten Jänners um 2.400 mehr Personen in Arbeit. Beschäftigungsmotor bleibt aber der Dienstleistungsbereich mit Zuwächsen im Handel von 8.000, im Tourismus um 5.000, im Gesundheits- und Sozialwesen um 7.700 und im Bereich der Arbeitskräfteüberlassung um 7.400 Personen. Der positive wirtschaftliche Trend spiegelt sich auch in der aktuellen Entwicklung der branchenspezifischen Arbeitslosigkeit wider. Ende Februar 2017 beträgt der Rückgang in der Warenproduktion 3,4 Prozent, im Handel 2,5 Prozent, im Bau 2,1 Prozent und in der Arbeitskräfteüberlassung 1,5 Prozent. Ansteigend bleibt die Zahl der beim Arbeitsmarktservice gemeldeten Arbeitslosen dagegen im Tourismus mit 0,2 Prozent und im Gesundheits- und Sozialwesen mit 2,4 Prozent.

Arbeitslosenrückgang in sechs Bundesländern, starker Rückgang der Jugendarbeitslosigkeit

"In Oberösterreich ist die Situation in etwa konstant, Wien und Niederösterreich zeigen leichte Anstiege, alle anderen Bundesländer weisen rückläufige Arbeitslosenzahlen auf. Deutlich erkennbar ist auch die demografische Veränderung der österreichischen Bevölkerung. Während sich Lehrstellenmarkt und Jugendarbeitslosigkeit erfreulich entwickeln, steigt die Arbeitslosigkeit älterer Personen", so Kopf.

Ende Februar gab es einen beachtlichen Rückgang der Jugendarbeitslosigkeit seit dem vergangenen Jahr. Die Anzahl von Personen zwischen 15 und 24 Jahren ohne Erwerbsarbeit ist im Vergleichszeitraum um 5.444 auf insgesamt 44.910 gesunken. Das bedeutet ein Minus von 10,8 Prozent gegenüber 2016. Besonders stark ist die Arbeitslosigkeit in der Gruppe der 15 bis 19-Jährigen zurückgegangen. Hier beträgt das Minus sogar 16,7 Prozent. Nach wie vor schwierig zeigt sich weiterhin der Arbeitsmarkt für Arbeitssuchende ab 50 Jahren mit einem Anstieg der Arbeitslosigkeit um 6,8 Prozent und gesundheitlich beeinträchtigte Personen mit 8,2 Prozent. Insgesamt sind 60.265 Arbeitssuchende bereits länger als 12 Monate vorgemerkt. Das sind um +11,7% mehr als noch ein Jahr zuvor.

InländerInnen profitieren vom allmählichen Aufschwung überdurchschnittlich stark. Die Arbeitslosigkeit liegt für diese um 8.980 bzw. 3,1 Prozent unter dem Wert des Vorjahres. Bei Personen mit nichtösterreichischer Staatsbürgerschaft steigt sie hingegen um 3.877 bzw. 3,4 Prozent. Obwohl es bereits einem Viertel der schutzberechtigten neu zugewanderten Personen gelungen ist, zumindest für eine gewisse Zeit eine Beschäftigung aufzunehmen, bleibt die Integration in den Arbeitsmarkt für diese Gruppe eine besondere Herausforderung.