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Österreich, Wien, 01.02.2017

Jänner: Leichter Anstieg der Arbeitslosigkeit, freie Stellen und Beschäftigung legen stark zu

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Die Zahl der Beschäftigten bleibt auch Ende Jänner auf Rekordniveau. Mit 3.543.000 liegt die Zahl der unselbständigen Erwerbstätigen um 58.000 bzw. um 1,7 Prozent über dem Wert des Vorjahres. Auch an der Entwicklung der offenen Stellen zeigt sich, dass der Aufwärtstrend in der österreichischen Wirtschaft weiter an Boden gewinnt. Die Zahl der gemeldeten offenen Arbeitsplätze liegt Ende Jänner mit 45.165 um 35,1 Prozent über dem Vorjahreswert.

"Nach einem leichten Rückgang der Arbeitslosigkeit in den zwei letzten Monaten des vergangenen Jahres steigt Ende Jänner 2017 die Summe aus arbeitslosen Personen bzw. Schulungsteilnehmerinnen und Schulungsteilnehmern mit einem Plus von 3.606 Personen oder 0,7% wieder leicht an. Wetterbedingt setzt sich die hervorragende Entwicklung der Baubeschäftigung des vergangenen Jahres aktuell nicht fort. Trotzdem beachtenswert ist die Tatsache, dass die Bauarbeitslosigkeit gegenüber dem milden Vorjahr zumindest konstant ist" erklärte Johannes Kopf, Vorstand des Arbeitsmarktservice (AMS).

Die Zahl der vorgemerkten Arbeitssuchenden beträgt Ende Jänner 422.262. Damit liegt sie um 2.727 Personen bzw. 0,6 Prozent unter dem Wert des Vorjahres. Unter Einrechnung der Personen in Schulungsangeboten des AMS zeigt sich jedoch ein leichter Anstieg der Arbeitssuchenden um 3.606  bzw. 0,7 Prozent. Vor allem die Bauwirtschaft muss gegenwärtig angesichts des strengen Winters einige laufende Projekte unterbrechen. Während hier in den Vormonaten die Arbeitslosigkeit noch um bis zu 10 Prozent rückläufig war, sind es im Jänner gerade noch 0,1 Prozent. Deutlich stärker nimmt hingegen die Arbeitslosigkeit mit 4,8 Prozent in der konjunkturabhängigen Warenproduktion ab. Ansteigend bleibt sie hingegen im Gesundheits-und Sozialwesen mit 1,5 Prozent sowie im Tourismus mit 0,4 Prozent.

Die Registerarbeitslosigkeit beträgt aktuell 10,6 Prozent, ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 0,2 Prozentpunkte. Nach internationalen Maßstäben beträgt die jüngst veröffentlichte Quote für Österreich (Dezember 2016) 5,7 Prozent, das bedeutet einen Rückgang um 0,3 Prozentpunkte. Der EU-Durchschnitt liegt bei 8,2 Prozent. Die Jugendarbeitslosigkeit sinkt wie bereits in den Vormonaten, sie geht um 1,1 Prozent zurück und beträgt gemäß dieser Definition 10,5 Prozent.

Rückgang der Arbeitslosigkeit in sieben Bundesländern

In sieben Bundesländern ist die Arbeitslosigkeit nunmehr rückläufig. Am stärksten zeigt sich einmal mehr Tirol mit einem Rückgang von 5,3 Prozent, vor der Steiermark mit 2,5 Prozent und Kärnten mit 2,0 Prozent. Ansteigend bleibt die Arbeitslosigkeit hingegen in Oberösterreich mit 1,4 Prozent und Niederösterreich mit 2,4 Prozent. Abnehmende Arbeitslosenzahlen sind mit 0,8 Prozent auch in Wien festzustellen. Allerdings sind hier die TeilnehmerInnen an Schulungen mit +4.818 deutlich ansteigend. Österreichweit steigt die Zahl an Personen die ein Schulungsangebot des Arbeitsmarktservice angenommen haben um 6.333 (9,7 Prozent) und beträgt aktuell 71.590.

Während in den vergangenen Monaten die Arbeitslosigkeit von Frauen durchwegs unterdurchschnittlich abgenommen hat, ist nunmehr der Rückgang mit 1,3 Prozent deutlich stärker als bei Männern mit 0,3 Prozent. Besonders schwierig gestaltet sich weiterhin der Arbeitsmarkt für ohnehin benachteiligte Gruppen wie Ältere mit +7,2 Prozent, gesundheitlich beeinträchtigte Personen mit +8,2 Prozent und Personen mit nichtösterreichischer Staatsbürgerschaft mit +4,0 Prozent.

Sinkende Jugendarbeitslosigkeit und mehr offene Lehrstellen

Die Zahl der Lehrstellensuchenden liegt Ende Jänner mit 5.994 um 2,5 Prozent unter dem Wert des Vorjahres. Gleichzeitig ist der Bestand an gemeldeten offenen Lehrstellen um 16,8 Prozent auf 3.467 angestiegen. Die Zahl der vorgemerkten arbeitslosen Jugendlichen (im Alter von 15 bis 24) ist mit -9,7 Prozent weiterhin kräftig rückläufig. Bei den jüngsten Arbeitsmarkteinsteigern, den 15- bis 19-Jährigen, liegt die Arbeitslosigkeit sogar um 14,8 Prozent unter dem Vorjahreswert.