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Österreich, Wien, 01.08.2017

Juli-Arbeitsmarkt: Um 2,4% weniger Arbeitslose, um fast 50% mehr freie Stellen

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"Ende Juli erreicht die Arbeitslosigkeit in Österreich saisonbedingt üblicherweise ihren Tiefstand im Jahresverlauf. So auch heuer. Im aussagekräftigeren Vorjahresvergleich ergeben die aktuell 370.386 als arbeitslos oder in Schulung gemeldeten Personen einen Rückgang um 9.293 Personen bzw. -2,4%. Während Vorarlberg und Wien dabei einen minimalen Anstieg aufweisen, sinkt die Anzahl der Betroffenen in allen anderen Bundesländern, am deutlichsten in Tirol, mit einem Rückgang von mehr als 10%. Aktuell kann das AMS seinen Arbeitssuchenden um fast 50% mehr offene Stellen anbieten als noch vor einem Jahr. Es ist dies nicht nur höchst erfreulich, sondern lässt auch auf die Nachhaltigkeit des Konjunkturaufschwungs schließen. Nichtsdestotrotz bleiben große Anstrengungen der aktiven Arbeitsmarktpolitik vor allem für ältere und langzeitarbeitslose Menschen notwendig, damit auch diese Personengruppen künftig davon profitieren können" so Johannes Kopf, Vorstand des Arbeitsmarktservice (AMS).

Die Arbeitslosigkeit ist in Österreich in fast allen Branchen rückläufig. Die Arbeitslosigkeit im Bau ist um - 8,9 % bzw. - 1.801 Personen gesunken. In der Herstellung von Waren ist die Arbeitslosigkeit um - 7,9 % bzw.  - 2.221 Personen gesunken. Im Tourismus ist die Arbeitslosigkeit mit - 7 % bzw. -  2.453 Personen rückläufig und auch im Handel ist die Arbeitslosigkeit um - 5,8 % bzw. - 2.931 Personen ebenso wie die Arbeitslosigkeit in der Arbeitskräfteüberlassung mit – 3,8 % bzw. -1.260 Personen gefallen.  Der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Gesundheits- und Sozialwesen hat sich auf +0,9 % bzw. + 91 Personen weiter verlangsamt. 

Auch weiterhin sinkt die Arbeitslosigkeit der Männer mit - 10.033 Arbeitssuchenden bzw. – 5,8 % besonders stark. Die Arbeitslosigkeit der Frauen ist mit – 2,7 % bzw. – 4.032 Personen  ebenso rückläufig. Bei Inländern geht die Zahl der Arbeitslosen aktuell um -  4,8 % zurück und auch bei Personen ohne österreichischen Pass ist mit -3,1% die Zahl der Arbeitsuchenden abnehmend.

Besonders erfreulich ist die weiterhin sinkende Jugendarbeitslosigkeit. Diese ist um - 13,4 % bzw. - 5.366 Personen gesunken. Die Jugendarbeitslosigkeit nach Eurostat ist in Österreich gegenüber dem Vorjahr um beachtliche 3,6  Prozentpunkte auf 8,4 % weiter gesunken. Die Jugendarbeitslosigkeit ist in Österreich nur mehr knapp halb so hoch wie im europäischen Durchschnitt. Österreich hat damit den Abstand zu Resteuropa weiter ausbauen können und liegt bei der Jugendarbeitslosigkeit mittlerweile auf Platz 2 aller EU-Staaten.

Die gute Konjunktur zeigt sich vor allem auch an der Entwicklung der offenen Stellen. Der Bestand der beim Arbeitsmarktservice gemeldeten Stellen beträgt aktuell 65.038 und liegt damit um +48,5% über dem Vorjahreswert. Auch regional setzt sich der Trend der letzten Monate mit einer Angleichung der positiven Entwicklung zwischen West- und Ostösterreich weiter fort. Besonders stark sinkt die Arbeitslosigkeit derzeit in Tirol mit – 11,3 % bzw. -1.844 Personen und der Steiermark mit – 9,5 % bzw. – 3.726 Arbeitssuchenden. Auch in Kärnten (-5,6 % bzw. – 1.146 Arbeitslose), dem Burgenland (- 5,2  %  bzw. - 465 Arbeitsuchenden), Oberösterreich (-4,8 % bzw. – 1.862 Personen), Niederösterreich (-3,4% bzw. – 1.913 Personen) und Salzburg (-2,5 % bzw. – 307 Arbeitsuchenden) sinkt die Arbeitslosigkeit. Einzig in Vorarlberg ist die Arbeitslosigkeit um + 74 Personen bzw. +0,8 % geringfügig gestiegen. In Wien wird die sinkende Arbeitslosigkeit (- 2,4 % bzw. – 2.876 Personen) durch den Anstieg der Schulungsteilnehmer um 3.175 Personen überkompensiert.