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Österreich, Wien, 01.04.2015

März-Arbeitslosigkeit deutlich über dem Vorjahr

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Mit 360.212 Personen sind aktuell um 41.037 bzw. 12,9 Prozent mehr Menschen arbeitslos vorgemerkt als noch ein Jahr zuvor. Inklusive der TeilnehmerInnen an Schulungsangeboten des Arbeitsmarktservice beträgt die Zahl an arbeitsuchenden Personen 428.519. Gegenüber dem vergleichbaren Wert des Vorjahres bedeutet das einen Anstieg um 26.196 bzw. 6,5 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat ist dies ein Rückgang um 37.707 bzw. 8,1 Prozent. Das statistische Amt der Europäischen Union weist für Österreich aktuell einen Gesamtwert von 5,3 Prozent aus (9,4 Prozent nach nationaler Berechnungsmethode) und für die Jugendarbeitslosenquote ergeben sich 9,0 Prozent. Trotz der neuen - und von den meisten anderen EU-Mitgliedsstaaten abweichenden Berechnungsmethode - bleibt Österreich in der Europäischen Union bei beiden Werten hinter Deutschland an zweiter Stelle in der Union. Insgesamt ist die Zahl der Beschäftigten mit 14.000 bzw. 0,4 Prozent weiterhin zunehmend und bezogen auf die Jahreszeit wurde damit wieder ein neuer Beschäftigtenhöchststand erreicht. Die Nachfrage nach Arbeitskräften reicht aber nicht aus, das kräftig steigende Arbeitskräfteangebot aufzunehmen.

Vor allem auf Grund der Entwicklung in den jeweiligen Branchen steigt die Arbeitslosigkeit bei Männern mit 14,9 Prozent stärker als bei Frauen mit 9,9 Prozent. So scheint besonders die Baukonjunktur trotz des überaus milden Winters noch nicht in Schwung zu kommen. In diesem Bereich beträgt die Zunahme an Arbeitslosen 14,3 Prozent. Dagegen profitiert der Tourismus gegenwärtig vom heuer früheren Ostertermin. Hier ist (gegenwärtig) der Anstieg mit 2,3 Prozent beinahe zum Stillstand gekommen. In Tirol führt dieser Effekt sogar erstmals wieder zu einem Rückgang der Gesamtarbeitslosigkeit um 1,1 Prozent. Überdurchschnittlich stark bleibt hingegen die Zunahme an vorgemerkten Arbeitslosen mit 16,4 Prozent in der Arbeitskräfteüberlassung und im Gesundheits- und Sozialwesen mit 13,2 Prozent.

Österreichweit bleibt auch im März die Entwicklung bei Jugendlichen nach wie vor etwas besser als der Gesamtdurchschnitt. Die Arbeitslosigkeit der 15- bis 24-Jährigen liegt um 5,7 Prozent über dem Vorjahr und bei den jüngsten ArbeitsmarkteinsteigerInnen -den 15 bis 19-Jährigen steigt sie um 2,2 Prozent. Die Zahl der Lehrstellensuchenden liegt um 6,9 Prozent über dem vergleichbaren Vorjahreswert, während der Bestand an sofort verfügbaren Lehrstellen um 3,5 Prozent rückläufig ist. Gegenwärtig stehen damit dem Arbeitsmarktservice für 4.986 Lehrstellensuchende 3.189 gemeldete (sofort verfügbare) Lehrstellen zur Verfügung.

Mehr Arbeitsplätze gibt es derzeit (bei trotz allem steigender Arbeitslosigkeit) lediglich im Tourismus, im Gesundheitswesen, im Transportwesen sowie im Kommunikations- und Informationsbereich. In den noch stärker konjunkturabhängigen Sektoren Warenproduktion und im Bau ist die Zahl der Beschäftigten hingegen nach wie vor rückläufig.