Österreich, 21.01.2016

Mehr als 573.000 Jobsuchende fanden 2015 einen Arbeitsplatz

Um 8.492 oder 1,5% mehr als noch 2014 – 65% bereits innerhalb von drei Monaten – Mehr Ältere und gut Qualifizierte vermittelt


Im Vorjahr fanden trotz schlechter Wirtschaftslage mehr Arbeitslose eine Beschäftigung als noch im Jahr 2014. Insgesamt 573.401 Arbeitslosen gelang 2015 mit Unterstützung des Arbeitsmarktservice (AMS) die Rückkehr in den Arbeitsmarkt, um 8.492 Personen oder 1,5 Prozent mehr als 2014. „Die Jobsuche dauerte für den Großteil unser Kundinnen und Kunden nach Beginn der Arbeitslosigkeit bzw. nach Ende einer AMS-Schulung nur kurz: 65 Prozent der Arbeitslosen fanden bereits innerhalb von drei Monaten einen Arbeitsplatz. Für 23 Prozent dauerte die Jobsuche drei bis sechs Monate, für zehn Prozent bis zu einem Jahr, für zwei Prozent länger als ein Jahr“, erklärte Johannes Kopf, Vorstandsmitglied des Arbeitsmarktservice (AMS).

Regional betrachtet lagen die Bundesländer Steiermark (+3,3%), Vorarlberg (+3,3%) und Salzburg (+1,6%) über dem österreichweiten Durchschnitt von plus 1,5%. Die meisten Arbeitsplätze für Jobsuchende gab es im Bereich Beherbergung/Gastronomie (110.629), im Bau (100.893) und im Bereich Sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen (82.812). Starke relative Zuwächse gab es bei den Privaten Haushalten (+8,8%), bei den Sonstigen Dienstleistungen (+7,2%) und im Bereich Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (+4%).


Mehr Ältere und gut Qualifizierte haben 2015 eine Beschäftigung gefunden


17 Prozent der Jobsuchenden, die im Vorjahr die Rückkehr in den Arbeitsmarkt geschafft haben, waren bereits 50 Jahre oder älter. „Diese Zahlen widerlegen das immer wieder gehörte Vorurteil, dass ältere Menschen überhaupt keine Chancen mehr am Arbeitsmarkt hätten. Insgesamt 100.057 Über-50Jährige fanden 2015 wieder einen Job, das waren um 7.993 oder 8,7 Prozent mehr als noch 2014", erklärte Kopf. Von den Jobsuchenden im Alter zwischen 25 und 49 fanden 364.254  (+1.597 oder 0,4%) einen Arbeitsplatz. Nach Ausbildung betrachtet stieg die Zahl der Arbeitsaufnahmen von Personen mit akademischer Ausbildung (+10,2%), mit höherer Ausbildung (+5,5%) und mit Lehrausbildung (+1,5%). Die Beschäftigungsaufnahmen von Personen mit Pflichtschulausbildung (+0,5%) gingen im Vorjahr weiter zurück.