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Österreich, Wien, 01.04.2016

Mildes Wetter dämpfte Arbeitslosenanstieg im März

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„Aktuell sind 438.654 Menschen als arbeitslos oder in Schulung beim AMS vorgemerkt. Es ist dies gegenüber dem Vorjahr ein Anstieg um 10.135 Personen (+2,4%). Wie schon Ende Februar ist dieser Anstieg aufgrund der milden Witterung niedriger als prognostiziert. So zeigt sich mit einem Rückgang von mehr als 3.000 Personen (-7,0%) vor allem der Bauarbeitsmarkt günstiger. Bedingt durch die Osterwoche sind die Tourismuszahlen relativ stabil. Salzburg, Tirol und Vorarlberg weisen rückläufige Arbeitslosenzahlen auf, berücksichtigt man auch Personen in Schulung, ist Kärnten ebenfalls rückläufig. Die Schulungen des AMS sind – unter anderem durch verstärkte Aktivitäten und zusätzliches Förderbudget für Asylberechtigte und subsidiär Schutzberechtigte – wieder leicht ansteigend. Abschließend das unerfreuliche Fazit: eine Trendwende am Arbeitsmarkt ist weiterhin nicht zu entdecken“, so Johannes Kopf, Vorstand des AMS Österreich.

Die Zahl der vorgemerkten Arbeitslosen und Schulungsteilnehmer erhöhte sich bei Männern per Ende März im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,4 Prozent auf 252.041, bei Frauen gab es ein Plus von 3,7 Prozent auf 186.613. Bei den Inländern waren mit 310.363 Personen um 0,5 Prozent weniger ohne Job, während die Zahl der joblosen Ausländer - aufgrund steigender anerkannter Flüchtlinge am Arbeitsmarkt - um 9,9 Prozent auf 128.291 zulegte.

Das Plus von Arbeitslosen und Schulungsteilnehmern im Handel - unter anderem wegen der Zielpunkt-Pleite - um 2,8 Prozent auf 63.010 wirkte sich vor allem für Frauen negativ aus. Die hohe Fluktuation im Gesundheits- und Sozialwesen bescherte der Branche einen Arbeitslosenanstieg von 4,2 Prozent auf 11.251. Im Tourismus gab es einen leichten Zuwachs um 1,8 Prozent, während am Bau (-6,9 Prozent), bei Leiharbeit (-2,4 Prozent) und in der Warenerzeugung (-1,4 Prozent) rückläufige Zahlen verzeichnet wurden.

Nach Bundesländern war die Entwicklung am Arbeitsmarktmarkt in Westösterreich und Kärnten deutlich besser als in Ostösterreich: Die Arbeitslosenzahlen stiegen in Wien um 4,6 Prozent, im Burgenland um 3,8 Prozent und in Niederösterreich um 2,9 Prozent, sanken hingen in Tirol (-7,8 Prozent ), Salzburg (-6,7 Prozent) und Vorarlberg (-1,1 Prozent). Die Zahl der Schulungsteilnehmer erhöhte sich nur in Wien (+18,5 Prozent) und verringerte sich am stärksten in Kärnten (-14,4 Prozent), der Steiermark (-6,3 Prozent) und im Burgenland (-6,8 Prozent).