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Österreich, Wien, 20.06.2007
AMS setzt auf weitere Steigerung der Dienstleistungsqualität und Ausbau der Kundenzufriedenheit
Ausbau der Stellenakquisition und rasche Jobvermittlung durch arbeitsmarktnahe Schulungen
Durch die gute Konjunkturlage und die hohe Arbeitskräftenachfrage konnte die Arbeitslosigkeit in Österreich im vergangenen Jahr stark gesenkt werden. Ende Mai lag die Arbeitslosenzahl erstmals seit sechs Jahren wieder unter 200.000. „Neben der Reduktion der Arbeitslosenzahlen hat sich das AMS heuer die weitere Steigerung der Dienstleistungsqualität und den Ausbau der Kundenzufriedenheit zum Ziel gesetzt. Im Zentrum stehen dabei zentrale Arbeitsschwerpunkte, wie der quantitative und qualitative Ausbau der Stellenakquisition und die rasche Jobvermittlung durch die arbeitsmarktnahe Ausrichtung der Schulungen“, erklärte Herbert Buchinger, Vorstandsvorsitzender des Arbeitsmarktservice (AMS) Österreich am Mittwoch vor Journalisten.
Quantitativer und qualitativer Ausbau der Stellenakquisition
Das Arbeitsmarktservice ist der größte Personalvermittler am österreichischen Arbeitsmarkt. Mit einem Einschaltgrad von 30 Prozent wird derzeit jede dritte freie Stelle dem AMS zur Besetzung gemeldet. Das AMS will seinen Einschaltgrad bei den Unternehmen heuer noch weiter ausbauen und erstmals bei der Stellenakquisition verstärkt in den höher qualifizierten Stellenmarkt vordringen. „Unser Ziel ist es, im Lauf des Jahres mehr als 323.000 freie Stellen für Arbeitsuchende zu akquirieren, dabei sollen mehr als die Hälfte der akquirierten Stellen für Personen mit der Qualifikation Lehrabschluss und höher sein. Mit dieser neuen Zielsetzung wollen wir den Jobsuchenden nicht nur mehr Jobs, sondern auch höherwertige Stellen zur Besetzung anbieten“, betonte Johannes Kopf, Vorstand des AMS.
Akquisitionsoffensive des AMS für freie Stellen
Ein wichtiger Teil im Bereich Stellenakquisition war die Impulsoffensive, mit der das AMS seine Aktivitäten rund um die Akquisition und Besetzung freier Stellen noch weiter verstärkt hat. Im Rahmen der Impuls-Offensive, die von Ende April bis Mitte Juni österreichweit durchgeführt wurde, hat das AMS die Stellenakquisition durch Betriebsbesuche weiter ausgebaut. Insgesamt wurden im Aktionszeitraum 3.500 Betriebe von 330 Mitarbeiter/innen besucht. Dabei lag der Schwerpunkt der Aktion wie bereits im Vorjahr auf dem persönlichen Kontakt zwischen dem/der Berater/in des AMS und den Unternehmen. „Von Jahresbeginn bis Ende Mai konnten wir unser Stellenangebot bereits deutlich erweitern: Österreichs Unternehmen haben uns bisher insgesamt mehr als 162.000 freie Stellen zur Besetzung gemeldet, das waren um rund 17.900 oder 12,4 % mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres“, freut sich Kopf über die Erfolge im Service für Unternehmen. Deutlich ausgebaut wurde auch die Zahl der akquirierten Stellen für Personen mit der Qualifikation Lehrabschluss und höher: Mit insgesamt 91.300 Stellen konnte die Stellenakquisition im höher qualifizierten Stellenmarkt gegenüber dem Vorjahr um 20.900 oder 29,7 % erhöht werden.
Ausbau des Key Account Managements für Unternehmen
Die Akquisitionsziele des AMS werden durch verbessertes Service von Unternehmen und intensiven Kundenkontakt erreicht. So hat das AMS vor einem Jahr das überregionale Key Account Management von großen, überregional tätigen Unternehmen mit Filialstandorten in mehr als einem Bundesland intensiviert. Durch die intensive Kundenbetreuung im Rahmen des Key Account Management Pilotbetriebs von überregional tätigen Großbetrieben konnte die Stellenakquisition in diesen Betrieben österreichweit um 26 Prozent gesteigert werden.
"Unsere gute Zusammenarbeit mit der Wirtschaft schlägt sich sowohl in messbaren Akquisitionserfolgen, als auch in der Kundenzufriedenheit nieder. Nach der jüngsten Kundenbefragung des AMS benoten zwei von drei Unternehmenskunden die Zusammenarbeit des AMS mit der Note sehr gut oder gut. Von 2005 auf 2006 konnten wir den Anteil der Unternehmenskunden, die die Zusammenarbeit mit dem AMS mit der Note sehr gut und gut bewerten von 66,7 auf 68 Prozent weiter ausbauen", so Kopf.
Rasche Jobvermittlung durch arbeitsmarktnahe Schulungen
Die Erfolgsquote von Schulungen steht im Jahr 2007 im Mittelpunkt des Steuerungsinteresses des AMS. Nicht die Zahl der durchgeführten Schulungen ist für die AMS-Geschäftsstellen relevant, um die arbeitsmarktpolitischen Ziele zu erreichen, sondern die Zahl der Beschäftigungsaufnahmen der Jobsuchenden danach „Derzeit finden 46 Prozent der Frauen und 45 Prozent der Männer innerhalb von drei Monaten nach Ende der Schulung wieder einen Arbeitsplatz. Für das Jahr 2007 haben wir uns zum Ziel gesetzt, dass rund 50 Prozent der Schulungsteilnehmer/innen innerhalb von drei Monaten nach Schulungsende wieder in einem Beschäftigungsverhältnis sind.“, erklärte Herbert Buchinger, Vorstandsvorsitzender des AMS. Mit dem neuen Arbeitsschwerpunkt wird durch die arbeitsmarktnahe Qualifizierung die Eingliederung der Jobsuchenden in den Arbeitsmarkt noch rascher erfolgen.
Zwei Drittel des Förderbudgets werden für Qualifizierung verwendet
Das AMS hat 2007 ein Rekordbudget von 845 Millionen Euro. Rund 67 % des Budgets für aktive Arbeitsmarktpolitik werden für die Aus- und Weiterbildung von Arbeitsuchenden verwendet, 25 % für Beschäftigungsförderung und 8 % für sonstige Unterstützungsmaßnahmen (wie beispielsweise Kinder-betreuungsbeihilfe). Rund drei Viertel der Jobsuchenden haben nur Pflichtschule oder Lehrabschluss. Das AMS hat 2007 die Qualifizierungsangebote für Jobsuchende ausgebaut, um gering Qualifizierten neue Chancen am Arbeitsmarkt zu eröffnen und der Wirtschaft qualifizierte Arbeitskräfte sicherzustellen.
"Auch bei den Arbeitsuchenden ist es uns gelungen, die Gesamtzufriedenheit mit dem Leistungsspektrum der AMS-Geschäftsstellen weiter zu verbessern. Nach der jüngsten Kundenbefragung bewerteten 64,6 % der Arbeitsuchenden die AMS-Dienstleistungen mit der Note sehr gut oder gut auf einer sechsteiligen Skala. Auch in Zukunft werden wir an der laufenden Verbesserung der Kundenzufriedenheit arbeiten“, betonte Buchinger abschließend.



