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Österreich, Wien, 02.07.2007

Arbeitslosigkeit sinkt um 6,5 Prozent, Beschäftigung steigt

Die Zahl der Arbeitslosen ist mit Ende Juni 2007 um 12.724 auf 183.644 gesunken, das entspricht einem Rückgang von 6,5%. Gleichzeitig ist die Zahl der Schulungsteilnehmer mit einem Minus von 12,7% bzw. 7.338 Personen stark rückläufig.

Die geschätzte Zahl der unselbständig Beschäftigten (ohne geringfügige Beschäftigungsverhältnisse) liegt für Ende Juni 2007 bei rund 3.366.200(ca. +59.800 bzw. +1,8% im Vergleich zum Vorjahr).

Der kräftige Rückgang bei der Zahl der Arbeitsuchenden zieht sich durch alle Gruppen: Bei den Männern sind es -7.076 (-6,9%), bei Frauen -5.648 (-6,0%). Inländer: -6,6% (-10.825), Ausländer: -5,8% (-1.899).

Der Rückgang der Zahl der arbeitsuchenden Jugendlichen beträgt -7,1% (-2.167) und ist damit deutlich stärker als der Gesamtrückgang der Arbeitslosigkeit. Bei älteren Personen (ab 50 Jahre) ist die Zahl der Arbeitssuchenden um 4,9% gesunken. Die Zahl der Langzeitarbeitsuchenden (d.h. Vormerkungen länger als ein Jahr) ist um 26,4% bzw. 2.117 Personen auf 5.907 Personen gesunken.

Entwicklung in den Bundesländern
Den stärksten (relativen) Rückgang der Zahl der Arbeitsuchenden verzeichnet Oberösterreich mit -12,8%. "Oberösterreich zweifellos das wirtschaftliche Vorbild", so Bartenstein. Danach folgen das Burgenland (-9,6%), Vorarlberg und Wien mit jeweils -7,8%, Niederösterreich (-5,5%), Salzburg (-4,7%), Tirol (-4,6%), Kärnten (-4,0%) und die Steiermark mit -0,7%.

Entwicklung nach Branchen
"Auch nach Brachen betrachtet ergibt sich ein erfreuliches Bild - wir haben einen Rückgang der vorgemerkten Arbeitssuchenden in allen wirtschaftlichen Bereichen", so Bartenstein. Nach Branchen betrachtet verzeichnen die Sachgütererzeugung mit -10,1% und die Bauwirtschaft mit -6,8% den größten Rückgang, das Minus im Handel liegt bei -6,0%, im Tourismus bei -5,5%, bei unternehmensbezogenen Dienstleistungen bei -4,6% und bei sonstigen Dienstleistungen -1,0%.

Mit 1. Mai trat die Fachkräfte-Verordnung zur Öffnung des Arbeitsmarktes für 800 Dreher, Fräser und Schweißer als Pilotprojekt in Kraft. Bislang haben 130 Fachkräfte eine Bewilligung erhalten oder deren Anträge werden derzeit geprüft. Weitere 100 Facharbeiter sind nach Österreich gekommen, nachdem sie - nach Zustimmung der Regionalen Beiräte - eine Bewilligung erhalten haben.

Es gebe einen europaweiten Fachkräftemangel und auch einen europaweiten Markt für Fachkräfte, so Bartenstein auf der Pressekonferenz heute in Graz. Deshalb sei es notwendig, an allen Rädern zu drehen, um einem drohenden Fachkräftemangel in Österreich entgegenzusteuern. "Oberste Priorität hat die Fachkräfteausbildung in Österreich", so Bartenstein. Dabei stehe vor allem die Lehre als duale Ausbildung im Unternehmen und in der Berufsschule und die Facharbeiterintensivausbildung als zweiter Ausbildungsweg im Vordergrund. Im Rahmen der vom AMS gestarteten Qualifizierungsoffensive für Fachkräfte werden die Ausbildungsmaßnahmen für Arbeitskräfte verdoppelt. Außerdem werde der Blum Bonus für die Lehrlingsausbildung bis 2008 verlängert.