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Österreich, Wien, 01.10.2008

Die Arbeitslosigkeit sank Ende September um 1,5% im Vergleich zum Vorjahr

Im September ging die Arbeitslosigkeit in Österreich weiter zurück. Ende des Monats waren beim Arbeitsmarktservice (AMS) 183.327 Jobsuchende vorgemerkt, das waren um 2.820 oder 1,5 Prozent weniger als im September des Vorjahres. Damit ging auch die Arbeitslosenquote weiter zurück. Nach EUROSTAT-Daten lag die Arbeitslosenquote in Österreich bei 3,3 Prozent, eine Verbesserung um 1,4 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr. Unter den EU-Ländern liegt Österreich damit an drittbester Stelle (Durchschnitt der 27 EU-Staaten: 6,9 Prozent).

Die Zahl der unselbstständig Beschäftigten ist nach Schätzung des Wirtschafts- und Arbeitsministeriums im September um rund 70.000 auf 3.467.200 (+2,1 Prozent) im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Die Zahl der Langzeitarbeitsuchenden (länger als 12 Monate) ist um 5,2 Prozent auf 5.431 Personen zurückgegangen. Die Dauer der Arbeitssuche beträgt durchschnittlich 90 Tage und hat sich damit um drei Tage gegenüber dem Vorjahr verkürzt.
 
Die Zahl der gemeldeten offenen Stellen ist um 3.212 (-7,7 Prozent) auf 38.514 gesunken. Die Lehrstellenlücke ist im Jahresabstand um 355 auf 2.519 angestiegen.
 
Der Rückgang der Arbeit suchend vorgemerkten Personen zeigt sich in folgenden Bereichen: Männer: -887 (-0,9 Prozent), Frauen: -1.933 (- 2,1 Prozent), Inländer: -3.585 (-2,3 Prozent). Zunahmen gibt es bei Ausländern: + 765 (+ 2,4 Prozent), Jugendlichen (15 bis 24 Jahre): + 642 (plus 2,0 Prozent) und Älteren (über 50-Jährige): +1.359 (+3,8 Prozent).
 
Entwicklung in den Bundesländern
Den stärksten Rückgang der Zahl der Arbeitssuchenden verzeichnet Wien mit minus 7,0 Prozent. Danach folgt Niederösterreich mit minus 5,4 Prozent. Einen Anstieg müssen hingegen Vorarlberg (plus 0,4 Prozent), Oberösterreich (plus 0,9 Prozent), Steiermark (plus 1,1 Prozent), Salzburg (plus 6,5 Prozent), Burgenland (plus 6,6 Prozent), Kärnten (plus 7,6 Prozent) und Tirol (plus 10,4 Prozent) hinnehmen.
 
Entwicklung nach Berufsgruppen
Der Rückgang der Arbeitsuchenden zeigt sich in vielen wichtigen Berufsgruppen: Die Bauberufe verzeichnen ein Minus von 4,1 Prozent, Gesundheits- und Sozialwesen minus 3,2 Prozent, der Handel minus 2,5 Prozent, die Warenproduktion minus 0,6 Prozent. Im  Tourismus wird ein Anstieg von Plus 0,3 Prozent und bei der Arbeitskräfteüberlassung ein Plus von 3,3 Prozent gemeldet

Schulungen durch das Arbeitsmarktservice
Die Zahl der in Schulung befindlichen Personen lag Ende September 2008 bei 50.469, das entspricht einem Anstieg von 333 bzw. 0,7% gegenüber dem Vorjahr.