News
Österreich, Wien, 06.04.2004
Um 5,5 Prozent mehr Arbeitslose
Arbeitslosigkeit stieg Ende März auf rund 267.200 Jobsuchende – alle Berufsbereiche und fast alle Bundesländer betroffen – Rückgänge gab es bei den Jugendlichen und älteren Arbeitsuchenden.
Der Anstieg der Arbeitslosigkeit in Österreich setzte sich im März weiter fort: Mit 267.195 Jobsuchenden lag die Arbeitslosigkeit Ende März um 13.932 Personen oder 5,5 % über dem Niveau des Vorjahres. Im Vergleich zum Vormonat ging die Zahl der Jobsuchenden saisonbedingt um 35.124 oder 11,6 % zurück. Die nach EU-Kriterien ermittelte saisonbereinigte Arbeitslosenquote für März stieg von 4,3 % im Vorjahr auf 4,5 % (vorläufiger Wert), die Arbeitslosenquote nach nationaler Berechnung lag mit 7,8 % um vier Zehntelprozentpunkte über dem Vorjahreswert.
Im März gab es insgesamt 67.887 Zugänge (plus 19,8 % gegenüber dem Vorjahr) und 110.829 Abgänge (plus 4,2 % gegenüber dem Vorjahr) aus der Arbeitslosigkeit. Vom Anstieg der Arbeitslosigkeit waren mehr Männer als Frauen betroffen. Die Zahl der jobsuchenden Männer nahm gegenüber dem Vorjahr um 7.268 oder 4,7 %, die der Frauen um 6.664 oder 6,8 % zu.
Im Vergleich zum Vorjahr angestiegen ist die Arbeitslosigkeit in allen drei großen Berufsbereichen. Im Dienstleistungsbereich stieg die Arbeitslosenzahl am stärksten (plus 8.196 oder 7,1 %). Vom Anstieg waren vor allem Personen aus Büro-, Handels-, Reinigungs-, Verkehrs-, Lehr- und Kulturberufen betroffen. Im Produktionsbereich stieg die Zahl der Jobsuchenden im Vorjahresvergleich nur leicht an (plus 1.336 oder 1,8 %). Während bei den Metall/Elektro- und den Holzberufen die Arbeitslosigkeit zurückging, stieg sie bei den Hilfsberufen an. Eine Zunahme der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr gab es Ende März auch in den Saisonberufen (plus 4.393 oder 7,1 %). Dort stieg die Zahl der Arbeitsuchenden im Fremdenverkehr (plus 2.600 oder 11,2 %) und im Baubereich (plus 1.650 oder 4,9 %).
Nach Altersgruppen betrachtet konnten Rückgänge der Arbeitslosigkeit bei den Jugendlichen unter 19 (minus 243 oder 2,5 %) und bei den Arbeitsuchenden über 50 (minus 2.854 oder 5,3 %) erreicht werden. Bei den 20- bis 24-Jährigen stieg die Arbeitslosigkeit (plus 1.210 oder 4,1 %) an. Stärker stieg die Arbeitslosigkeit bei Personen im Haupterwerbsalter zwischen 25 und 49 Jahren (plus 15.819 oder 9,9 %).
Nach Regionen betrachtet nahm die Arbeitslosigkeit in allen Bundesländern - außer in der Steiermark und in Kärnten - zu. In der Steiermark sank die Zahl der Jobsuchenden um 235 oder 0,6 % unter das Vorjahresniveau, in Kärnten blieb die Arbeitslosigkeit auf dem Niveau des Vorjahres. In den übrigen Bundesländern stieg die Arbeitslosigkeit, am relativ stärksten in Salzburg (plus 9,6 %) sowie in Wien (plus 9,3 %), Vorarlberg (plus 9,3 %) und Niederösterreich (plus 6,5 %). In den übrigen Bundesländern lag die Zunahme unter dem Bundesdurchschnitt von 5,5 %.



