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Österreich, Wien, 04.05.2004

Ende April gab es um 9.000 mehr Arbeitslose

Arbeitslosigkeit stieg um 4,1 % auf 240.556 Jobsuchende - Rückgang der Arbeitslosigkeit bei den Produktionsberufen sowie in der Steiermark, in Kärnten und im Burgenland


Der Anstieg der Arbeitslosigkeit in Österreich setzte sich im April weiter fort. Mit 240.556 Jobsuchenden lag die Arbeitslosigkeit am Monatsende um 9.439 Personen oder 4,1 % über dem Vorjahresniveau. Gegenüber dem Vormonat ging die Arbeitslosigkeit saisonbedingt um 26.639 oder 10 % zurück. Die nach EU-Kriterien ermittelte saisonbereinigte Arbeitslosenquote blieb mit 4,5 % gegenüber März 2003 unverändert, lag aber um 0,2 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert. Die Arbeitslosenquote nach nationaler Berechnung sank gegenüber dem Vormonat von 7,8 auf 7,1 %, stieg jedoch gegenüber April 2003 um 0,3 Prozentpunkte an.

Vom Anstieg der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr waren mehr Frauen (plus 7.424 oder 7,3 %) als Männer (plus 2.015 oder 1,6 %) betroffen. Im April gingen 73.342 Personen in die Arbeitslosigkeit zu und 105.025 Personen aus der Arbeitslosigkeit ab. Die durchschnittliche Dauer der Arbeitslosigkeit blieb mit knapp vier Monaten (113 Tage) auf niedrigem Niveau und lag nur geringfügig (3 Tage) über dem Vorjahreswert.

Im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen ist die Arbeitslosigkeit in den Produktionsberufen (minus 752 oder 1,1%). Vom Rückgang profitierten vor allem die Bereiche Metall/Elektro-, Holz-, Chemie- und Papierberufe. Bei den Dienstleistungsberufen stieg die Zahl der Jobsuchenden um 6.412 oder 5,7 % auf 118.338 an. Vom Anstieg waren vor allem Personen aus Reinigungs- und Handelsberufen sowie aus Lehr- und Kulturberufen betroffen. Eine Zunahme der Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr gab es auch bei den Saisonberufen. Dort gab es Ende April 56.304 Arbeitsuchende (plus 3.816 oder 7,3 %). Während die Arbeitslosigkeit bei den Bauberufen (minus 1.154 oder 6,2 %) und den land- und forstwirtschaftlichen Berufen (minus 52 oder 1,9 %) zurückging, stieg die Zahl der Jobsuchenden im Fremdenverkehr (plus 5.022 oder 16,2 %) an.

Nach Altersgruppen betrachtet zeigte sich Ende April folgendes Bild: Bei den Jugendlichen unter 19 (minus 134 oder 1,5 %) und bei den über 50jährigen Arbeitslosen (minus 3.701 oder 7,5 %) sank die Arbeitslosigkeit. Bei den 20 bis 24jährigen stieg die Zahl der Jobsuchenden (plus 1.036 oder 3,7 %) leicht an. Vom Anstieg der Arbeitslosigkeit am relativ stärksten betroffen waren Personen im Haupterwerbsalter zwischen 25 und 45. Dort nahm die Arbeitslosigkeit um 12.238 oder 8,5 % zu.

Nach Regionen betrachtet sank die Arbeitslosigkeit in den Bundesländern Steiermark (minus 2.341 oder 7 %), Kärnten (minus 227 oder 1,4 %) und Burgenland (minus 123 oder 1,9 %). Angestiegen ist die Arbeitslosigkeit am stärksten in Tirol (plus 2.627 oder 14,4 %), in Vorarlberg (plus 1.184 oder 14,1 %), in Salzburg (plus 960 oder 7,6 %, in Wien (plus 5.342 oder 6,9 %) und in Oberösterreich (plus 1.052 oder 4,5 %). In Niederösterreich lag der Arbeitslosenanstieg (plus 965 oder 2,8 %) unter über dem Bundesdurchschnitt von 4,1 %.