Förderungen

Es gibt eine Vielzahl finanzieller Förderungen bei der Einstellung von Menschen mit Behinderung. Sie dienen als Anreiz, MitarbeiterInnen mit Behinderung zu beschäftigen, zur Sicherung dieser und als Ausgleich behinderungsbedingter Einschränkungen.

Lohnkostenzuschüsse sind ebenso möglich wie Zuschüsse für die notwendigen Arbeitsplatzadaptierungen.

Förderung der Lehrlingsausbildung von Jugendlichen mit Behinderung
Gefördert werden können Unternehmen mit Lehrberechtigung laut Berufsausbildungsgesetz. Jugendliche mit Behinderung sind bei der Förderung besonders berücksichtigt. Voraussetzung ist die rechtzeitige Kontaktaufnahme mit dem Arbeitsmarktservice vor Aufnahme des Ausbildungsverhältnisses.

Lehrausbildung für Jugendliche mit Behinderung  unter 18 Jahre*
Jugendliche, die aufgrund ihrer Behinderung am Arbeitsmarkt benachteiligt sind, können in Betrieben mit monatlich bis zu EURO 302,- und in Ausbildungseinrichtungen monatlich bis zu EURO 453,- gefördert werden.

Lehrausbildung für Jugendliche mit Behinderung über 18 Jahre*
Wenn ein mindestens kollektivvertraglicher Hilfsarbeiterlohn vereinbart ist, können Jugendliche in Betrieben und Ausbildungseinrichtungen monatlich bis zu EURO 755,- gefördert werden. Die Förderdauer kann die gesamte Lehrzeit umfassen.

Eingliederungsbeihilfe*
Die Förderung wird bei der Geschäftsstelle des Arbeitsmarktservice, bei der die/der Arbeitsuchende vorgemerkt ist, beantragt.

* Regional unterschiedliche Förderungsvorraussetzungen möglich! 

Wichtige Fördervoraussetzungen

  • Kontaktnahme vor Aufnahme des Dienstverhältnis erforderlich.
  • mindestens kollektivvertragliche Entlohnung.
  • die Arbeitszeit muss mindestens die Hälfte der gesetzlichen oder kollektivvertraglichen Wochenstunden betragen.

Bemessungsgrundlage
Für die Ermittlung der Förderung ist der Bruttolohn (ohne Überstunden, Zulagen, Diäten, Provisionen, ...) plus ein 50%iger Zuschlag (für die Lohnnebenkosten).

Maximale Förderhöhe
In den ersten 6 Monaten höchstens 100%, in weiterer Folge höchstens 66,7% der Bemessungsgrundlage.

Maximale Förderdauer
Für die Dauer des Arbeitsverhältnisses, maximal bis zu 2 Jahren.

Beendigung des Arbeitsverhältnisses
Es ist keine Mindestbeschäftigungsdauer und keine Kündigungseinschränkung vorgesehen. Die Abrechnung erfolgt aliquot, egal wie das Arbeitsverhältnis endet.