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Vorarlberg, 02.11.2017

Arbeitslosigkeit konstant auf Vorjahresniveau

Mit dem Ende der Sommersaison im Fremdenverkehr erhöhte sich die Zahl der vorgemerkten Arbeitslosen gegenüber dem Vormonat um 935 oder 9,9% auf insgesamt 10.398 (5.428 Männer und 4.970 Frauen). Im Vergleich zum Vorjahr bedeutete dies einen minimalen Rück-gang (-37 oder -0,4%). Wenn man die aktuellen Daten näher betrachtet, erkennt man, dass dahinter merkliche Verschiebungen stehen. Diese kamen vor allem durch die verstärkte Be-treuungseinbindung der bleibeberechtigten Flüchtlinge zustande.
Ende Oktober waren in Vorarlberg insgesamt 608 Asylberechtigte (478 Männer und 130 Frauen) arbeitslos vorgemerkt. Im Vergleich zum Vorjahr entsprach dies einem Plus von 335 oder 122,7%. Da die Betreuung dieser Personen durch das AMS in den anderen Bundesländern teilweise deutlich früher erfolgte als bei uns, beeinflusst dies auch den Bundesländervergleich; österreichweit sind die Arbeitslosenzahlen bei den Asylberechtigten bereits etwas niedriger (-76) als vor einem Jahr.
Ohne diese besondere (konjunkturunabhängige) Entwicklung hätte sich die Arbeitslosenzahl in Vorarlberg gegenüber dem Vorjahr um 372 oder 3,7% verringert, erläutert Bernhard Bereuter. Dies ist in Folge bei den meisten Ausführungen zu berücksichtigen.

Davon abgesehen stellte sich der heimische Arbeitsmarkt zuletzt sehr stabil dar und profitierte von dem schon seit längerem anhaltenden konjunkturellen Aufschwung. So waren beim AMS Vorarlberg am Monatsende insgesamt 3.484 sofort verfügbare offene Stellen gemeldet; um 1.375 bzw. 65,2% mehr als vor einem Jahr. Das Anforderungsprofil der angebotenen Stellen entspricht aber oft nicht dem Ausbildungsniveau der Vorgemerkten.

Vor allem die Wiedereingliederung von Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen sowie mit ungenügender Qualifikation bereitet große Schwierigkeiten; über ein Viertel aller vorgemerkten Arbeitslosen haben gesundheitliche Vermittlungseinschränkungen, bei den über 50-Jährigen knapp die Hälfte. 45,7% aller Arbeitslosen konnten zudem nicht mehr als einen Pflichtschulabschluss vorweisen.
Im Vorjahresvergleich erhöhten sich die Arbeitslosenbestände bei den Männern um 11 (+0,2%), während sie sich bei den Frauen um 48 (-1,0%) verringerten.
Nach Berufsgruppen betrachtet standen merklichen Rückgängen in den Bau- (-40), Gaststätten- (-39) und Reinigungsberufen (31) Anstiege in den Hilfs- (+59) und Büroberufen (+53) sowie bei den TechnikerInnen (+35) gegenüber.

Österreichweit verringerte sich die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr um 7,4% (-25.057) auf insgesamt 315.722. Auf überdurchschnittliche Rückgänge konnten dabei Steiermark (-13,6%), Tirol (-9,6%), Oberösterreich (-8,9%), Burgenland (-8,6%) und Kärnten (-8,2%) verweisen. Mit 6,1% lag die (vorläufige) Arbeitslosenquote erneut deutlich unter dem Bundesschnitt von 7,9%.

Die Zahl der SchulungsteilnehmerInnen nahm in Vorarlberg gegenüber dem Vorjahr um 75 oder 3,0% auf insgesamt 2.542 zu; österreichweit erhöhte sie sich im selben Zeitraum um 8,6%.

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